Das Projekt „VISE4KMU“ will dafür sorgen, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch innovative und digitale Lösungsansätze möglichst flächendeckend die Potenziale, die der Einsatz von Smart Metern bietet, auch tatsächlich nutzen. Hierfür entwickelt das Projekt unter anderem eine prototypische Smart-Meter-Software sowie ein Smart-Meter-Ökosystem. Über diese Instrumente sollen zum einen konkrete Effizienz- und Flexibilitätspotenziale in KMU identifiziert werden. In einem zweiten Schritt sollen dann neue Marktrollen, Kooperationen und innovative Geschäftsmodelle abgeleitet werden, die die Akzeptanz und Nutzung smarter Energielösungen fördern und praxisnah in KMU erfolgreich umsetzen. Letztlich soll möglichst vielen KMU, speziell in Nordrhein-Westfalen, eine zielgerichtete, effiziente, kostengünstige und individualisierte Energieberatung zugänglich werden.
Langfristiges Ziel ist es, aus den im Projekt erworbenen Kenntnissen heraus innovative Lösungsansätze und darauf basierende Geschäftsmodelle für einen effektiven Einsatz intelligenter Messtechnik zu erarbeiten, die direkt zur Hebung von Energieeffizienz-, Kostenreduktions- und Flexibilitätspotenzialen in KMU eingesetzt werden können. „Dabei sollen auch bestehende Barrieren, etwa rechtlicher Art, deutlich benannt werden und an die relevanten Adressaten kommuniziert werden“, führt Laura Züll, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der Technischen Hochschule Köln, aus. „Wir streben an, dass KMU durch die Nutzung der im Projekt erarbeiteten Hilfsmittel und Informationen hinsichtlich des Energieeinsatzes zu stetig effizienter agierenden Unternehmen werden.“
Smart Meter sind eigentlich kein Neuland mehr, doch nach wie vor, nicht nur bei nordrhein-westfälischen KMU, eine Rarität. „Seit Jahren soll sich das schon ändern, Stichwort Smart Meter Rollout. Mit VISE4KMU sind wir auf dem Weg, genau das positiv zu beeinflussen. Denn ein gutes Energiemanagement kommt Unternehmen direkt zugute, weil es das fortlaufende Potenzial birgt, Sparmöglichkeiten aufzuzeigen“, ist Richard Orth sicher. „Aktuell suchen wir interessierte KMU, die als Testkandidaten im Projekt mitmachen und dabei die eigene Energienutzung besser verstehen lernen wollen.“
Zum von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt VISE4KMU gehören neben der ASEW das Wuppertal Institut, die Technische Hochschule Köln, die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg Essen sowie die GreenPocket GmbH. Es ist auf eine Projektlaufzeit von drei Jahren angelegt. Das Projekt ist Teil des Virtuellen Instituts Smart Energy (VISE). VISE ist Plattform und Ansprechpartner für Themen rund um „Smart Energy“ und bündelt wirtschaftliche Akteure (Unternehmen als Nutzer und Anbieter von smarten Technologien), wissenschaftliche Akteure (Forschungsinstitute, Hochschulen und Universitäten) sowie „Multiplikatoren“ wie Verbände und bestehende Netzwerke in Nordrhein-Westfalen.