Digitale Handlungsfähigkeit als sicherheitspolitische Aufgabe
„Die sicherheitspolitische Zeitenwende ist auch eine digitale Aufgabe“, sagte Michael Hagedorn, CEO der Materna Group, zur Eröffnung. „Staatliche Handlungsfähigkeit entsteht heute aus digitalen Architekturen, verlässlichen Datenlagen und der Fähigkeit, auch unter Druck fundierte Entscheidungen zu treffen. Wir investieren gezielt in diese Fähigkeiten und übernehmen Verantwortung dort, wo digitale Lösungen auch unter Belastung zuverlässig funktionieren müssen.“
Lösungen für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen
Künftig werden 23 Mitarbeitende am Standort Koblenz Lösungen für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen entwickeln und betreiben. Dazu zählen Lagebilder aus verteilten Datenquellen, geschützte Kommunikationswege sowie digitale Systeme für Führungs- und Logistikprozesse. Sie schaffen Transparenz über Ressourcen, Transportwege und Infrastrukturzustände und ermöglichen so koordinierte Entscheidungen auch unter Zeitdruck. Die Entscheidung für Koblenz fiel bewusst, denn die Nähe zu zentralen Einrichtungen von Bundeswehr und Verwaltung schafft kurze Wege für Zusammenarbeit und Umsetzung.
Operative Verantwortung vor Ort
Ulrich Bötzel, Senior Vice President Defence, wird seine Aktivitäten künftig auch vom Standort Koblenz aus verantworten. Er betonte die Ausrichtung des Standorts: „Koblenz steht für operative Verantwortung. Wir entwickeln hier Lösungen, die auch unter Krisenbedingungen funktionieren – von Lagebildern bis hin zu stabilen Prozessen und sicherer Kommunikation.“
Auch aus sicherheitspolitischer Perspektive wurde die Rolle digitaler Systeme hervorgehoben. In seiner Keynote sprach Generalmajor a. D. Dr. Michael Färber über die Bedeutung digitaler Souveränität für moderne Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen sowie über die Notwendigkeit interoperabler und belastbarer Systeme. „Die Digitalisierung sicherheitsrelevanter Strukturen wird zunehmend zur Grundlage digitaler Souveränität“, sagte Färber.