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ZF erreicht Jahresziele und steigert Wettbewerbsfähigkeit

(PresseBox) (Friedrichshafen, )
  • Technologiekonzern steigert Umsatz auf 46,6 (2022: 43,8) Milliarden Euro und erreicht Finanzziele für das Jahr 2023
  • Bereinigtes EBIT liegt bei 2,4 (2022: 2,0) Milliarden Euro, bereinigte EBIT-Marge bei 5,1 (2022: 4,7) Prozent
  • ZF reduziert Netto-Verbindlichkeiten und platziert 2023 erfolgreich Anleihen im Volumen von rund 2,4 Milliarden Euro am Kapitalmarkt
  • Strategische Verbesserung der Ertragsstärke durch Performance-Programme
  • Bis 2026 sind 18 Milliarden Euro gezielte Investitionen in die Zukunft geplant
Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen AG hat seine für das Jahr 2023 gesetzten Finanzziele erreicht. Inmitten einer sehr volatilen Weltkonjunktur steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 6,5 Prozent auf 46,6 (2022: 43,8) Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT betrug 2,4 (2022: 2,0) Milliarden Euro; die bereinigte EBIT-Marge lag bei 5,1 (2022: 4,7) Prozent. Auf Basis einer positiven Entwicklung des Free Cashflow im zweiten Halbjahr hat ZF Verbindlichkeiten in Höhe von rund zwei Milliarden Euro zurückgezahlt und die Nettoverschuldung um 400 Millionen Euro auf unter zehn Milliarden Euro reduziert.

„2023 war für ZF ein Jahr weitreichender Entscheidungen: Wir haben den Transformationskurs des Unternehmens neu justiert und dabei die Themen Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft in den Fokus genommen“, sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Holger Klein bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Friedrichshafen. „Und: Dank des großen Engagements des gesamten ZF-Teams haben wir unsere finanziellen Ziele erreicht. Diesen Weg werden wir nun weitergehen. Das Jahr 2024 wird ein Jahr der Umsetzung und weiterer Weichenstellungen für mehr Fokus, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.“

Als wichtige Entscheidungen des Vorjahres nannte Klein das Vorbereiten der Zusammenführung der beiden Divisionen Pkw-Fahrwerktechnik und Aktive Sicherheitssysteme zur neuen Division Chassis Solutions, die am 1. Januar dieses Jahres erfolgt ist, und die begonnene Ausgliederung der Division Passive Sicherheitstechnik. „Die Ausgliederung der Division Passive Sicherheitstechnik schreitet gut voran“, sagte Klein. „Wir prüfen weiterhin Optionen, wie wir sie in Zukunft weiterentwickeln können – das kann einen vollständigen oder teilweisen Verkauf oder einen Börsengang beinhalten.“ Ein wichtiger Schritt war zudem die Gründung eines Joint Ventures für Pkw-Fahrwerksysteme, der ZF Chassis Modules GmbH, mit dem weltweit größten Elektronikproduzenten Foxconn.

Für die langfristige Ausrichtung des Konzerns richtungsweisend sei auch der Beschluss gewesen, auf den Bau autonom fahrender Shuttles zu verzichten und sich stattdessen auf die Positionierung als Premiumanbieter für autonome Fahrtechnologien und auf Engineering-Dienstleistungen zu konzentrieren. „Auch durch solche Entscheidungen kann ZF von einer soliden Position aus agieren und seine Strategie weiter umsetzen“, erläuterte Klein. „Die Breite unseres Portfolios erlaubt uns gezielt in ertragsstarke Wachstumsbereiche zu investieren und bei der Elektromobilität – je nach Kundennachfrage – sowohl Produkte für rein elektrische als auch für Hybrid- und konventionelle Antriebe zu liefern.“

Um weltweit wettbewerbsfähiger zu werden und auf die schwachen Märkte zu reagieren, wird sich ZF über Performance-Programme noch stärker auf die Verbesserung der Kostensituation und seiner Strukturen konzentrieren. Bis Ende 2025 soll so die Kostenbasis um konzernweit sechs Milliarden Euro reduziert werden. Maßnahmen in fünf Kernbereichen werden hierzu beitragen: dazu zählt das Generieren von Preiseffekten beim Materialeinkauf, die Steigerung der Produktivität, eine Verbesserung der Forschungs- und Entwicklungskosten sowie der Kostenstruktur in Zentralbereichen und eine genaue Prüfung der Investitionen für ihre gezielte Verwendung. „Mit dieser schlankeren Kostenbasis schaffen wir uns eine Position der Stärke, um die weitere Transformation zur Elektromobilität in der zweiten Hälfte dieser Dekade und darüber hinaus anzugehen“, sagte Klein.

Konzern entschuldet – neu emittierte Anleihen sind gefragt
Im Geschäftsjahr 2023 erreichte ZF einen Konzernumsatz von 46,6 (2022: 43,8) Milliarden Euro, ein Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Wert des Vorjahres. Organisch betrug das Wachstum neun Prozent, die Differenz ist im Wesentlichen auf Währungseffekte zurückzuführen. Mit einem organischen Umsatzwachstum von rund 20 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro (2022: 7,5 Milliarden Euro) entwickelte sich dabei die Division Commercial Vehicle Solutions besser als der Nutzfahrzeug-Gesamtmarkt, der im Vorjahr um 15 Prozent zulegte. Regional betrachtet, blieb Europa mit einem Anteil von 44 Prozent die umsatzstärkste Region, gefolgt von Nordamerika mit 28 Prozent und der Region Asien-Pazifik mit 24 Prozent.

Das bereinigte EBIT des ZF-Konzerns lag bei 2.367 (2022: 2.038) Millionen Euro, was einer bereinigten EBIT-Marge von 5,1 (2022: 4,7) Prozent entspricht. Der um M&A-Aktivitäten bereinigte Free Cashflow lag bei 1.382 (2022: 544) Millionen Euro. Die Netto-Verbindlichkeiten beliefen sich Ende vergangenen Jahres auf 9.982 (2022: 10.378) Millionen Euro; die Eigenkapitalquote hat sich vor allem aufgrund negativer Währungs- und Bewertungseffekte gegenüber dem Vorjahr von 22,1 auf 19,7 Prozent verringert.

Im Geschäftsjahr 2023 hat ZF Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt rund zwei Milliarden Euro zurückgezahlt. „Wir gehen den Schuldenabbau und die Refinanzierung systematisch und prioritär an“, betonte Finanzvorstand Michael Frick. Auf Basis des ZF Green Finance Framework erfolgten drei Anleiheemissionen: Im Februar 2023 hat ZF eine festverzinsliche grüne Euro-Anleihe in Höhe von 650 Millionen Euro unter dem Daueremissionsprogramm „Debt Issuance Program (DIP)“ ausgegeben. Im April 2023 gelang der erfolgreiche Wiedereinstieg in den US-Anleihemarkt mit einem Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar. Eine weitere grüne Euro-Anleihe wurde im September 2023 mit einer festverzinslichen Einzeltranche von 650 Millionen Euro am Markt platziert. „Diese Emissionen waren allesamt sehr gefragt. Die Märkte glauben weiter an ZF und unsere Kraft, die Transformation zu bewältigen“, sagte Frick. „An diese erfolgreichen Emissionen haben wir in diesem Jahr bereits angeknüpft, um unser Fälligkeitenprofil auch unter veränderten Rahmenbedingungen am Finanzmarkt stabil und mit langfristiger Orientierung auszurichten.“ Ein Ende Januar am Markt platzierter Green Bond mit einem Volumen von 800 Millionen Euro (fünf Jahre Laufzeit, Kupon 4,75 Prozent) war achtfach überzeichnet.

Im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) hat ZF seine Aktivitäten ausgeweitet: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen mit 3,5 Milliarden Euro leicht über dem Wert des Vorjahres von 3,4 Milliarden Euro. Die F&E-Quote erreichte 7,6 (2022: 7,8) Prozent. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 2,2 (2022: 1,9) Milliarden Euro, was einer Investitionsquote von 4,8 (2022: 4,3) Prozent entspricht.

Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte ZF weltweit 168.738 (2022: 164.869) Personen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024
Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 bleibt verhalten. Nach wie vor sind die Perspektiven geprägt von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld mit Inflation und geopolitischen Konflikten. Bei stabilen Wechselkursen und unter Berücksichtigung geplanter Unternehmenstransaktionen erwartet ZF für das Jahr 2024 einen Konzernumsatz größer 45 Milliarden Euro; dies entspricht einem organischen Wachstum von fünf Prozent. Bei erwartungsgemäßer Entwicklung der Absatz- und Beschaffungsmärkte hält das Unternehmen in Verbindung mit einer entsprechenden Steuerung der Kostenstrukturen eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 4,9 und 5,4 Prozent für erreichbar. Für den um Unternehmenstransaktionen bereinigten Free Cashflow werden über 800 Millionen Euro erwartet.

Milliardeninvestitionen für eine sichere und saubere Mobilität
Klein bekräftigte das Vorhaben von ZF, bis Ende 2026 weltweite Zukunftsinvestitionen in Höhe von fast 18 Milliarden Euro zu tätigen. Davon sollen rund 10,6 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewandt werden sowie mehr als sieben Milliarden Euro in Sachanlagen fließen. Bei einer gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit sollen von diesen Investitionen bis zu 30 Prozent in die deutschen ZF-Standorte investiert werden. Klein erläuterte dies vor dem Hintergrund der laufenden Performance-Programme: „Wir sehen die vielen Vorteile des Standorts Deutschland, wissen aber um seine Nachteile im internationalen Wettbewerb. An diesen wollen wir mit unseren Performance-Programmen gezielt arbeiten. Um wieder ganz nach vorne zu kommen, geht ZF mit Initiative, Innovationskraft und dem Willen zum Erfolg voran. Wir sind bereit, kräftig in Deutschland zu investieren, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und wir hier unsere Kostenbasis verbessern.“

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ZF Friedrichshafen AG

ZF ist ein weltweit aktiver Technologiekonzern. Das Unternehmen liefert hochentwickelte Produkte und Systeme für die Mobilität von Pkw, Nutzfahrzeugen und Industrietechnik. Mit einem umfassenden Produktprogramm beliefert ZF vor allem Automobilhersteller, Mobilitätsanbieter und neu entstehende Unternehmen im Bereich Transport und Mobilität. ZF elektrifiziert Fahrzeuge unterschiedlichster Kategorien und trägt mit seinen Produkten dazu bei, Emissionen zu reduzieren, das Klima zu schützen sowie die Mobilität sicherer zu machen. Neben den Automotive-Bereichen Pkw und Nutzfahrzeuge bedient ZF Marktsegmente wie Bau- und Landmaschinen, Windkraft, Schifffahrt, Bahntechnik und Prüfsysteme.

Im Jahr 2023 hat ZF mit weltweit rund 168.700 Mitarbeitern einen Umsatz von 46,6 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen ist an 162 Produktionsstandorten in 31 Ländern vertreten.

Weitere Presseinformationen sowie Bildmaterial finden Sie unter: www.zf.com

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