Während in den vergangenen Jahren Cloud-basierte Plattformen im Fokus standen, wird die EuroShop 2026 eine neue Realität zeigen: Moderne Stores benötigen lokale Intelligenz, um den steigenden Anforderungen an Geschwindigkeit, Datenschutz, Betriebssicherheit und Effizienz gerecht zu werden.
Warum der Store 2026 lokale Intelligenz braucht
Der Druck auf den Einzelhandel steigt:
- steigende Energiekosten
- zunehmende Diebstahlquoten
- Personalmangel
- höhere Erwartungen der Kunden
- strengere Datenschutzanforderungen
Entscheidungen wie:
- Ist ein Regal leer?
- Ist eine Kasse überlastet?
- Droht ein Diebstahl?
- Soll die Klimaanlage gedrosselt werden?
- Welche Produkte passen zu dieser Kundin – genau jetzt?
Smart Mirrors: Personalisierung ohne Cloud-Abhängigkeit
Ein besonders sichtbares Beispiel für diesen Wandel sind Smart Mirrors mit lokaler KI, wie sie auf der EuroShop 2026 verstärkt zu sehen sein werden.
Diese intelligenten Spiegel analysieren:
- Körpermaße und Passform
- Farben, Schnitte und Styles
- Verfügbare Artikel im Store
Die KI läuft lokal auf Edge-Hardware im Store:
- DSGVO-konform
- latenzfrei
- ausfallsicher
- ohne Abhängigkeit von externer Konnektivität
Genau hier setzt Edge Computing an.
Edge Computing ermöglicht genau dieses Zusammenspiel:
- Daten werden direkt im Store verarbeitet
- KI-Modelle laufen lokal
- sensible Video- und Kundendaten bleiben im Gebäude
- nur aggregierte Ergebnisse werden an zentrale Systeme weitergeleitet
Neue Geschäftsmodelle für den Handel entstehen jetzt.
Die EuroShop 2026 wird zeigen, dass Edge Computing nicht nur Kosten senkt – sondern völlig neue Business-Modelle ermöglicht:
Shrinkage-as-a-Service
KI-gestützte Diebstahlerkennung im Store, abgerechnet nach erreichter Reduktion der Inventurverluste.
Checkout-Performance-as-a-Service
Self-Checkout-Systeme, die Wartezeiten, Fehlbuchungen und Abbrüche in Echtzeit optimieren – bezahlt nach Durchsatz und Conversion.
Store-Energy-Optimization-as-a-Service
Edge-basierte Steuerung von Licht, Kühlung und Klimatisierung auf Basis von Kundenströmen und Außentemperatur – mit garantierten Einsparungen.
Personalized-Experience-as-a-Service
Smart Mirrors und In-Store-KI, die Beratung, Conversion und Warenkorbgröße steigern – gemessen am realen Verkaufserfolg.
In all diesen Modellen wird nicht mehr Hardware verkauft. Es wird Leistung, Effizienz und Verfügbarkeit verkauft.
Die unterschätzte Herausforderung hierbei sind Betrieb und Skalierung.
Der wahre Engpass liegt nicht in Kameras, Spiegeln oder KI-Modellen – sondern im Betrieb tausender verteilter Edge-Systeme.
Ein Händler mit 500 Filialen betreibt schnell:
- 5.000+ Edge-Knoten
- Millionen Sensor-, Video- und Interaktionsdaten
- Hunderte Software-Versionen
- komplexe Sicherheits- und Compliance-Regeln
Hier entscheidet sich, ob ein Retail-Edge-Projekt ein Pilot bleibt – oder zur skalierbaren Plattform wird.
Edge als Betriebssystem für den Handel
Genau deshalb rücken auf der EuroShop 2026 Edge-Plattformen in den Fokus, die:
- Geräte bereitstellen
- Software ausrollen
- Sicherheitsrichtlinien durchsetzen
- Systeme überwachen
- und Geschäftsmodelle ermöglichen
Fazit:
Die EuroShop 2026 wird zeigen:
Der Store der Zukunft ist kein digitalisierter Raum – er ist ein autonomes, edge-gesteuertes System.
Unternehmen, die jetzt in lokale Intelligenz, skalierbare Plattformen und Edge-Architekturen investieren, werden nicht nur effizienter – sie werden neue Umsatzmodelle erschließen.
Der Handel 2026 wird nicht von der Cloud entschieden.
Er wird im Store entschieden.