Dann kommt hier eine gute Nachricht: Moderne Ausbildungen funktionieren anders. Sie orientieren sich viel stärker an der Berufspraxis und vermitteln – auch im schulischen Teil – Kenntnisse und Fähigkeiten, die im beruflichen Alltag wirklich gebraucht werden. Vorbei sind die Zeiten, in denen Azubis als billige Hilfskräfte gesehen wurden. Ganz besonders gilt dies für eine spezielle Form der Ausbildung: die Umschulung.
Zwei Jahre zum IHK-Abschluss: So funktioniert eine Umschulung
Eine Umschulung ist eine verkürzte berufliche Neuorientierung für Menschen, die bereits Berufserfahrung mitbringen. Sie richtet sich an diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können, nach einer längeren Auszeit den Wiedereinstieg planen oder deren Berufsfeld sich verändert hat oder gar verschwindet.
Anders als eine klassische Ausbildung dauert eine Umschulung nur etwa zwei Jahre in Vollzeit – und führt dennoch zu einem vollwertigen, von der Industrie- und Handelskammer (IHK) anerkannten Berufsabschluss. Das bedeutet: gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt, gleiche Anerkennung bei Arbeitgebern – nur der Weg dorthin ist effizienter und passt besser zu Menschen mit Lebenserfahrung.
Teilzeit-Umschulung: Flexibel zum Ziel
Noch flexibler wird es mit der Teilzeit-Variante. Hier absolvieren Sie dieselbe Ausbildung, lernen dieselben Inhalte und erwerben denselben IHK-Abschluss – nur eben in angepasstem Tempo. Konkret bedeutet das: Der Unterricht findet vormittags statt (meist von ca. 9:00 bis 14:00 Uhr). Die Gesamtdauer verlängert sich dadurch auf rund 34 Monate.
Der Clou: Dank moderner Technik findet der Live-Unterricht im virtuellen Seminarraum statt – und bei Zustimmung des Kostenträgers und der zuständigen Kammer können Sie sogar bequem von zu Hause aus teilnehmen.
Kinderbetreuung, Pflege, Privatleben: Für wen sich Teilzeit lohnt
Für wen ist dieses Modell besonders interessant? Vor allem für Menschen, die ihre berufliche Neuorientierung mit anderen wichtigen Verpflichtungen vereinbaren müssen. Eltern, die Kinderbetreuung und Ausbildung unter einen Hut bringen wollen. Alleinerziehende, für die Vollzeit schlicht nicht machbar ist. Menschen, die Angehörige pflegen. Oder alle, die einfach mehr Raum für ihr Privatleben brauchen.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Sie entwickeln sich beruflich weiter, ohne familiäre Verpflichtungen zu vernachlässigen, und bauen nebenbei ein wertvolles Netzwerk mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen auf. Der Abschluss bleibt dabei identisch mit dem einer Vollzeit-Umschulung: Arbeitgeber schätzen den IHK-Abschluss, und die Karriereperspektiven sind exzellent.
Rundum-Betreuung: Vom ersten Gespräch bis zum Jobeinstieg
Das Institut für Berufliche Bildung (IBB) bietet ein umfassendes Paket für Teilzeit-Umschulungen. Dabei spielen Kosten keine Rolle: In den meisten Fällen ist die Umschulung zu 100 Prozent kostenfrei – finanziert über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit, des Jobcenters oder anderer Kostenträger wie Krankenkassen oder Rentenversicherungen. Voraussetzung ist, dass die Umschulung hilft, Arbeitslosigkeit zu beenden, den drohenden Jobverlust abzuwenden, einen fehlenden Berufsabschluss nachzuholen oder sich nach Krankheit beruflich neu zu orientieren.
Dazu kommen Erfolgsprämien von bis zu 2.500 Euro bei bestandener Abschlussprüfung sowie jeweils 1.000 Euro für die Zwischenprüfung und 1.500 Euro für die Abschlussprüfung nach dem Weiterbildungsstärkungsgesetz.
Das IBB begleitet vom ersten Beratungsgespräch bis zum erfolgreichen Abschluss: kostenlose Beratung, Unterstützung bei der Beantragung des Bildungsgutscheins, Probekurse zum Kennenlernen, sozialpädagogische Begleitung während der gesamten Umschulungszeit und Hilfe bei der Jobsuche dank eines großen Netzwerks an Partnerunternehmen. Die nötige Hardware – etwa ein Laptop für den virtuellen Unterricht – wird selbstverständlich gestellt. Interessierte finden Informationen zu Teilzeit-Umschulungen unter www.ibb.com.