AISOP zielte darauf, ein KI-unterstütztes Entscheidungsfindungs-System zu entwickeln, das die Dekarbonisierung in Stromnetzen voranbringen soll. Die Leitfrage dabei war, wie Methoden der Künstlichen Intelligenz Netzbetreiber dabei unterstützen können, den Betrieb von Stromnetzen zuverlässiger und effizienter zu planen. „Unter anderem suchten die Projektpartner, darunter auch die ASEW, in umfangreichen Datenmengen nach Mustern, um so Anomalien im Netzbetrieb frühzeitig erkennbar zu machen. Letztlich sollten damit fundierte Entscheidungen im Netzmanagement ermöglicht werden“, erklärt Richard Orth, stellvertretender Leiter Forschungsprojekte bei der ASEW den Projektansatz. „Ein zentrales Ergebnis dabei: Die Projektpartner konnten erfolgreich Ansätze zur Anomalieerkennung in Niederspannungsnetzen entwickeln. Zudem entstand eine webbasierte Anwendung, die Netzbetreibern praxisnah nutzbare Einblicke bietet.“
Die ASEW fungierte innerhalb des Projektteams als Bindeglied zu den Stadtwerken. Als Leiterin des Arbeitspakets „Communication“ sorgte das Stadtwerke-Netzwerk zudem dafür, dass die Projektergebnisse aufbereitet und direkt in die Praxis transportiert wurden. Dies gelang unter anderem über Fachveranstaltungen und Arbeitskreise, wo tausende Kontakte wertvolles Feedback aus der Stadtwerke-Praxis zurück ins Projekt spiegelten. „Darüber hinaus bewertete die ASEW gemeinsam mit den Partnern, wie sich etwa dynamische Tarifsysteme auf Verbraucher- und Prosumer-Verhalten auswirken könnten. Die eigenen Expertenforen dienten dabei als erste Testumgebung für die entwickelten Anwendungen.“
Die erworbenen Erfahrungen flossen nicht nur in die Weiterentwicklung der Projektlösungen ein, sondern wurden auch im ASEW-Netzwerk verankert – unter anderem durch Gründung des Arbeitskreises Stromnetze, der an die Ergebnisse von AISOP andocken und diese weiterführen wird.
Das über Smart Energy Systems Era-Net geförderte Projekt versammelte neben der ASEW die Netzbetreiber Westfalen Weser Netz und Romande Energie, die Softwareentwickler logarithmo und Hive Power, das Zentrum für Beratungssysteme in der Technik, Dortmund e.V. (ZEDO), die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Luzern sowie die ETH Zürich.
Details zur Projektarbeit und den erzielten Ergebnissen gibt es gebündelt auf der Projektwebseite.