Halle: 10 / Stand-Nr.: D06
Abgesackte Betonböden und „klappernde“ Fugen in Industrieböden stellen ein großes Problem dar. Wenn die Funktionalität nicht mehr zu 100% gegeben ist, dann sind entsprechende Schadensbilder die Folge. Dies kann z.B. bei Hochregallagern und Produktionshallen bereits im Millimeterbereich der Fall sein. Hier sind Lösungen gefragt, die das Problem beseitigen und die Funktion der Böden wieder herstellen – und das möglichst ohne große Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz und bestehende Betriebsabläufe. Die Injektionshebetechnik bietet eine viel versprechende Alternative zu den meist recht aufwändigen oder nicht auf lange Haltbarkeit angelegten herkömmlichen Methoden.
Vor Jahrzehnten wurde mit der sog. FloorLift®-Methode erstmals ein Verfahren angewandt, um instabile oder abgesackte, zumeist gerissene Betonböden mittels Injektionstechnik anzuheben und zu sanieren. Dieses Verfahren, bei dem ein Expansionsharz in den Bodenaufbau injiziert wird, hat sich allmählich zu einer vielseitigen Lösung entwickelt, die auch bei der Stabilisierung von Fundamenten durch nachträgliche Verdichtung des Untergrundes Anwendung findet.
Betonboden-Hebetechnik
Dieses innovative Verfahren wurde 1980 in Finnland entwickelt, um Hohlräume unter Betonböden aufzufüllen. Aufgrund der Erfolge des Verfahrens wurden innerhalb weniger Jahre Lizenzen in verschiedene Länder Europas und in die USA vergeben. Seit 1994 wird das Verfahren auch in Deutschland erfolgreich eingesetzt. Die breite Palette der Anwendungsmöglichkeiten umfasst:
- das Auffüllen von Hohlräumen unter erdgegründeten Betonböden,
- das Stabilisieren von Untergründen und das Anheben abgesackter Betonfußböden,
- das Stabilisieren von Fugen,
- das Stabilisieren und Anheben von Hallen- und Maschinenfundamenten.
Bohren: In Betonböden werden je nach Ausgangssituation und Problemstellung Löcher mit einem Durchmesser von 12-16 mm gebohrt. In diese Bohrlöcher werden Injektionslanzen eingesetzt.
Injizieren: Über speziell entwickelte Injektionspistolen wird das Zweikomponenten-Expansionsharz unter geringem, kontrolliertem Druck injiziert. Unmittelbar nach der Vermischung reagieren die zwei Komponenten miteinander.
Expandieren: Durch diese Reaktion entfaltet das Harzsystem seine kontrollierte Expansionswirkung. Hohlräume werden aufgefüllt und der Untergrund verdichtet. Durch dosierte Injektionen und die frei werdende Expansionskraft (bis zu 10.000 kPa = 100 bar) werden z.B. abgesackte Fußböden millimetergenau angehoben. Die permanente Überwachung durch Nivellierlaser ermöglicht punktgenaue Anhebungen in engen Toleranzen. Schon kurze Zeit später ist das Harz ausgehärtet und der Boden kann wieder uneingeschränkt genutzt werden.
Der Nutzen für den Bauherren oder Objektinhaber liegt auf der Hand:
- keine Belästigung durch Schmutz oder Lärm
- kaum Einschränkungen in der Gebäude- bzw. Verkehrsflächennutzung
- keine Unterbrechung von Betriebsprozessen
- Zeit- und Kostenersparnis
URETEK ist mit seinen Technischen Beratern bundesweit verfügbar und sorgt für eine kompetente Vor-Ort-Betreuung vom ersten bis zum letzten Sanierungsschritt.