Technologischer Wandel erfordert neues Skillset
Die Einführung von KI-Komponenten in das Dokumentenmanagement (DMS) und Enterprise Content Management (ECM) verändert das Anforderungsprofil an IT-Dienstleister und interne Administratoren massiv. War früher die reine Administration von Servern und Datenbanken ausreichend, erfordert die moderne „Intelligent Automation“ ein Verständnis für das Training von Algorithmen und das Design komplexer Datenbeziehungen. Marktbeobachter bestätigen, dass der Erfolg von Digitalisierungsprojekten zunehmend weniger von der Softwarelizenz, sondern von der Kompetenz der Implementierungspartner abhängt.
Vom OCR-Lesen zum KI-Verstehen: Modul ALBERT | AI
Ein Schwerpunkt der neuen Schulungsoffensive liegt auf dem Modul „ALBERT | AI“. Hier vollzieht sich technologisch der Schritt von der klassischen regelbasierten Texterkennung (OCR) hin zur kontextbezogenen Datenextraktion. In den neu konzipierten Kursen lernen Teilnehmer, wie die KI-Modelle spezifisch auf unstrukturierte Unternehmensdaten trainiert werden.
Das Ziel ist die Befähigung der Entwickler, Automatisierungsgrade zu realisieren, bei denen Dokumente, wie Rechnungen oder Verträge, nicht nur volltextindiziert, sondern inhaltlich verstanden, validiert und autonom in Dunkelverarbeitungsprozesse überführt werden. Der Lehrplan umfasst dabei die Einrichtung der Extraktionslogik sowie das „Fine-Tuning“ der KI-Agenten für kundenspezifische Belegtypen.
Beherrschung von Komplexität: Modul NORA | 360°
Parallel dazu adressiert das Schulungsangebot für „NORA | 360°“ die strukturelle Ebene der Datenhaltung. Da moderne Unternehmensrealitäten in starren Ordnerstrukturen oft nicht mehr abbildbar sind, setzt dieses System auf multidimensionale Verknüpfungen von Objekten und Akten.
Die Schulung vermittelt Architekten und Consultants das notwendige Rüstzeug, um komplexe Beziehungsgeflechte, wie etwa im Case-Management oder in der Immobilienverwaltung, technisch zu modellieren. Teilnehmer lernen, wie sie Informationssilos aufbrechen und stattdessen dynamische Sichten konfigurieren, die Anwendern den Kontext zu einem Vorgang in Echtzeit liefern.
Qualitätssicherung in der Projektumsetzung
Mit der Erweiterung des Curriculums zielt der Hersteller darauf ab, die Projektqualität im Enterprise-Umfeld zu sichern. Da die Systeme tief in geschäftskritische Prozesse eingreifen, ist fundiertes technisches Wissen die Voraussetzung für Investitionssicherheit und Systemstabilität. Die Zertifizierung der Teilnehmer dient Endkunden dabei als Nachweis, dass ihre Digitalisierungspartner über das aktuelle Methodenwissen verfügen, um die PS der Plattform auch tatsächlich auf die Straße zu bringen.
Zitat Anne Klein:
„Wir stellen fest, dass leistungsfähige Software nur die halbe Miete ist. Der entscheidende Faktor für den ROI eines Kunden ist die Qualität der Implementierung“, erklärt Geschäftsleiterin Anne Klein der agorum® Software GmbH. „Mit den neuen Academy-Inhalten geben wir Anwendern, Entwicklern und Administratoren das Werkzeug an die Hand, um keine bloßen Installationen vorzunehmen, sondern echte, wertschöpfende Lösungen auf Basis modernster KI-Technologie zu designen.“