Welche Rolle spielen nachhaltige Bauweisen beim Umbau von Bestandsgebäuden? Dieser Frage haben sich die Architekturstudierenden im vergangenen Wintersemester im ehemaligen Postgebäude der 1970er Jahre im Stadtteil Kattenturm gewidmet. Das Gebäude steht prototypisch für seine Zeit und ist, wie viele Bauwerke dieser Art, vom Abriss bedroht. Die für den Erhalt erforderliche Transformation, Neuinterpretation oder Instandsetzung des Bestandes haben die Studierenden anhand baulicher Interventionen untersucht. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den Materialien, mit denen entworfen und gebaut wird: Zum einen haben die Studierenden Wissen über nachhaltige Baustoffe gesammelt, zum anderen haben sie an Entwürfen und Experimenten vor Ort überprüft, wie diese Baustoffe mit dem Bestandsgebäude in Beziehung treten und welche Wirkung sie entfalten.
Sechs konzipierte 1:1-Interventionen
Unter dem Titel „POST POST – nachhaltig umbauen“ präsentieren die Architekturstudierenden nun ihre Ergebnisse und zeigen ihre sechs konzipierten 1:1-Interventionen, die mit nachhaltigen Bauweisen experimentelle Ansätze für den Umgang mit einem vom Abriss bedrohten Bestandsgebäude erproben.
Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
Die studentischen Arbeiten sind im Rahmen des Masterprojektes „Material + Ökologie" unter der Leitung von Professorin Dr. Daniela Konrad und dem Dozenten Matthis Gericke entstanden. Kooperationspartner:innen sind: Baukreisel, Bauteilbörse Bremen, Bildungswerkstatt für nachhaltige Entwicklung e.V., Björn Heemann (Heemann NaturBau.GmbH), onmatter, Quartiersmanagement Kattenturm, Jun.-Prof. Tim Simon-Meyer (Konstruktives Entwerfen und Erproben, Bauhaus Universität Weimar), ZZZ — ZwischenZeitZentrale. Gefördert wird das Projekt von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
Hinweis an die Medien:
Medienvertreter:innen können um 10:30 Uhr oder 15:30 Uhr Bildaufnahmen machen und Interviews mit Studierenden sowie Dozent:innen führen. Ort: Gorsemannstraße 22, Bremen-Kattenturm. Ansprechperson ist Professorin Dr. Daniela Konrad (Kontakt siehe unten).
Weitere Informationen: