Der Kampf um die besten Köpfe ist entbrannt
„Die Unternehmen senden ein klares Signal: Wir wollen eigene Fachkräfte ausbilden. Noch immer befinden sich viele Betriebe auf der Suche nach geeigneten Azubis“, betont Dr. Simone Danek, Geschäftsführerin Aus- und Weiterbildung der IHK. Dies gestalte sich jedoch durch die gesunkene Zahl der Schulabgänger und Altbewerber in den letzten Jahren als nicht ganz einfach. „Der Kampf um die besten Köpfe ist entbrannt. Die Unternehmen setzen auf ein stärkeres Ausbildungs-Marketing“, so Danek. Auf der anderen Seite jedoch sei auch weiterhin das Problem mangelnder Ausbildungsreife von Bewerbern zu beklagen. Ein Teil der Unternehmen gebe Jugendlichen mit schwächeren Schulabschlüssen durchaus eine Chance, „wenn der Ausbildungswille vorhanden und erkennbar ist“. Hier gebe es aber Grenzen, da am Ende ein Facharbeiterabschluss erreicht werden müsse. Nach aktuellem Stand würden derzeit 134 Unternehmen erstmalig ausbilden und damit 242 neue Ausbildungsplätze anbieten. Grund sei auch hier die Sicherung des künftigen Fachkräftebedarfes.
Verliert den Mut nicht, Ihr werdet gebraucht!
Simone Danek: „Jugendliche, die sich noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz befinden, sollten die vielfältigen Möglichkeiten bei Kammern, Agenturen für Arbeit und auf Online-Börsen nutzen. Wir sagen: Verliert den Mut nicht, Ihr werdet gebraucht!“ Wichtig sei es, nicht am so genannten Traumberuf festzuhalten, sondern auch andere Berufsbilder und Berufe in den Blick zu nehmen. „Jugendliche, die mehrere Ausbildungsverträge in der Tasche haben, sollten sich entscheiden und die Unternehmen informieren“, appelliert Danek. So würden Unternehmen nicht durch Nicht-Antritt der Stelle enttäuscht und andere Jugendliche noch eine Chance erhalten.
Die Angebote der IHK-Lehrstellenbörse zeigen, dass Unternehmen weiter nach Auszubildende suchen. Aktuell befinden sich 284 Angebote von 163 Unternehmen, zum Beispiel für künftige Elektroniker für Betriebstechnik, Fachkräfte für Lagerlogistik, Köche, Kaufleute im Groß- und Außenhandel oder Bürokaufleute in der Börse.