Kaum ein Betrieb ist zu klein, um mit Automatisierung die Effizienz zu steigern – wenn die Lösungen passen. Auf der Hannover Messe 2026 stellt der Hardware-, Software- und Automatisierungsspezialist Rittal den Wire Terminal WT L vor, der besonders die Anforderungen kleinerer und mittlerer Steuerungs- und Schaltanlagenbauer erfüllt. Mit dem neuen Drahtkonfektionier-Vollautomaten hat Rittal Automation Systems eine deutlich kompaktere Alternative zum größeren Wire Terminal WT C entwickelt. Beide Systeme teilen die bewährte Plattform und liefern identische Prozesssicherheit und Qualität. Mit dem neuen System werden die Vorteile einer vollautomatisierten Drahtherstellung schon mit geringerer Investition erreichbar. Die neue Maschine beschleunigt die Drahtkonfektionierung um das bis zu 11-Fache. Erhebliche Zeitersparnis bei der Drahtbereitstellung führen zu deutlich kürzeren Durchlaufzeiten, reduzierten Prozesskosten und einer spürbaren Entlastung des Fachpersonals. Die Amortisationszeit liegt bei 2,5 Jahren, wenn die jährliche Produktion 150 Schaltschränke mit jeweils 500 Drähten umfasst.
„Der Bedarf an Prozessoptimierung ist unabhängig von der Betriebsgröße, genau wie die Knappheit an Fachkräften. Mit Rittal Automation Systems sehen wir uns in der Verantwortung, auch kleinen und mittleren Betrieben die Möglichkeit zu geben, fit für den hohen, digital getriebenen Automatisierungsgrad des zukünftigen Steuerungsbaus zu werden“, sagt Thorsten Eberz, Leiter Product Management bei Rittal Automation Systems: „Wir sind dazu im engen Austausch mit Kunden aller Größen, zum Beispiel in den weltweit wachsenden Rittal Application Centers und über unser Partner-Netzwerk.“
Effizienz und Flexibilität für kleinere Fertigungen
Der Funktionsumfang des neuen Systems umfasst das Ablängen, Beschriften sowie die Aderendbehandlung der Drähte. Beim WT L kommen die grundlegenden Technologien des etablierten WT C wie das servomotorische Crimpmodul oder die präzise Drahteinführung mit RFID gestütztem Drahteinzug zum Einsatz – mit kompakterem Formfaktor auf 2 m2 Stellfläche und einem für kleinere Betriebe angepassten Drahthandling. Die Fokussierung auf einen 12-fach Drahteinzug und ein einziges Drahtausgabesystem reduziert Komplexität und Investitionskosten, ohne die funktionalen Kernvorteile für kleinere und mittlere Betriebe stark einzuschränken.
Die neue Maschine kommt in zwei Produktlinien und deckt die im Schaltschrankbau üblichen Draht-Querschnitte ab: Das Wire Terminal WT L5 verarbeitet Draht-Querschnitte von 0,5–2,5 mm² und führt die Aderendhülsen mit Kunststoffkragen aus fünf Fördertöpfen zu, während das Wire Terminal WT L10 für Querschnitte von 0,5–6 mm² ausgelegt ist und über zehn Fördertöpfe verfügt. Die Drahtausgabe erfolgt bei beiden in ein 5-faches Drahtschienensystem, in einen Drahtkettenbündler – oder schon in die Drahtfördereinheit des neuen Wire Handling Systems, das vorkonfektionierte Drähte just-in-time und just-in-sequence vom Wire Terminal per Druckluft an bis zu vier Arbeitsplätze transportiert und so die Effizienz der Systeme weiter steigert.
Nahtlose Datenintegration für den Steuerungsbau der Zukunft
Wie sein größeres Pendant übernimmt auch das neue Wire Terminal WT L alle Drahtinformationen zu einem spezifischen Schaltschrankprojekt aus Eplan. Die vollautomatische Drahtherstellung – vom Ablängen über das Beschriften bis zum Crimpen der Drähte – nutzt also konsequent den digitalen Zwilling, der durch hochwertige Daten schon beim Engineering mit Eplan entsteht. Im Zusammenspiel mit Softwarelösungen wie Eplan Smart Production oder dem Fertigungsmanagementtool RiPanel Processing Center sowie dem Wire Handling System lässt sich ein hochgradig digitalisierter und automatisierter Engineering- und Fertigungsprozess realisieren.