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Robotik von morgen braucht Leichtbau von heute

Symposium zeigt wie KI, Automatisierung und Composites bereits heute industrielle Anwendungen prägen und warum der Mensch dabei im Mittelpunkt bleiben muss

(PresseBox) (Augsburg, )
Mit dem Symposium „Shaping Tomorrow: Automatisierung. Robotik. Humanoide.“ hat MAI Carbon des Composites United e. V. gemeinsam mit der Digitalagentur Team23 zentrale Zukunftsthemen der industriellen Wertschöpfung aufgegriffen. Deutlich wurde: Automatisierung ist längst mehr als klassische Robotik, humanoide Systeme entwickeln sich mit hoher Dynamik weiter und Composites übernehmen eine Schlüsselrolle, wenn es um leichte, integrierte und leistungsfähige Strukturen geht. Zugleich bleibt der Mensch der entscheidende Maßstab – technologisch, organisatorisch und gesellschaftlich.

Augsburg wurde mit dem Symposium „Shaping Tomorrow“ zum Treffpunkt für Industrie, Forschung und Technologieentwicklung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Automatisierung, Robotik und humanoide Systeme künftig in industrielle Prozesse integrieren lassen – und welche Rolle der Leichtbau dabei spielt. Aus Sicht von MAI Carbon wurde deutlich: Viele Anwendungen sind bereits in der Praxis angekommen, doch die eigentliche Transformation beginnt dort, wo Materialinnovation, KI und Systemverständnis zusammenwirken.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung setzte Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales, mit einer Videobotschaft ein politisches Signal für die Relevanz von Automatisierung, Robotik und Zukunftstechnologien. Er unterstrich dabei die Bedeutung von Innovation, digitaler Souveränität und Leichtbau als zentrale Bausteine für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Bayern.

„Wir sehen sehr klar, dass die Zukunft der Automatisierung im Zusammenspiel von Mensch, Maschine, KI und Material liegt. Composites können dabei ein echter Enabler sein, weil sie neue Freiheitsgrade für leistungsfähige und zugleich effiziente robotische Systeme schaffen“, sagt Sven Blanck, Geschäftsführer MAI Carbon.

Die Beiträge des Symposiums machten deutlich, dass Automatisierung heute deutlich weiter reicht als die klassische Roboterzelle. KI-gestützte Prüfprozesse, adaptive Anlagenregelungen, digitale Zwillinge oder automatisierte Zerspanung zeigen, wie Produktion effizienter, resilienter und nachhaltiger werden kann. Besonders relevant ist dabei der menschenzentrierte Ansatz der Industrie 5.0: Systeme müssen sich stärker an den Menschen anpassen – nicht umgekehrt. Gerade in einer Zeit hoher Veränderungsdynamik braucht es deshalb nicht nur technologische Leistungsfähigkeit, sondern auch Orientierung, Transparenz und Akzeptanz.

Composites eröffnen neue Freiheitsgrade in der Robotik

Eine zentrale Rolle spielen dabei Composites. Die insgesamt zehn Fachvorträge zeigten eindrucksvoll, dass Faserverbundwerkstoffe in der Robotik längst kein Zukunftsversprechen mehr sind, sondern bereits reale Anwendungen ermöglichen – etwa in Exoskeletten, hochfunktionalen Greifern oder hybriden Roboterstrukturen. Ihre Stärken liegen im Leichtbau, in hoher Dauerfestigkeit, in Dämpfungseigenschaften sowie in der Möglichkeit, Funktionen zu integrieren. Sensorik, Leitungsführung, Bauteilkonsolidierung und neue architektonische Ansätze lassen sich mit Composites gezielt zusammenführen.

Für die nächste Generation robotischer Systeme sind genau diese Eigenschaften entscheidend: geringes Gewicht, hohe Dynamik, robuste Performance und Multifunktionalität. Es zeigt sich damit einmal mehr, dass innovative Werkstoffe nicht nur Komponenten verbessern, sondern ganze Systemkonzepte neu ermöglichen können.

Der Mensch bleibt Maßstab für Technologieeinsatz und Akzeptanz

Gleichzeitig wurde offen benannt, wo die Herausforderungen liegen. Humanoide Systeme faszinieren, ihre industrielle Nutzung ist jedoch noch mit Hürden verbunden. Zuverlässigkeit, Energieversorgung, Integrationsaufwand, Trainingsdaten, Wartung sowie fehlende regulatorische und sicherheitstechnische Standards bremsen derzeit den breiten Einsatz.

Eine wichtige gesellschaftliche Perspektive setzte Prof. Dominik Bösl in seiner Keynote: Je stärker Maschinen menschliche Eigenschaften spiegeln, desto stärker beeinflussen Design, Form und Interaktion unsere Wahrnehmung von Vertrauen, Verantwortung und Identität. Die Frage ist daher nicht nur, was technisch machbar ist, sondern auch, wann humanoide Formen sinnvoll sind – und wann sie vor allem zusätzliche Komplexität erzeugen. Das Symposium hat damit ein klares Signal gesetzt: Die Zukunft von Automatisierung und Robotik entsteht im Zusammenspiel von Mensch, Maschine und Material.

Dank an Kooperationspartner und Aussteller

MAI Carbon des Composites United e. V. dankt Team23 für die gemeinsame Organisation und die vertrauensvolle Zusammenarbeit bei der Umsetzung des Symposiums. Ein besonderer Dank gilt zudem den Ausstellern KI Produktionsnetzwerk, isento, Team23 und Bayern Innovativ, die mit ihren Beiträgen und ihrer Präsenz wichtige zusätzliche Impulse für Austausch, Einordnung und Vernetzung gesetzt haben.

MAI Carbon

Der Spitzencluster MAI Carbon des Composites United e.V. (CU) ist die bayerische Abteilung des CU und entstand 2012 im Rahmen der Spitzenclusterförderung des BMBF und wird noch heute vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Seitdem hat sich MAI Carbon zu einem international bekannten Netzwerk mit dem Schwerpunkt multimaterialer Leichtbau und Faserverbundtechnologie entwickelt und vereint ca. 110 Mitglieder aus verschiedenen Branchen. Durch seine intensiven Aktivitäten im Forschungs- und Entwicklungsbereich ist es MAI Carbon mit seinen Partnern gelungen, die Region zu einem global sichtbaren Innovationstreiber zu entwickeln. Weitere wichtige Handlungsfelder sind Internationalisierung, Bildung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für die Mitglieder.

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