Vom PDF zum strukturierten Datensatz
Die Herausforderung für den Mittelstand ist fundamental. Wurden Rechnungen bisher oft als einfache PDF-Dateien per E-Mail versendet, genügt dies künftig nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen der EN 16931. Die Zukunft gehört strukturierten Datensätzen wie XRechnung oder dem hybriden Format ZUGFeRD. Für Unternehmen bedeutet dies weit mehr als nur ein Software-Update: Es erfordert eine Neuausrichtung der kaufmännischen Prozesse. „Wer nicht vorbereitet ist, riskiert steuerliche Nachteile und operative Engpässe“, warnen die Experten. Die bloße Archivierung reicht nicht mehr aus; die Daten müssen valide, maschinenlesbar und revisionssicher verarbeitet werden.
Rechtssicherheit trifft auf IT-Integration
Genau an dieser Schnittstelle setzen die Referenten des Webinars an. Mit Markus Hörbelt, Rechtsanwalt und Steuerberater, sowie Annkatrin Göpfert, IT-Expertin, werden juristische Notwendigkeit und technische Machbarkeit zusammengeführt. Während die rechtliche Seite die zwingenden Fristen und Haftungsrisiken klärt, beleuchtet die technische Seite, wie diese Anforderungen nahtlos in bestehende ERP- und CRM-Landschaften integriert werden.
Prozesskosten durch Automatisierung senken
Der strategische Kern des Themas liegt jedoch jenseits der reinen Compliance. Fachleute sehen in der E-Rechnungspflicht den stärksten Treiber für die Automatisierung im Rechnungswesen. Manuelle Eingriffe, wie das Abtippen von Rechnungsdaten oder das händische Prüfen von Pflichtangaben, werden durch die strukturierten Datenformate obsolet. Moderne Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) wie agorum core können eingehende Rechnungen künftig nicht nur empfangen, sondern vollautomatisch validieren, kontieren und Workflows anstoßen.
„Die E-Rechnung ist weit mehr als eine steuerliche Vorschrift. Sie ist der Startschuss für eine Ära, in der Buchhaltung fast geräuschlos im Hintergrund läuft“, erklärt Annkatrin Göpfert, IT-Expertin bei agorum. „Unser Ziel ist es, die Komplexität zu reduzieren und den technologischen Nutzen in den Vordergrund zu stellen.“
Interessierte können sich kostenfrei zum Webinar anmelden.