Innovation bedeutet, das Unplanbare planvoll zu adressieren. Diese Aufgabe kollidiert mit den Routinen von Unternehmen und Organisationen. In Gestaltungsprozessen ist der Umgang mit Unsicherheit und ergebnisoffenes Handeln jedoch die Regel. Daher können gestalterische Methoden und Haltungen als "Creative Problem Solving" in viele Bereiche übertragen werden, in denen die Fähigkeit zur Innovation über die Zukunftsfähigkeit entscheidet.
Ziel ist die Ermöglichung radikaler Innovation, die grundsätzlich neue Perspektiven für die strategische Ausrichtung von Organisationen, sowie neue Produkte und Services erzeugt. Im Kontext der Dynamisierung durch digitale Medien kommen zusätzliche Aspekte wie soziales Kapital und emergente Prozesse hinzu.
"Innovationskraft ist ein Erfolgsfaktor wettbewerbsfähiger Unternehmen. Aber nur die Innovationen, die durch gestalterisches Einfühlungsvermögen die Bedürfnisse der Zielgruppe antizipieren sowie die kontextspezifische Anwendungssituationen berücksichtigen, werden am Markt bestehen.", so der Forschungsleiter des Innovationszentrums für Digitale Kommunikation am IEB, Sebastian Schmidt. "Aus der jahrelangen Forschungsarbeit des IEB sind für Unternehmen gut anwendbare Methoden entstanden. Dies umfasst sowohl die systematische Einbeziehung verschiedenster Zielgruppen über digitale Kommunikationskanäle im Sinne der Mass Collaboration bzw. des Crowdsourcing, bis hin zu einem Open Innovation Prozessmodell.", ergänzt Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer, Leitender Direktor des IEB.
Vorgestellt werden daher in einem 2tägigen Workshop am IEB am 25./26. Juni 2010 Methoden wie Enabling Spaces, Scope and Drilldown, Cultural Probes, Reframing, attitude - practise - knowledge, Blue Print Maps, Crowdsourcing / Open Innovation und Social Media / People Studies. Anhand von Übungen und Fallbeispielen werden mit den Teilnehmern unterschiedliche Ziele und Qualifikationen von Innovationsarbeit diskutiert und exemplarisch vertieft. Begleitet wird der Workshop von Innovationsexperten und Referenten der Universität Wien, theLivingCore, der Kunsthochschule für Medien Köln, framework identity Berlin/Kopenhagen sowie des IEB an der Universität der Künste Berlin.