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DAX: Zwischenerholung?! -- Die aktuelle DAX-Analyse

Chartanalyse, Wochenausblick und Trading Setups

(PresseBox) (Berlin, )
Es kommt jetzt darauf an, ob es die Bullen zu Wochenbeginn schaffen, den DAX über der SMA20 zu halten. Sollte dies gelingen, so könnten erneute Versuche gestartet werden an die SMA50 bzw. das 50 % Retracement zu laufen. Entspannen würde sich das Chartbild dann, wenn es der Index es schafft, sich über der SMA50 festzusetzen. Sollte diese Bewegung abgebildet werden können, so könnte es weiter aufwärts an das 38,2 % Retracement bzw. an das Wochenhoch der Vorwoche gehen.
  • Aktuelle DAX Analyse (Kassa-basiert) am 13.04.2025: Chartanalyse, Wochenausblick, Trading Setups und mehr – für aktive Daytrader
  • Aktuelle Nachrichten zum DAX Trading / DAX Handelsideen / DAX Prognose & Ausblick
DAX Rahmenbedingungen:

Die Märkte sind in der letzten Woche ordentlich durchgeschüttelt worden. Unser Titel des letzten Wochenausblicks "Trump bestimmt die Richtung" hätte nicht treffender umgesetzt werden können als in der zurückliegenden Handelswoche! Nachdem die US-Administration zunächst gegen praktisch alle Länder der Welt Zölle erhoben haben, wurde diese wenig später wieder ausgesetzt - mit Ausnahme von China. Hier wurden die Zölle sogar drastisch erhöht. Beide Entscheidungen haben zu heftigen Ausschlägen an den Aktienmärkten geführt. Die Volatilität an den Börsen ist das eine, der massive Vertrauensverlust in die USA als zuverlässiger Wirtschaftspartner ist das andere. Am besten kann man dieses schwindende Vertrauen an den Wechselkursen sehen. Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegen können. Aber auch in der amerikanischen Wirtschaft kippt die Stimmung. Unternehmen beklagen die Unsicherheit und stellen Investitionen zurück. Investmentbanker berichten, dass reihenweise Fusionen oder Übernahmen abgesagt werden.

Alleine im Mai laufen US-Bonds im Wert von 2,75 Billionen US-Dollar aus. Bei einer aktuellen Staatsverschuldung von 36,7 Billionen US-Dollar sind das 7,5 % der Schulden, die es im kommenden Monat zu refinanzieren gilt. Die Renditen am Anleihemarkt haben in den letzten Tagen deutlich zugelegt. Damit erhöhen sich auch die Refinanzierungskosten für die USA. Ob und wann die angekündigten Einsparungen greifen, bleibt abzuwarten, entlasten aktuell aber nicht. Dazu kommt, dass die Steuererleichterungen, die die Trump Regierung bereits in der ersten Amtszeit durchgesetzt hat, verlängert worden sind. Auch diese Ausgaben erhöhen das Staatsdefizit. Das bereits riesige Haushaltsloch droht zu explodieren. In der Trump Administration zirkulieren bereits erste Vorschläge, wie mit den Treasuries umgegangen werden könnte. Anteilseigner können gezwungen werden, aktuelle Schuldverschreibungen in endlos laufende umzuwandeln. Sollte diese Idee umgesetzt werden, so wären wir in Lichtgeschwindigkeit in einer neuen Weltwirtschaftskrise.

DAX Rückblick: (07.04.2025 -11.04.2025)

Der DAX ging am Montagmorgen bei 19.702 Punkten in den vorbörslichen Handel. Der Index notiert damit 2.250 Punkte unter der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche und 639 Punkte unter dem Wochenschluss am Freitagabend der Vorwoche. Der DAX formatierte am Montagvormittag das Wochentief am 100 % Retracement. Dieses Tief wurde direkt zurückgekauft. Es ging im weiteren Handelsverlauf wieder zurück über die 20.000 Punkte-Marke. Dem Dax ist es aber nicht gelungen, sich auch über dieser Marke festzusetzen. Am Dienstagabend bröckelten die Notierungen wieder ab. Es ging deutlich abwärts. Mittwochmorgen stellte sich zwar eine kleinere Entlastungsbewegung ein, die aber keine Substanz hat. Dem Index gelang bei 19.400 Punkten eine Stabilisierung und nachfolgend moderate Erholung. Am Abend ging es mit Dynamik und mit Momentum aufwärts. Der DAX gewann innerhalb von kurzer Zeit fast 1.800 Punkte. Die Bewegung lief im Späthandel aus. Ein großer Teil der Gewinne wurde am Donnerstag wieder abgegeben. Der DAX konnte sich am Abend wieder stabilisieren und bis Freitagmorgen eine kleine Erholung abbilden, die Schwäche setzte sich zunächst weiter fort. Erst am Freitagmittag gelang es dem DAX eine weitere Erholungsbewegung abzubilden. Es ging im Zuge dessen am Abend wieder an und über die 20.600 Punkte, über die sich der Index hat, wieder festsetzen können. Der DAX ging bei 20.693 Punkten aus dem Wochenhandel.

Das Wochenhoch wurde deutlich unter der Marke der Vorwoche formatiert, das Wochentief wurde ebenfalls unter dem Level der Woche zuvor festgestellt. In keiner Handelswoche in diesem Jahr hat der DAX tiefer als in der abgelaufenen Handelswoche geschlossen. Die Range war noch einmal größer als in der Woche zuvor.

Wir hatten auf der Oberseite mit dem Überschreiten der 21.154/56 Punkte-Marke damit gerechnet, dass der DAX unser maximales Ablaufziel auf der Oberseite bei 21.179/81 Punkten anlaufen könnten. Diese Bewegung hat sich eingestellt, unser maximales Anlaufziel wurde erreicht und deutlich überschritten. Das Setup hat damit nicht gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 19.799/97 Punkte unter unser maximales Anlaufziele auf der Unterseite bei 19.784/82 Punkten.    

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