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Chinesische OEMs wollen Auslandsproduktion massiv ausbauen

(PresseBox) (New York/München, )
  • Ein AlixPartners-Report zeigt, dass chinesische Autohersteller, ihre Produktion im Ausland bis 2030 fast verdreifachen wollen.  
  • Überkapazitäten im Inland und Preiskämpfe befeuern den weltweiten Export- und Werksbau-Boom  
  • Lokale Unternehmen sehen sich zu Partnerschaften oder zur Umstrukturierung gezwungen
Laut einem neuen Report des globalen Beratungsunternehmens AlixPartners wollen chinesische Automobilhersteller und Zulieferer die internationalen Märkte zu ihrem wichtigsten Gewinnmotor machen, indem sie ihre Produktion im Ausland bis 2030 fast verdreifachen.

China ist zwar bereits der weltweit größte Autoexporteur, verlagert seinen Fokus jedoch von den etablierten Märkten in Russland und dem Nahen Osten hin zum Aufbau von Produktionsstätten in mehr als einem Dutzend Ländern. Dabei werden Europa und Lateinamerika zu wichtigen Schauplätzen.

Der Report, der am Vorabend der China Auto Show 2026 in Peking veröffentlicht wird, hebt die schwierige Entscheidung hervor, vor der einige Automobilhersteller und Zulieferer stehen. Entweder sie gehen Partnerschaften mit Chinas schnell wachsenden Akteuren ein, oder sie transformieren sich rasch, um in Bezug auf Kosten und intelligente Fahrzeugfunktionen mit deren Wettbewerbsfähigkeit Schritt zu halten.

Zu den wichtigsten Punkten des Reports gehören:

– Chinesische OEMs wollen ihre Produktion im Ausland von 1,2 Millionen Fahrzeugen im vergangenen Jahr auf 3,4 Millionen Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 steigern.

– Chinesische Automobilhersteller planen Produktionsstätten in mindestens 16 Ländern außerhalb Chinas.

– In Lateinamerika halten chinesische Marken bereits rund ein Fünftel des gesamten Automobilmarktes und mehr als die Hälfte des Absatzes an Elektrofahrzeugen (BEV).

Diese Expansion ins Ausland spiegelt einerseits die Bemühungen wider, dem extrem wettbewerbsintensiven chinesischen Binnenmarkt eine Alternative zur Seite zu stellen. Andererseits dient sie der bewussten Risikominimierung in Bezug auf geopolitische Risiken bei gleichzeitig stabilerer Nachfrage. Laut dem Report verlagert sich der Fokus chinesischer Automobilunternehmen von Exporten hin zum Aufbau lokaler Produktion und Partnerschaften in Schlüsselregionen zusammen mit lokalen Zulieferer-Ökosystemen.

„Es ist offensichtlich, dass chinesische Autohersteller und Zulieferer noch größere Pläne haben, angefangen bei zusätzlicher lokaler Produktion“, sagte Andrew Bergbaum, Global Co-Lead des Bereichs Automotive & Industrial bei AlixPartners. „Viele Zulieferer werden sich entscheiden müssen, ob sie versuchen, Chancen bei chinesischen Unternehmen zu finden, oder ob sie bei ihren derzeitigen Kunden bleiben möchten. So oder so müssen sie sich besser aufstellen.“ In dem Bericht heißt es, Chinas Wachstumsmodell habe in den letzten Jahren auf Kostenvorteilen, schnelleren Produktzyklen und fortschrittlicherer Technologie, beispielsweise bei intelligenten Fahrzeugsystemen, basiert.

China entwickelt sich weg von reiner Exportstrategie

Wie der Report zeigt, entwickelt sich Chinas Markteinführungsmodell heute von einer reinen Exportstrategie hin zu einer Internationalisierung mit vielfältigen Ressourcen. Chinesische Automobilhersteller investieren in eigene Werke im Ausland, unter anderem in Ungarn, der Türkei und Thailand, sowie an geplanten Standorten in Nord- und Südamerika.

Außerdem bauen sie lokalisierte Händler- und Servicenetzwerke auf und nutzen Auftragsfertigung und Joint Ventures, um Zölle zu umgehen und die Skalierung zu beschleunigen. Viele dieser Partnerschaften erstrecken sich über Mobilitätsplattformen, wie beispielsweise BYD mit Uber und Zeekr mit Waymo, aber auch mit etablierten westlichen Automobilherstellern, darunter Stellantis mit Leapmotor und Renault mit Geely.

Dan Hearsch, global Co-Lead für Automotive & Industrial bei AlixPartners, sagte: „Chinas heimischer Automobilmarkt steht vor einem Umbruch, da die Fahrzeugpreise in den letzten zwei Jahren um ein Fünftel gesunken sind.“ Dr. Xing Zhou, DACH Co-Head für Automotive & Industrial, ergänzt: „Die Kosten und die Entwicklungsgeschwindigkeit chinesischer Automobilhersteller sind nach wie vor weltklasse. Ausländische Konkurrenten müssen mit einem kompromisslosen Ansatz auf Produktmerkmale reagieren, die den Kunden wirklich wichtig sind, während sie bei Dingen, die den Kunden kaum interessieren oder die er nicht sieht, lediglich ‚gut genug‘ sein müssen.“

Südeuropa ist für die chinesischen OEMs entscheidender Brückenkopf

Chinesische Hersteller stärken ihre Marken und das Kundenerlebnis und nutzen dabei ihren Vorsprung bei der Entwicklung intelligenter Fahrzeuge, heißt es im Report, der sich auf eine neue internationale Umfrage von AlixPartners unter 1.002 Führungskräften von Automobilherstellern, Tier-1-Zulieferern und der Technologiebranche zu diesem Thema stützt.

Südamerika und Australien sind demnach aufgrund schwächerer Markteintrittsbarrieren der etablierten Akteure und einer starken Preissensibilität zwei kurzfristige Expansionsmöglichkeiten für chinesische Automobilhersteller. Südeuropa kristallisiert sich auf diesem Kontinent hingegen als entscheidender Brückenkopf heraus. Eine weitere Schlussfolgerung ist, dass starke, kundenorientierte Produktmanager – ähnlich wie in der Mobilfunkbranche – künftig der Schlüssel zum Erfolg für Automobilunternehmen sein könnten. Der traditionelle, ingenieurorientierte Ansatz der Branche ist dagegen immer weniger erfolgversprechend.

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Berylls by AlixPartners ist eine auf die Automobilitätsindustrie spezialisierte Strategieberatung. Mit Experten in Deutschland, China, Großbritannien, Südkorea, Nordamerika, Österreich und in der Schweiz deckt Berylls alle Zukunftsthemen ab, um im Ökosystem der Automobilität erfolgreich, zukunftsfähig und digital zu sein. Unsere Experten bieten den Kunden End-to-End-Unterstützung von der Strategie bis zur finalen Umsetzung an.

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Expertise, Umsetzungsstärke, Verantwortung – AlixPartners steht für messbare Ergebnisse „when it really matters“. Als global agierende Unternehmensberatung helfen wir unseren Klienten dabei, schnell und entschlossen auf ihre wichtigsten Herausforderungen zu reagieren. Unsere erfahrenen Beraterinnen und Berater sind spezialisiert darauf, Unternehmenswerte zu schaffen, zu schützen und wiederherzustellen. Vom „manager magazin“ und der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Management & Beratung (WGMB) wurde AlixPartners 2023 als umsetzungsstärkstes Beratungsunternehmen ausgezeichnet. Seit über 40 Jahren unterstützt AlixPartners seine Klienten – mit inzwischen rund 3.500 MitarbeiterInnen in 26 Büros weltweit.

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