Prognose für 2026 angepasst
Die ABO Energy GmbH & Co. KGaA hat den ersten Entwurf ihres Sanierungsgutachtens erhalten, welches nach vorläufiger Einschätzung die grundsätzliche Sanierungsfähigkeit des Unternehmens bestätigt. Voraussetzung hierfür sei jedoch eine nachhaltige Einigung über die Sanierungsfinanzierung mit den bestehenden Finanzierungspartnern.
Vor dem Hintergrund der im Gutachten dargestellten künftigen Investitionsbedarfe für die umfassende Transformation und strategische Neuausrichtung sieht sich ABO Energy zugleich veranlasst, ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2026 anzupassen. Entgegen der bisherigen Erwartung rechnet das Unternehmen nicht mehr damit, im laufenden Geschäftsjahr auf Konzernebene in die Gewinnzone zurückzukehren. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet ABO Energy hingegen auf operativer Ebene (EBITDA) wieder ein positives Ergebnis.
Darüber hinaus hat die ABO Energy, dass infolge der Geschäftsentwicklung im Jahr 2026 inzwischen ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals eingetreten ist. Deshalb wird kurzfristig eine außerordentliche Hauptversammlung gemäß § 92 AktG einberufen, um die Aktionäre hierüber formal zu informieren.
„Meilenstein auf dem Pfad der Sanierung“
Britta Hübner, Chief Restructuring Officer (CRO) von ABO Energy, bewertet den ersten Entwurf des Sanierungsgutachtens als „Meilenstein auf dem Pfad der Sanierung“. In den kommenden Wochen sollen die Gespräche mit Finanzierungspartnern intensiviert werden, um bis Ende Juli eine tragfähige Sanierungsfinanzierung zu erreichen. Die bestehende Stillhaltevereinbarung mit Anleihegläubigern soll dafür erwartungsgemäß verlängert werden.
Auch operativ meldet ABO Energy Fortschritte. So hat das Unternehmen nach Angaben der Bundesnetzagentur einen Tarifzuschlag für den Solarpark Birkholz in Brandenburg mit 7,8 MWp Leistung erhalten. Zudem beteiligt sich der Projektentwickler bei der aktuellen Windkraft-Ausschreibung in Deutschland wieder mit Projekten von mehr als 150 MW Gesamtleistung. Des Weiteren konnte ABO Energy zuletzt mehrere Windkraftprojekte erfolgreich veräußern. Verkauft wurden unter anderem ein Windpark in Rheinland-Pfalz mit vier Anlagen und 16,8 MW Gesamtleistung sowie eine Windkraftanlage in Welterod mit 4,5 MW.
Anleihen Finder Redaktion.
Hier finden Sie den Original-Artikel: ABO Energy: Vorläufiges Gutachten bestätigt "Sanierungsfähigkeit"