„Unsere Sachverständigen und Gutachter bei TÜV Rheinland sind dank neuer Serviceleistungen optimal auf die Herausforderungen moderner Fahrzeugtechnologien vorbereitet“, erklärt Martin Dillinger, Business Development Manager für den Bereich Schaden- und Wertgutachten bei TÜV Rheinland. „Diese neuen Lösungen ermöglichen es uns, sowohl Privat- als auch Geschäftskunden eine maximale Transparenz zu bieten und eine belastbare Grundlage für die Bewertung von Gebrauchtfahrzeugen zu schaffen. Gleiches gilt selbstverständlich auch für die professionelle Begutachtung von Unfallfahrzeugen.“
Neue Services zur Datenanalyse und Fahrzeugbewertung
Seit Februar 2026 bietet TÜV Rheinland unter dem Stichwort „INSPECTR” vier neue Dienstleistungen an. Mit einem speziellen Adapter für die On-Board-Diagnose (OBD II) lesen die Expertinnen und Experten spezifische Daten aus und stellen Kunden das Ergebnis in Form eines übersichtlichen Prüfberichts zur Verfügung.
Durch den Einsatz modernster Technologien und den gezielten Zugriff auf relevante Fahrzeugdaten bietet TÜV Rheinland eine valide und objektive Bewertung, die den Anforderungen der digitalen Mobilität gerecht wird.
So erhalten Privat- und Geschäftskunden schnell und kostengünstig vier relevante Services:
- „Fehlerspeicher INSPECTR“: Die Fehlerspeicheranalyse ermöglicht es, Informationen zum Zustand des Fahrzeugs aus den einzelnen Steuergeräten im Fahrzeug auszulesen und gibt Auskunft über aktuelle sowie gespeicherte Fehlermeldungen.
- „FIN & Laufleistung INSPECTR“: Mögliche Manipulationen und Unstimmigkeiten bei der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) und dem Kilometerstand lassen sich hiermit erkennen – beides kann die monetäre Bewertung von Gebrauchtfahrzeugen stark beeinflussen.
- „Batterie INSPECTR“: Die Analyse gibt bei elektrischen Fahrzeugen Auskunft über den Gesundheitszustand (SoH, State-of-Health) der Batterie und damit einem der zentralen Aspekte für die Bewertung von Gebrauchtwagen.
- „Datenschutz INSPECTR”: Hiermit lassen sich die persönlichen Daten von Fahrzeughalter und Fahrern entfernen – etwa beim Verkauf oder der Rückgabe eines Leasing- oder Flottenfahrzeugs.
Die Analyse des Batteriegesundheitszustands basiert auf detaillierten Daten aus dem Batteriemanagementsystem. Die Daten bieten Informationen zur aktuellen und ursprünglichen Batteriekapazität, zu gespeicherten Fehlern und zum Ladezustand. Zudem geben sie Einblicke in die Zellspannung und -temperatur sowie potenzielle Abweichungen.
„Eine unabhängige Bewertung der Batterie ist entscheidend zur präzisen Wertermittlung eines Elektroahrzeugs und schafft Transparenz sowie Vertrauen, unabhängig davon, ob es sich um private Käufer und Verkäufer, gewerbliche Kunden mit eigenen Fahrzeugflotten, Leasinggesellschaften oder Versicherungsunternehmen handelt,“ unterstreicht Experte Martin Dillinger.
Beitrag zu einem branchenweiten Standard
Bei den neuen datenbasierten Dienstleistungen setzt TÜV Rheinland zusammen mit TÜV NORD auf eine Zusammenarbeit mit ihrem Technologie-Partner Carly. Gemeinsam schaffen die Unternehmen eine Grundlage für einen einheitlichen Standard und vergleichbare Auswertungen bei der Analyse von Fahrzeugdaten.
Der Service umfasst bei TÜV Rheinland zu Beginn über 90 Prozent der relevanten Fahrzeugmodelle auf dem Markt und wird kontinuierlich erweitert.