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Wie aus ihrem HSB-Studium "Andenkraft" wurde – und ein Pitch vor Millionen

(PresseBox) (Bremen, )
Sie haben sich in ihrem Studium an der Hochschule Bremen (HSB) kennengelernt und gemeinsam ihr Start-up "Andenkraft" gegründet, das es mit einem Pitch in „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. In der Fernsehsendung stellen sich Start-ups vor möglichen Investor:innen und einem Millionenpublikum vor. Maren Tiemerding und Justinian Gomez Moreno sind Absolvent:innen des internationalen Studiengangs Global Management (ISGM). Mit "Andenkraft" vertreibt das Paar in Oldenburg bio-zertifizierte Superfoods und nachhaltige Lebensmittel. Sie werden in den Anden Perus aus der Wurzel Yacon als natürlicher Zuckerersatz gewonnen. Warum Peru? Justinian Gomez Moreno hat dort seine familiären Wurzeln. Im Interview berichten sie, dass es ihnen um mehr geht als ihre Produkte, was sie antreibt und wie sie von ihrer Zeit an der HSB profitiert haben.

Frau Tiemerding, Herr Gomez Moreno, wann und wie kam Ihnen die Idee für Ihr Start-up?

Der Wunsch, unternehmerisch tätig zu werden, war bei uns beiden schon früh da, allerdings aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Maren ist in einer Unternehmerfamilie aufgewachsen und hat dadurch früh erlebt, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, Dinge aufzubauen und wirklich etwas zu bewegen. Für sie war Unternehmertum nie nur ein Beruf, sondern immer auch eine Möglichkeit, aktiv zu gestalten. Bei Justinian entstand der Wunsch noch vor dem Studium während seiner ersten Ausbildung zum Außenhandelskaufmann. Ihm wurde klar, dass er Unternehmertum als Hebel nutzen möchte, um etwas Sinnvolles aufzubauen, insbesondere mit Blick auf die Herkunft seiner Familie in Peru. Die konkrete Idee zu "Andenkraft" ist dann aus genau dieser Verbindung entstanden: Justinian ist direkter Nachfahre der Inka und mit dem traditionellen Wissen über Pflanzen aus den Anden aufgewachsen. Gleichzeitig hat Maren ihre Perspektive auf moderne Ernährung, insbesondere zuckerarme Ernährung und Darmgesundheit, mit eingebracht. "Andenkraft" ist für uns genau die Schnittstelle daraus: jahrhundertealtes Wissen aus den Anden – übersetzt in Produkte, die in unseren heutigen Alltag passen.

Hat Sie jemand an der HSB dabei unterstützt?

Die HSB hat uns vor allem durch das Umfeld geprägt und durch viele Erfahrungen, die sich ergänzt haben. Sehr dankbar sind wir für die mehrmonatige Unterstützung vom Gründungsservice Freiraum@HSB, als alles noch eine Idee war. Dieser Support war sehr hilfreich, genauso wie die Hochschulinitiative BRIDGE in Bremen. Besonders prägend war für uns der Auslandsaufenthalt, der fest zum Studium gehört. Dort haben wir gelernt, mit Unsicherheit umzugehen, uns immer wieder aus der Komfortzone zu bewegen und neue Perspektiven einzunehmen. Genau das ist im Unternehmertum essenziell. Rückblickend würden wir sagen: Die HSB hat uns nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem den Raum gegeben, Dinge auszuprobieren und genau das war entscheidend.

So ein Start-up zu gründen erfordert Mut und Durchhaltevermögen. Was treibt Sie an?

Für uns geht es bei "Andenkraft" um deutlich mehr als nur Produkte. Uns treibt an, dass wir ein System verändern können: Wir wollen zeigen, dass Ernährung auch einfach, natürlich und gleichzeitig genussvoll sein kann – ohne Industriezucker und ohne Verzichtsdenken. Gleichzeitig haben wir durch unser Geschäftsmodell die Möglichkeit, echten Impact zu schaffen: durch faire Zusammenarbeit mit Kleinbauern in Peru und durch unser Wasserprojekt, mit dem wir in den kommenden Jahren bis zu 100.000 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen wollen. Diese Kombination aus unternehmerischem Wachstum und gesellschaftlicher Verantwortung ist für uns der größte Antrieb.

Und ganz ehrlich: Unternehmertum ist selten linear. Es braucht Mut, Durchhaltevermögen und vor allem die Fähigkeit, immer wieder Lösungen zu finden. Genau das reizt uns.

Was hat Ihnen der Auftritt bei der „Höhle der Löwen“ gebracht?

„Die Höhle der Löwen“ war für uns ein echter Meilenstein. Zum einen natürlich durch die enorme Reichweite: Wir konnten Millionen Menschen zeigen, dass es natürliche Alternativen zu Zucker gibt und gleichzeitig die Geschichte hinter Andenkraft erzählen.

Zum anderen hat uns die Teilnahme strategisch weitergebracht: Der Austausch mit erfahrenen Investor:innen, das Feedback und die Gespräche danach haben uns geholfen, Andenkraft auf das nächste Level zu denken.

Für uns war aber besonders wichtig: Wir wollten nicht nur ein Produkt pitchen, sondern auch die Menschen dahinter sichtbar machen, unsere Kleinbauerfamilien in Peru und die Idee, Wirtschaft und Verantwortung miteinander zu verbinden. Und genau dafür war die Bühne ideal.

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Hochschule Bremen

Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft und Wirtschaft. Sie bietet zukunftssichere und innovative Studieninhalte sowie grundlagen- und praxisorientierte Forschung. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit über 200 Partner:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Mit ihrer internationalen Ausrichtung hat die HSB eine umfassende Vernetzung mit rund 360 Partnerhochschulen weltweit. Sie ist eine von nur wenigen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland, die Teil einer von der EU geförderten Europäischen Universität sind: der Hochschulallianz STARS EU (Strategic Alliance for Regional Transition European University). Die HSB bietet ein breites Spektrum an über 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Gesundheitswissenschaften und zählt knapp 9.000 Studierende. Das International Graduate Center (IGC) ist eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.

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