Damit erleichtern sie die Entwicklung von Systemen in vielen Hochtechnologiebereichen erheblich. "Verteilte eingebettete Systeme sind oft sicherheitskritisch und zugleich so komplex, dass Risiken und entsprechende Abhilfemaßnahmen nur schwierig erkannt werden können. Wir wollen dies durch geeignete VR-Techniken unterstützen, um abstrakte Eigenschaften konkret greifbar zu machen", fasst Prof. Peter Liggesmeyer, Institutsleiter am Fraunhofer IESE, den Anspruch des Projekts zusammen. Während sich die Magdeburger Kollegen auf die mechanischen und elektrotechnischen Systemkomponenten konzentrieren, bilden die Software-Anteile eingebetteter Systeme den Schwerpunkt der Kaiserslauterer Partner, die das Projekt zudem mit konkreten Anwendungsszenarien, zum Beispiel aus der Fahrzeugtechnik, unterstützen. "Alternative Produktentwürfe vergleichen und neuralgische Punkte früh erkennen, wird dank der Projektergebnisse in Zukunft durch wenige Blicke in den 'Cyberspace' möglich sein", unterstreicht Prof. Karsten Berns von der TU Kaiserslautern den innovativen Ansatz.
Dass an dem im Rahmen der BMBF-Initiative "Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern" initiierten Projekt auch westdeutsche Partner mitwirken, begrüßt man in Kaiserslautern: "Hier ergänzen sich vorhandene Kompetenzen einfach optimal, erst das macht den Erfolg möglich", meint der Vizepräsident für Forschung und Technologie der TU Kaiserslautern, Prof.
Burkard Hillebrands. Zudem könne das Projekt der Prototyp einer gelungenen gesamtdeutschen Forschungskooperation werden und damit die Rolle Deutschlands als Weltmarktführer im Maschinen- und Anlagenbau nachhaltig stärken, so Hillebrands weiter.
VIERforES ist eines von sechs durch das BMBF geförderten Vorhaben im Rahmen seiner Initiative "Spitzenforschung und Innovation in den neuen Ländern".
Von den insgesamt rund 7,5 Mio. Euro für die Jahre 2008 bis 2010 gehen 2,5 Mio. Euro zu fast gleichen Teilen an die Technische Universität Kaiserslautern sowie das Fraunhofer IESE, die übrigen Mittel fließen an die Otto-von-Guericke-Universität und das Fraunhofer IFF in Magdeburg.