Neue Anforderungen, knapper werdender Zeit
Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) steigt der Druck auf Unternehmen, nachhaltigere Verpackungen einzusetzen und bestehende Verpackungsprozesse anzupassen. Besonders Schutzverpackungen, Versandverpackungen und Transportverpackungen stehen im Fokus der Regulierung.
Eine Verpackungsumstellung ist kein kurzfristiges Projekt. Sie betrifft Materialwahl, Produktanforderungen, Logistikprozesse und interne Abläufe. Was oft unterschätzt wird: Der Weg dorthin ist ein mehrstufiger Prozess, der in Abhängigkeit von Produktvielfalt und Verpackungsstruktur bis zu zwei Jahre dauern kann. Wer rechtzeitig bis 2030 konform sein möchte, sollte mit der Umstellung des Verpackungsmaterials jetzt beginnen.
Vom Status quo zur neuen Lösung: der Ablauf im Überblick
Papair begleitet Unternehmen systematisch bei der Umstellung auf nachhaltige Verpackungsmaterialien. Der Prozess ist auf langfristige Verlässlichkeit angelegt und umfasst vier klar definierte Phasen.
1. Analyse der bestehenden Verpackungsprozesse
Der erste Schritt ist eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Verpackungen und Produktanforderungen. Dabei geht es um:
- Maße, Gewichte und Formen
- scharfkantige oder empfindliche Bauteile
- Oberflächenempfindlichkeiten
- innerbetriebliche Anforderungen wie Handling oder Etikettierung
Die Analyse bestimmt, welche nachhaltigen Verpackungen technisch infrage kommen und welche Eigenschaften das neue Material erfüllen muss.
2. Verpackungstests in der Praxis
Auf Basis der Analyse werden erste Verpackungsvorschläge und Muster entwickelt. Der Praxistest steht im Vordergrund.
Vor-Ort-Termine in Logistik oder Produktion schaffen Klarheit: gemeinsam mit Verpackungsteams werden Testverpackungen geprüft, angepasst und optimiert.
Diese frühe Testphase liefert wichtige Erkenntnisse für die spätere Skalierung.
3. Testphasen: verlässliche Ergebnisse schaffen
Die erste Testphase dauert typischerweise vier bis sechs Wochen. Hier zeigt sich, wie sich das nachhaltige Verpackungsmaterial im Arbeitsalltag bewährt.
Es folgt eine zweite, deutlich größere Testphase über sechs bis zwölf Monate. Dabei werden:
- weitere Produkte und Produktgruppen getestet
- zusätzliche Packstationen integriert
- Feedback aller Beteiligten systematisch eingeholt und ausgewertet
4. Umsetzung: Von der Testlösung zur finalen Verpackungslösung
Nach erfolgreichen Tests beginnt die endgültige Umstellung. Dazu gehören:
- Anpassungen am Arbeitsplatz (z. B. Schneidständer oder Zuführsysteme)
- Ggfs. Schulungen für Mitarbeitende
- Bedarfsbestimmung und Verbrauch bestehender Verpackungsbestände
- Abstimmung von Rahmenverträgen und Liefermengen
Zeitfaktor 2030: Warum Unternehmen jetzt handeln müssen
Viele Vorgaben der PPWR treten 2030 in Kraft. Unternehmen, die ihre Verpackungsprozesse erst kurzfristig anpassen, riskieren Engpässe, Qualitätsprobleme und hohe Kosten.
Wer früh plant, profitiert hingegen von:
- stabilen Lieferketten für nachhaltige Verpackungen
- geordneten Testphasen
- geringeren Risiken im operativen Alltag
- besserer Kostenkontrolle
Verpackungsumstellung als langfristige Investition
Die Umstellung auf nachhaltige Verpackungen ist mehr als eine Reaktion auf neue Vorgaben. Sie stärkt Lieferketten, stabilisiert interne Abläufe und schafft klare Strukturen für die Anforderungen der kommenden Jahre. Unternehmen, die diesen Prozess jetzt anstoßen, erhalten wertvolle Planungssicherheit und vermeiden operative Engpässe, wenn die PPWR vollständig greift.
Papair begleitet Industrie und Handel dabei, nachhaltige Verpackungslösungen einzuführen, die technisch funktionieren, wirtschaftlich tragfähig sind und langfristig Bestand haben.