Veeam Backup & Replication v13: Web UI und erweitertes RBAC – bereit für den Praxiseinsatz
Mit Veeam Backup & Replication v13 macht Veeam einen großen Schritt hin zu einer modernen, webbasierten Administration und fein granulierten Berechtigungen. Die neuen Funktionen sind darauf ausgelegt, in der Praxis den Betrieb in verteilten Teams zu vereinfachen, die Sicherheit zu erhöhen und mehr Transparenz im Backup-Alltag zu schaffen – von der Weboberfläche bis hin zum erweiterten Rollenmodell.
Warum Web UI und RBAC jetzt wichtig sind
Backup-Umgebungen werden komplexer: Hybride Infrastrukturen, verteilte Standorte und strengere Compliance-Vorgaben gehören inzwischen zum Standard. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Geschwindigkeit und Flexibilität, ohne dass Administrationsoberflächen zusätzlich Hürden aufbauen dürfen. Veeam v13 adressiert diese Punkte mit einer neuen Web UI und einem deutlich erweiterten RBAC-Framework, die speziell darauf ausgelegt sind, sich in moderne Betriebs- und Sicherheitskonzepte einzufügen.
Die neue Web UI: Veeam im Browser steuern
Die neue Weboberfläche in v13 ermöglicht es, zentrale Backup-Funktionen direkt im Browser zu verwalten. Dazu gehören etwa das Anlegen und Anpassen typischer Backup-Jobs, die Überwachung von Job-Status und Fehlermeldungen sowie ein Dashboard, das den allgemeinen Zustand der Umgebung auf einen Blick sichtbar macht. Ziel ist es, im Alltag viele Aufgaben ohne lokal installierte Windows-Konsole erledigen zu können, während diese weiterhin für die vollständige Konfiguration zur Verfügung steht.
Die Web UI ist plattformunabhängig und orientiert sich an gängigen Accessibility-Standards wie den WCAG, um Barrieren für unterschiedliche Nutzergruppen zu reduzieren. Durch die Ausrichtung auf Browserzugriff und moderne UI‑Technologien legt Veeam damit die Grundlage, die Oberfläche in kommenden Versionen schrittweise um weitere Funktionen zu erweitern.
Web UI und klassische Konsole im Zusammenspiel
In Veeam Backup & Replication v13 versteht Veeam die Web UI ausdrücklich als Ergänzung zur etablierten Windows-Konsole. Die sogenannte „fat client“-Konsole bleibt mit vollem Funktionsumfang verfügbar und wurde gleichzeitig optisch modernisiert, etwa durch ein aktualisiertes Design und Dark Mode. Die neue Web UI deckt im ersten Schritt die am häufigsten genutzten Workloads und Managementaufgaben ab; Feature-Parität zur Konsole ist bewusst nicht sofort, sondern in mehreren Ausbaustufen vorgesehen.
Für den praktischen Einsatz bedeutet das: Organisationen können gezielt entscheiden, welche Aufgaben sie früh in den Browser verlagern – zum Beispiel Monitoring, Standard-Backups oder einfache Restores – und welche Themen vorerst in der Konsole bleiben. So lässt sich die Einführung der Web UI kontrolliert gestalten, ohne bestehende Prozesse abrupt umzustellen.
Identity & Access: SSO trifft RBAC
Parallel zur Web UI stärkt Veeam v13 das Identitäts- und Berechtigungsmodell. Die Plattform unterstützt Single Sign-On über SAML‑fähige Identity Provider wie Microsoft Entra ID und bindet sich damit direkt in vorhandene IAM‑Landschaften ein. Ziel ist es, Anmeldungen zu zentralisieren, Passwort-Silos zu vermeiden und Sicherheitsfunktionen wie Multi-Faktor-Authentifizierung oder Conditional Access konsistent nutzen zu können.
Darauf aufbauend führt v13 ein erweitertes RBAC‑Framework ein, das deutlich feinere Rollen und Berechtigungsschemata erlaubt als frühere Versionen. Die neuen Möglichkeiten richten sich speziell an Umgebungen mit Mandanten, Fachbereichsrollen oder strengen Compliance-Anforderungen, in denen klassische „Allround“-Rollen nicht mehr ausreichen.
Fazit: RBAC neu gedacht - granulare Rollen für den Alltag
Während das RBAC im Veeam Backup & Replication (VBR)-Server bisher vor allem auf vordefinierten Rollen mit begrenzter Granularität beruhte, bringt v13 ein ausgebautes System, das sich am Funktionsumfang des Enterprise Manager orientiert. Administratoren können nun granulare Berechtigungen für einzelne Benutzer oder Gruppen setzen, die sich auf bestimmte Workloads, Repositories oder Aufgabenbereiche beschränken. So lassen sich beispielsweise Rollen definieren, die nur für ausgewählte VMs, Mandanten oder Backup-Jobs Sicht- und Änderungsrechte erhalten.
Das neue RBAC-Framework ist darauf ausgelegt, das Least‑Privilege‑Prinzip in der Praxis konsequenter umzusetzen, ohne den Administrationsaufwand zu erhöhen. Veeam betont, dass bereits in der ersten v13‑Ausbaustufe ein Großteil der typischen Workloads durch das neue Rollenmodell abgedeckt wird und weitere Bereiche in zukünftigen Releases folgen sollen.
Quellen
https://helpcenter.veeam.com/docs/vbr/userguide/users_roles.html?ver=13
https://community.veeam.com/product-updates/veeam-backup-replication-v13-12081
https://www.veeam.com/de/company/press-release/veeam-data-platform-v13-cyber-resilience-data-protection-security-ai.html
https://www.veeam.com/blog/de/identity-access-management-guide.html