Fachanwendungen für die öffentliche Verwaltung (von A wie Angelschein bis W wie Wasserrecht) sind häufig veraltet, können nicht mehr gewartet werden und sind nur unzureichend in moderne IT-Landschaften integrierbar. Sie laufen zum Beispiel oft nur unter Windows oder auf nicht mehr wartbaren Altplattformen. Das macht sie extrem teuer. Eine kostengünstige Alternative ist quelloffene Software. Ziel ist der Aufbau eines Pools von lizenzfreien Open Source Fachverfahren. Die Systeme werden plattformunabhägig entwickelt und stehen allen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung. Die Entwicklungskosten splitten sich in geringe Beiträge. Die Kommunen zahlen ausschließlich die in Anspruch genommenen Dienstleistungen. Teure Lizenzkosten entfallen.
"Open Source bedeutet Offenheit", freut sich Wilken-Mitarbeiter Holger Engels, der die innovative Kommunalinitiative im Wilken Solution Service-Team entwickelt hat. "Und Offenheit heißt für die Kommunen: Sie sind herstellerunabhängig, können die Entwicklung beeinflussen und sogar eigene Anforderungen selbst umsetzen." Technologisch basiert dieses Framework auf der Open Source Business Library (OSBL). Da die OSBL plattformunabhängig ist, erleichtert dies auch den Einsatz von Linux in der öffentlichen Verwaltung. Letztlich sparen die Kommunen durch die gemeinsame Software-Entwicklung jenes Geld, das bislang für eine Vielzahl proprietärer Anwendungen ausgegeben wird.
Wilken übernimmt für die Gemeinden Dienstleistungen. Diese können in der Programmierung von Fachverfahren bestehen oder eine Komplettintegration der Open Source Welt in die kommunale IT-Landschaft sein. Dabei unterstützt Wilken die Kommune angefangen von der Analyse, über die Umsetzung bis hin zur Integration und Inbetriebnahme der Software. Als Kriterium dient unter anderem die Konformität zu Standards. Nach der Einführung der quelloffenen Software bleibt Wilken – auf Wunsch – Partner für Wartung und Service.