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Made in Germany bleibt starkes Kaufargument

(PresseBox) (München, )
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  • Berylls by AlixPartners hat in einer internationalen Endkundenstudie Autokäufer nach ihren Präferenzen und Wünschen befragt.
     
  • Gute Nachrichten für deutsche OEMs: Made in Germany und hohe Qualitätsanmutung bleiben weltweit wichtige Kaufanreize.
     
  • Schlechte Nachricht für deutsche OEMs: Deutsche BEVs erfüllen die Made In Germany-Erwartungen nicht.
     
  • Große Unterschiede bei Alterskohorten, gerade jüngere chinesische Kunden interessieren sich wenig für deutsche Autos.
     
  • Assistenzsysteme stellen nur einen geringen Kaufanreiz dar. Ausnahme China, hier erwarten 24 Prozent der Kunden Fahrfunktionen nach Level 4 und 5.
     
  • SUVs bleiben weltweit die beliebteste Fahrzeuggattung; gleichzeitig steigt die Komplexität aus Aufbauvariante, Antriebsform und ADAS Level für Hersteller.
Das Weltauto ist ein Konzept von gestern und längst gescheitert. Denn nicht erst seit Kurzem gehen die Kundenwünsche in Europa, China und den USA weit auseinander. Gibt es noch Schnittmengen und wenn ja, wo liegen sie? Berylls by AlixPartners hat Antworten auf diese Fragen mit einer Studie unter 8000 Kunden in elf Nationen gesucht. Jonas Wagner Partner und MD bei Berylls by AlixPartners: „Wir sind in den weltweiten Automotive Leitmärkten auf tausende Kunden zugegangen und haben sie zu Wünschen und Erwartungen befragt. Wir wollten herausfinden, wie sie auf Marken, Modelle, Technik und viele weitere Details blicken, die bei einem Autokauf in Betracht gezogen werden. Und so unterschiedlich die Aussagen auch ausfallen, so gibt es doch eine große Zahl von Übereinstimmungen. So genießen die Autos Made in Germany international nach wie vor hohes Ansehen. Allerdings vor allem die konventionell angetriebenen.“

Fragen zur E-Mobilität nehmen in der Studie einen großen Raum ein. Hier verlangen vor allem chinesische Kunden (34 %) enorme Reichweiten von mindestens 750 km. Lediglich jeder fünfte deutsche Kunde und nur zwölf Prozent der Amerikaner erwarten einen so großen Aktionsradius von einem BEV. Und weil Reichweite in China eine außerordentliche Rolle spielt, ist es auch nicht verwunderlich, dass hier die EREVs oder REEVs sehr beliebt sind. Das Interesse an ihnen wächst mit dem Einkommen der Kunden, auch das zeigt die Umfrage.

Für die Hersteller bleibt es weltweit schwierig, die Kunden konventionell angetriebener Modelle für E-Fahrzeuge oder Plug-in-Hybride zu begeistern. Nur knapp die Hälfte würde sich für einen BEV interessieren, selbst wenn er billiger als ein vergleichbarer Verbrenner ist. In China beeinflusst ein beinharter Preiskampf zwischen den Herstellern die Kaufentscheidung. Auch deshalb sind nur 27 Prozent der Chinesen bereit für ein E-Auto mehr auszugeben als für einen Benziner, in Europa sind es lediglich zwölf Prozent und in den USA noch einmal weniger – zehn Prozent.

Made in Germany zieht immer noch
„Das Qualitätssiegel Made in Germany ist weltweit nach wie vor ein starkes Kaufargument,“ erläutert Samuel Schramm, Senior Consultant bei Berylls by AlixPartners und ergänzt: „Die BEVs von deutschen Herstellern lösen aber bei zu wenigen Kunden das Made in Germany Qualitätsversprechen ein.“ Es wird nicht nur die Qualität bemängelt, auch das Vertrauen in die Technologie ist schwach.
Eine Gemeinsamkeit der Befragten ist, dass alle Kunden Antriebs- und Sicherheitskomponenten von bekannten Marken bevorzugen. Aber insbesondere jüngere Chinesen (jünger als 35 Jahre) neigen dazu Modelle von deutschen OEMs zu meiden. Zudem liegt der Anteil der Fahrer eines deutschen BEV, die sich nicht nochmals einen deutschen BEV kaufen würden, höher, als bei chinesischen BEV-Fahrern (23% versus 13%).

Saubere Verarbeitung überzeugt auch chinesische Kunden
Enge Spaltmaße schienen als Kaufkriterium längst abgeschrieben. Die Berylls Kundenstudie zeigt ein differenzierteres Bild. Fit & Finish, eine hochwertige Verarbeitung und gleichmäßige Spaltmaße sind global wichtige Attribute eines Autos. Hier sind die hohen Anforderungen der deutschen Kunden kaum von denen der Chinesen zu unterscheiden.
Besonders kritisch schauen, auch das zeigt die Umfrage, Kunden von E-Autos auf die Qualitätsanmutung. Empfänglicher sind E-Auto-Kunden außerdem für eine hohe Design- und Materialqualität und sogar für die Größe der Farbpalette, aus der sie wählen können.

Unterschiede zeigen sich beim Thema Abo für Funktionen, denen die Kunden weltweit neutral bis negativ gegenüberstehen. In westlichen Märkten lehnen die Kunden solche Abo-Modelle in großer Zahl ab, die deutschen Kunden liegen hier klar über dem Durchschnitt. In Korea dagegen sind die Kunden offen für Funktionen die sie als Extra zubuchen oder gegen eine Abo-Gebühr nutzen können.
Interessanterweise sind es vor allem die Fahrer von Verbrennern, die Abo Modelle ablehnen, während die E-Auto-Fahrer diesen Extras tendenziell eher zugeneigt sind.

In westlichen Märkten wenig Interesse am autonomen Fahren 
Assistenzsysteme, die hochautomatisierte Fahrfunktionen bieten, sind für das Gros der weltweiten Kunden nur wenig interessant. 42 Prozent sind mit Level 1-Systemen, zu denen beispielsweise ein Abstandsregeltempomat gehört, vollauf zufrieden. Aber immerhin ein knappes Viertel der chinesischen Kunden hat Interesse am Level 4 oder Level 5 und damit an vollautonomen Fahrfunktionen in ihrem nächsten Fahrzeug.

Kunden, die sich für diese Systeme interessieren, wären bereit dafür laut Umfrage bis zu 3000 Euro extra zu bezahlen. In Deutschland sind das aber lediglich zehn Prozent der Premiumkunden und in den USA sogar nur sieben Prozent. Die Hersteller können dennoch nur scheinbar aufatmen. Denn für sie belaufen sich die Kosten für ein Level 5-System auf etwa 30.000 bis 40.000 Euro. Je weniger Kunden danach für 3000 Euro verlangen, desto besser. „Für Hersteller ergibt sich eine extrem herausfordernde Situation, denn regionale sowie segmentspezifische Unterschiede ermöglichen keine Skalierung um die hohen ADAS Investitionen zu rechtfertigen.“ so Jonas Wagner.

SUVs bleiben weltweit beliebt
Im Mittleren Osten, Korea und China bleiben die SUVs in allen Fahrzeugklassen eindeutig die beliebteste Karosserieform und auch in Europa, Japan und den USA stehen sie bei den Kunden hoch im Kurs, aber hier sind die Wünsche heterogener. In diesen Märkten spielen Limousinen, Kompaktwagen und Pickup-Trucks (nur USA) ebenfalls eine signifikante Rolle.
Interessanterweise steigt der Wunsch sich einen SUV zu kaufen mit der Höhe des Budgets.

„Das Weltauto, wie es in den frühen 2000er-Jahren verkauft wurde, mag Geschichte sein,“ erläutert Jonas Wagner. „Aber die Wünsche und Vorstellungen der weltweiten Autokäufer haben sich gar nicht so weit auseinanderentwickelt, wie vielfach behauptet wird. Es gibt nach wie vor große Schnittmengen zwischen Chinesen, Europäern und Amerikanern. Das zeigt unsere Studie deutlich. OEMs, die weltweit erfolgreich sein wollen, müssen jedoch die hohe Komplexität aus Aufbauvariante, Antriebsform sowie ADAS Level kostendeckend beherrschen, um spezifische Unterschiede in den Wünschen ihrer Kunden zu bedienen.“

 

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Berylls by AlixPartners

Berylls by AlixPartners ist eine auf die Automobilitätsindustrie spezialisierte Strategieberatung. Mit Experten in Deutschland, China, Großbritannien, Südkorea, Nordamerika, Österreich und in der Schweiz deckt Berylls alle Zukunftsthemen ab, um im Ökosystem der Automobilität erfolgreich, zukunftsfähig und digital zu sein. Unsere Experten bieten den Kunden End-to-End-Unterstützung von der Strategie bis zur finalen Umsetzung an.

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Expertise, Umsetzungsstärke, Verantwortung – AlixPartners steht für messbare Ergebnisse „when it really matters“. Als global agierende Unternehmensberatung helfen wir unseren Klienten dabei, schnell und entschlossen auf ihre wichtigsten Herausforderungen zu reagieren. Unsere erfahrenen Beraterinnen und Berater sind spezialisiert darauf, Unternehmenswerte zu schaffen, zu schützen und wiederherzustellen. Vom „manager magazin“ und der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management & Beratung (WGMB) wurde AlixPartners 2023 als umsetzungsstärkstes Beratungsunternehmen ausgezeichnet. Seit über 40 Jahren unterstützt AlixPartners seine Klienten – mit inzwischen rund 3.500 MitarbeiterInnen in 26 Büros weltweit.

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