Entsprechend der Vereinbarungen erhält Kaspersky Lab mit dem Erwerb von Spamtest die Kontrolle über sämtliche Projektbereiche. Dazu gehört vor allem die Spamtest-Technologie selbst - eine Methode zum Erkennen und Filtern unerwünschter Massen-E-Mails, die auf der Analyse des E-Mail-Inhaltes basiert. Das Hauptelement des Projekts stellt der Spamtest-Filter dar, der zur Analyse der Korrespondenz mehr als 15 unterschiedliche Methoden zur Spam-Erkennung verwendet, die auf Linguistik, Grafik und Signaturen basieren.
Das linguistische Labor von Spamtest, das rund um die Uhr in Echtzeit E-Mails analysiert, aktualisiert seine Datenbanken alle 20 Minuten. Der Filter ist mit einem Durchlauf von bis zu 2.000.000 E-Mails pro Tag besonders leistungsfähig (beim Einsatz auf einem mittleren Server mit Intel Pentium 2.4 Mhz, 1GB RAM), was die Technologie auch für die größten Service-Provider interessant macht. Insgesamt durchlaufen täglich zwischen 40 und 60 Millionen E-Mails die Spamtest-Filter - das sind etwa zwei Milliarden im Monat. Spamtest schützt derzeit rund 30 Millionen Mail-Boxen in Russland und im Ausland.
Das Labor erhält und analysiert pro Tag 150.000 bis 200.000 Spam-Beschwerden von Provider-Kunden. Die Spam-Erkennungsrate beträgt derzeit zwischen 95 und 97 Prozent, bei einer False-Positive-Rate von praktisch 0. Die Spamtest-Technologie wird bereits heute innerhalb der Kaspersky Anti-Spam-Produktlinie genutzt.
Neben der Spamtest-Technologie schließt die Akquisition auch den Netzwerk-Service Spamtest.ru, der kostenlose online-Scans der E-Mail-Korrespondenz bietet, sowie das wöchentlich erscheinende elektronische Journal "Spamtest" ein.
Die Zusammenarbeit der beiden russischen Unternehmen begann bereits 2002 mit dem Launch der ersten Version des Spamtest-Filters. Damals erwarb Kaspersky Lab von Ashmanov & Partners die Lizenz zur Verwendung des Filter-Kernels. Die dreijährige Zusammenarbeit war produktiv - neben Kaspersky Anti-Spam Enterprise Edition und Kaspersky Anti-Spam ISP Edition wurde auch ein Tool für Heimanwender entwickelt, das als Kaspersky Anti-Spam Personal innerhalb der Kaspersky Personal Security Suite angeboten wird.
"Für Kaspersky Lab ist die Akquisition des Spamtest-Projektes der erste Kauf in der Firmengeschichte", so CEO Natalya Kaspersky. "Die Vorteile des Zukaufs liegen auf der Hand: Wir können die Spamfilter-Technolgie nun noch tiefer in unsere Entwicklungen integrieren und damit die Funktionalität und Qualität unserer Produkte steigern, wir haben unser Kapital erhöht und eine Technologie eingekauft, die für ein Unternehmen wie Kaspersky Lab und seine Kunden von höchstem Wert ist. Wir sind uns über die Herausforderungen des Akquisitionsprozesses bewusst und werden die Übernahme für die bestehenden Spamtest-Kunden so reibungslos als möglich gestalten."
"Wir sind der Ansicht, dass das Geschäft für beide Seiten vorteilhaft ist: Kaspersky Lab macht einen natürlichen Schritt, indem es Sicherheitstechnologien konsolidiert", sagt Igor Ashmanov, CEO von Ashmanov & Partners. "Aufgrund des ausgezeichneten Rufs von Kaspersky Lab, der großen Verbreitung seiner Produkte und Dienstleistungen in Russland und im Ausland sowie der technologischen und finanziellen Ressourcen kann das Unternehmen durch den Zukauf der Anti-Spam-Technologie Großes erreichen."