Die Option, die Steuererklärung in elektronischer Form einzureichen, hat sich bei den kleinen Unternehmen mittlerweile herumgesprochen. Nur zwei Prozent haben von ELSTER noch nichts gehört. Von den 34 Prozent der kleinen Unternehmen, die keine Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen, verfasst die überwiegende Mehrheit ihre Steuererklärung in elektronischer Form. Sehr fortschrittlich sind hier die kommunalen Versorgungsunternehmen. Fast die Hälfte aller Firmen gibt ihre Steuererklärung elektronisch ab (41 Prozent). Zweidrittel aller kleinen Firmen greift auf externe Hilfe eines Steuerberaters zurück.
Nur noch vier Prozent der befragten kleinen Unternehmen tragen ihre Steuerdaten in Papiervordrucke ein. Gründe dafür sind Sicherheitsbedenken und mangelnde Beschäftigung mit der Materie der elektronischen Erfassung. Überdurchschnittlich hoch ist dabei der Anteil in den kleinen Finanz- und Versicherungsagenturen, bei denen 15 Prozent die Formulare noch handschriftlich ausfüllen.
Schnellere Abwicklung und weniger Eingabefehler
Hauptvorteil der elektronischen Steuererklärung ist für 46 Prozent der Befragten die Zeitersparnis beim Ausfüllen der Formulare am Rechner. Durch die elektronische Übermittlung der Daten an das Finanzamt entfällt das manuelle Übertragen vom Papier in den Rechner. Somit lassen sich Eingabefehler vermeiden. 41 Prozent der befragten Unternehmer glauben an eine schnellere Bearbeitung seitens des Finanzamtes, da bei der elektronischen Übermittlung die zeitaufwändige Dateneingabe per Hand entfällt. 34 Prozent halten es für vorteilhaft, dass die Daten jederzeit schnell verfügbar und abrufbar sind. Immerhin 40 Prozent der kleinen Unternehmen sehen jedoch in der elektronischen Steuererklärung keine Vorteile gegenüber der Papierform.
Die Umfrage wurde im Rahmen der Panelstudie «Microsoft Trendbarometer für kleine Unternehmen» erhoben. Das Marktforschungsinstitut TechConsult untersucht darin die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen kleiner Unternehmen, Aspekte der Unternehmensführung sowie die Nutzung von Informationstechnologien in Firmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Die Panelstudie basiert auf einer repräsentativen Anzahl von Interviews, die TechConsult monatlich mit kleinen Unternehmen und Organisationen führt. Dabei werden besonders die Branchen Industrie, Dienstleistungen, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Energie- und Wasserversorgung sowie Telekommunikation betrachtet.