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Nachhaltige Aquakultur und Bioökonomie: Rektor der HSB ernennt Dr. Stephan Ende zum Honorarprofessor

(PresseBox) (Bremen, )
Ein Experte vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) bringt praxisnahe Innovationen in die Biologie der Hochschule Bremen (HSB) – mit Fokus auf KI-gestützte und nachhaltige Aquakultur, sauberes Wasser und Zero-Waste-Systeme. Dr. Stephan Ende wurde vom Rektor der HSB zum Honorarprofessor ernannt. Er lehrt im Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie (ISTAB). Dort hat der Wissenschaftler selbst vor vielen Jahren studiert und arbeitet seit einigen Jahren bereits als Lehrbeauftragter.

Dr. Stephan Ende hat einen ungewöhnlichen Weg zurückgelegt: Geboren in Gifhorn in Norddeutschland und nach einer Ausbildung als Industriemechaniker bei einem Automobilhersteller und Zivildienst fand er über seine Leidenschaft für die Natur und das Angeln den Weg in die Biologie. „Ich wusste schnell: Ich will nicht in der Automobilindustrie arbeiten“, erinnert sich der 50-Jährige. Sein Studium im Internationalen Studiengang Technische und Angewandte Biologie (ISTAB)an der Hochschule Bremen (HSB) war der erste Schritt.

KI, Algen und Zero-Waste – Forschung für die Zukunft der Meereswirtschaft

An der Hochschule Bremen lehrt Stephan Ende die Module Aquakultur und Bioökonomie – eng verknüpft mit seiner Arbeit am AWI in Bremerhaven, wo er seit 2016 tätig ist. „Mein Ziel: effiziente und nachhaltige Ressourcennutzung – von Energie und Wasser bis hin zu den Tieren selbst“, sagt er. Mit KI-Anwendungen in der landbasierten Garnelenzucht erkennt er Stress frühzeitig bei den Tieren und optimiert das Fütterungsmanagement. „Das steigert das Tierwohl, senkt das Futteraufkommen und reduziert Emissionen – ein wichtiger Schritt hin zu klimaresilienter Produktion.“

Ein weiterer Schwerpunkt: die biologische Reinigung von Wasser. „Algen binden Schwermetalle und Salze – und das mit einem geringen Energieaufwand“, betont der Wissenschaftler. Gemeinsam mit der Wirtschaft arbeitet er daran, dieses Potenzial in marktfähige Lösungen zu überführen.

„Ich möchte zeigen, was mit einem ISTAB-Abschluss möglich ist“

Für ihn ist die Rückkehr an die Hochschule Bremen mehr als eine berufliche Entscheidung: „ISTAB war mein Ausgangspunkt. Ich möchte etwas von dem geben, was ich erlebt habe – und zeigen, dass nachhaltige Innovationen auch im Alltag funktionieren.“

Rektor Prof. Dr. Konrad Wolf: „Wir freuen uns sehr, dass Dr. Stephan Ende seine Expertise und Erfahrung an unsere Studierenden weitergibt. Mit seiner Kombination aus Forschung, Praxis und Leidenschaft für die Natur begleitet er die Studierenden nicht nur fachlich, sondern auch als Vorbild. Besonders freue ich mich, dass wir mit Stephan Ende einen Alumnus für unsere Lehre und Forschung gewinnen konnten.“ Die Honorarprofessur von Dr. Stephan Ende beginnt am 1. April 2026.

Master und Promotion in Südafrika und den Niederlanden

Stephan Ende hat nach seinem Biologie Studium an der HSB seinen Master an der Rhodes Universität in Südafrika zum Thema Aquakulturpotenzial der Seezunge absolviert. Danach bekam er direkt eine Stelle als Juniorwissenschaftler an der Universität Wageningen in den Niederlanden und promovierte dort. Seit 2016 arbeitet er am AWI in Bremerhaven. Übrigens ist nicht nur Stephan Ende ein Alumnus der HSB: Auch seine Frau hat hier den europäischen Studiengang Wirtschaft und Verwaltung (ESWV) studiert. „Wir haben uns an der Hochschule Bremen kennengelernt und jetzt vier gemeinsame Kinder“, sagt er.

 

Weitere Informationen:

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Die Hochschule Bremen (HSB) – City University of Applied Sciences macht Wissenschaft für die Praxis und leistet einen wichtigen Transfer in die Gesellschaft und Wirtschaft. Sie bietet zukunftssichere und innovative Studieninhalte sowie grundlagen- und praxisorientierte Forschung. Durch ihre enge Zusammenarbeit mit über 200 Partner:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung sichert sie den Fachkräftebedarf für Bremen und die Region. Mit ihrer internationalen Ausrichtung hat die HSB eine umfassende Vernetzung mit rund 360 Partnerhochschulen weltweit. Sie ist eine von nur wenigen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Deutschland, die Teil einer von der EU geförderten Europäischen Universität sind: der Hochschulallianz STARS EU (Strategic Alliance for Regional Transition European University). Die HSB bietet ein breites Spektrum an über 70 Studiengängen in Ingenieurs-, Natur-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Gesundheitswissenschaften und zählt knapp 9.000 Studierende. Das International Graduate Center (IGC) ist eine exzellente Weiterbildungsadresse für Young Professionals aus der ganzen Welt und Berufstätige aus der Region.

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