„Mit der Plattform für Stadtwerke können diese ihr IoT-Angebot besser und weit gestreut bekannt machen“ ist Lucas Wiermann, Senior-Projektmanager Netz & Digitalisierung bei der ASEW, überzeugt. „Gerade bei regionalen Energieanbietern schlummern viele Angebote, die sich seit Jahren vor Ort bewähren. Davon können auch andere Unternehmen profitieren.“
Unter iotanbieter.de finden alle, die sich für das Thema Digitalisierung und Automatisierung interessieren, zahlreiche Praxisbeispiele, anhand derer deutlich wird, wie IoT regionale Unternehmen und Kommunen unterstützt – unter anderem durch kontinuierliches Monitoring, zuverlässige Datenübertragung und individuell anpassbare Visualisierungen. „Das Besondere an IoT-Anbieter ist die gemeinsame Stärke der mittlerweile über 390 Mitglieder des ASEW-Netzwerks“, ist Lucas Wiermann überzeugt. „Denn wenn Stadtwerke ihr Wissen bündeln, entstehen Lösungen, die weit über die eigene Region hinauswirken. Unsere neue Plattform zeigt, wie kommunale Innovation funktioniert: praxisnah, kundenzentriert und getragen von einer starken Kooperation über Stadtgrenzen hinweg. Ziel des neuen Angebots für die Stadtwerke des ASEW-Netzwerks ist es, die Innovationskraft kommunaler Unternehmen sichtbar zu machen. Hier schlummert deutlich mehr innovative Kraft, als die Kundinnen und Kunden gemeinhin vermuten. Selbige erhalten so zugleich einen Einblick in konkrete Beispiele, die illustrieren, welche IoT-Lösungen bereits heute erfolgreich im Einsatz sind.“
Beispiele für innovative IoT-Anwendungen der beteiligten Stadtwerke liegen etwa im Bereich Denkmalschutz: Die betreffende Praxisanwendung erlaubt es, sensible Gebäude flächendeckeckend und effizient zu monitoren, ohne zerstörende oder verändernde Eingriffe in die Bausubstanz vornehmen zu müssen. Eine weitere Möglichkeit ist Hochwassermonitoring: Der Einsatz von einschlägiger Sensorik gewährleistet die frühzeitige Warnung vor steigenden Wasserläufen in der Region und lässt ein Lagebild zu den Auswirkungen auf die besiedelte Fläche erkennbar werden. Adaptieren lässt sich das auch in Form von Sensoriken zur Temperatur-, Sonneneinstrahlungs- sowie Niederschlagsmessung, um damit ein aktuelles Bild zum regionalen Klimageschehen zu erhalten.
Besonders interessant auf der Plattform für Webseiten-Besucherinnen und -Besucher: Ein interaktives Kartentool zeigt direkt den zuständigen lokalen Ansprechpartner. Das erleichtert gerade Kommunen, Betrieben und öffentlichen Einrichtungen den Zugang zu einem regionalen, verlässlichen Partner mit hoher IoT-Kompetenz.
Was ist eigentlich IoT/LoRa/Sensorik?
Das Internet of Things (IoT) beschreibt im Kern eine Infrastruktur, die physische und virtuelle Gegenstände miteinander vernetzt; insbesondere geht es dabei um Kommunikation und Informationsaustausch. Dabei kommen in der Regel Sensoren und ein Übertragungsnetz (sehr oft LoRaWAN, siehe unten) zum Einsatz. Hierüber implementierte Funktionen erlauben die Interaktion zwischen Menschen und vernetzten elektronischen Systemen bzw. zwischen den Systemen selbst. Im Unterschied zum World Wide Web besteht IoT nicht mehr vorrangig aus menschlichen Teilnehmern, sondern eben aus vernetzten Objekten, etwa öffentlichen Abfallbehältern (Things). Die Vernetzung erlaubt Datensammlung und -übertragung, Überwachung und langfristige Planung.
Long Range Wide Area Networks (LoRaWAN) sind vereinfacht gesprochen Niedrigenergie-Funknetze. Der Standard wird dabei von der LoRa Alliance definiert und ist frei verfügbar (Open Source). Die Datenübertragung kann sowohl einmalig zu festgelegten Zeiten, als auch mehrmals in einer bestimmten Zeitperiode oder ereignisbasiert erfolgen.
Im Kern handelt es sich bei Sensoren um Endgeräte, die Status- und Messdaten an Empfänger übertragen. Beim Einsatz in LoRa-Netzen sind die Sensoren so ausgelegt, dass die Übertragung kleiner Datenmengen über größere Distanzen (bis zu 15 Kilometer) optimiert stattfindet. Als Grundprinzip kommt Messen – Übertragen – Ruhe zum Tragen. Der Vorteil: Die Sensoren können so batteriebetrieben oft jahrelang ihrer Funktion nachkommen, bevor ein Batteriewechsel nötig ist. Regelmäßige Wartung ist dabei natürlich sinnvoll, kann bei eingespielten Systemen jedoch oft ebenfalls in größeren Zeitabständen erfolgen. Der Einsatz von WLAN, Bluetooth oder Mobilfunk würde demgegenüber eine deutlich höhere Energieintensität erfordern.