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thyssenkrupp Steel Europe AG Kaiser-Wilhelm-Str. 100 47166 Duisburg, Germany http://www.thyssenkrupp-steel-europe.com
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Neues Kennzeichnungssystem LESS für CO2-arm hergestellten Stahl: thyssenkrupp Steel erhält LESS-Zertifikat

(PresseBox) (Duisburg, )
  • thyssenkrupp Steel hat die Verifizierung des Low Emission Steel Standard „LESS“ erfolgreich abgeschlossen.
  • LESS ermöglicht einen transparenten Vergleich der CO2-Emissionen bei der Stahlherstellung und schafft ein Bewertungssystem für CO2-reduzierte Produkte.
  • Der TÜV Nord, als unabhängiges Prüfinstitut, bescheinigt dem über die konventionelle Route produzierten warmgewalzten Stahl von thyssenkrupp Steel bereits die Einstufung in die Labelstufe D.
  • Perspektivisch wird nach Umsetzung der Direktreduktionstechnologie unter Wasserstoffeinsatz die Klassifizierung A und nach der zusätzlichen Dekarbonisierung der Vorkette „Near Zero“ angestrebt.
thyssenkrupp Steel hat die Verifizierung des Low Emission Steel Standard (LESS) erfolgreich abgeschlossen. Damit erhält das Unternehmen als einer der ersten Stahlhersteller das LESS-Zertifikat.

Der Low Emission Steel Standard ist das transparente Kennzeichnungssystem für CO2-reduzierten Stahl. Damit gibt es für die deutsche Stahlindustrie erstmals einheitliche und ambitionierte Regelungen für klimafreundlichen Stahl. Dank eines überprüfbaren Standards und einer verlässlichen Definition werden die Fortschritte der grünen Transformation vergleich- und bewertbar. Es geht dabei nicht ausschließlich um die Dekarbonisierung einer einzelnen Branche: CO2-armer Stahl trägt auch zur Emissionsreduktion in zahlreichen nachgelagerten Wertschöpfungsketten bei. Stahlkunden erhalten mit dem neuen Kennzeichnungssystem alle zentralen Informationen, um ihren Einkauf hinsichtlich der eigenen Klimaschutzziele zu steuern.

Die Entwicklung des Labels erfolgte unter Einbeziehung der Sichten aller relevanten Stakeholder und wurde wissenschaftlich durch namhafte Forschungseinrichtungen begleitet. LESS baut auf dem Ansatz der Internationalen Energieagentur (IEA) auf, der klare und vergleichbare Daten zu Emissionen liefert und so weltweit Transparenz und Zusammenarbeit ermöglicht. Diesen Ansatz haben die G7-Minister:innen bereits 2022 als robusten Startpunkt anerkannt – damit ist LESS von Beginn an international anschlussfähig.

„Wir müssen nun weitere Impulse auf der Nachfrageseite setzen, um die Dekarbonisierung der Stahlindustrie voranzubringen. Denn eine nachhaltige Zukunft für unsere Branche setzt voraus, dass eine klare Nachfrage nach klimafreundlich produzierten Stahlerzeugnissen entsteht. Ein effektiver Weg, diese Nachfrage anzuregen, ist der Aufbau grüner Leitmärkte für klimafreundliche Produkte. Entscheidend dafür ist eine transparente und verbindliche Klassifizierung emissionsreduzierter Stähle – ein Anspruch, der nun mit LESS realisiert wird,“ erklärt Dennis Grimm, Sprecher des Vorstands bei thyssenkrupp Steel.

LESS teilt Stähle basierend auf den bei ihrer Herstellung entstehenden CO2-Emissionen und dem verwendeten Schrottanteil in Kategorien von A bis E sowie „Near Zero“ ein. Klasse A steht für besonders klimafreundliche Stähle, während Klasse E in der Regel die konventionellen Hochofenrouten ohne zusätzliche Optimierungsmaßnahmen abbildet. Stahlprodukte, die nahezu CO2-frei produziert werden und deren Roh- und Einsatzstoffe in der vorgelagerten Lieferkette dekarbonisiert sind, können die beste Klasse „Near Zero“ erreichen.

Die Prüfung von teilnehmenden Stahlunternehmen durch eine externe, anerkannte Kontrollstelle ist wichtiger Bestandteil und Signal für die Unabhängigkeit und Seriosität der LESS-Klassifizierung. Bei der Verifizierung von thyssenkrupp Steel wurde durch den TÜV Nord warmgewalzter Stahl gemäß den Anforderungen des LESS-Regelwerks geprüft, wobei bereits die Klassifizierungsstufe D erreicht wurde.

Zukünftig strebt thyssenkrupp Steel mit seinen direktreduzierten bluemint®-Produkten durch die innovative Kombination aus Direktreduktionsanlage und Einschmelzern unter Wasserstoffeinsatz die Einstufung nach LESS in Kategorie A an. In einer Übergangsphase, in der die Direktreduktionsanlage mit Erdgas betrieben wird, kann bereits eine Einstufung in Kategorie C erreicht werden. Perspektivisch ist es das Ziel, nach der Dekarbonisierung der Vorkette – bestehend aus Emissionen aus der Materialgewinnung, der Bereitstellung der eingesetzten Energien sowie den Transportemissionen – die Klassifizierung „Near Zero“ zu erreichen.  

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