Gerade in sensiblen Funktionen wie HR, Finance, IT, R&D oder Management können fehlerhafte oder bewusst geschönte Angaben erhebliche Auswirkungen haben. Neben fachlichen Defiziten stehen Integritätsrisiken im Raum. Für regulierte Branchen wie Finanzdienstleistung, Pharma, Luftfahrt oder kritische Infrastrukturen ist eine saubere Dokumentation zudem regulatorisch relevant.
Eine professionelle Gap-Analyse geht deutlich über das reine Lesen eines Lebenslaufs hinaus. Sie prüft systematisch:
• Zeitliche Lücken und Überschneidungen
• Inkonsistenzen zwischen CV und Bewerbungsschreiben
• Unklare Rollen- und Verantwortungsbeschreibungen
• Auffällige Positionswechsel oder verkürzte Beschäftigungsdauern
• Widersprüche zu öffentlich zugänglichen Informationen
Dabei gilt: Nicht jede Abweichung ist automatisch problematisch. Entscheidend ist die Einordnung im Kontext der Funktion und des Risikoprofils der Position. Kleinere Unstimmigkeiten können aufklärbar sein. Kritische Widersprüche mit finanziellen, strafrechtlichen oder reputationsbezogenen Implikationen erfordern hingegen eine vertiefte Prüfung.
„Recruiting-Qualität zeigt sich nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern in der Sorgfalt der Entscheidung“, erklärt Reto Marti, COO der Validato AG. „Eine strukturierte Gap-Analyse hilft Unternehmen, Fehlbesetzungen zu vermeiden und ihre Compliance-Anforderungen sauber abzubilden.“
In Kombination mit weiterführenden Pre-Employment Checks entsteht ein konsistentes Bild der Kandidatin oder des Kandidaten. Unternehmen erhalten eine fundierte Entscheidungsgrundlage. Gleichzeitig wird der Prozess dokumentierbar und auditfähig gestaltet. Das ist insbesondere im Kontext von ISO-Standards, internen Kontrollsystemen und Governance-Vorgaben relevant.
Für Organisationen in der DACH-Region bedeutet dies einen klaren Wettbewerbsvorteil. Wer Risiken früh erkennt, schützt nicht nur Reputation und Vermögenswerte, sondern stärkt langfristig auch die Qualität der Belegschaft.