Ab 2045 dürfen in Deutschland keine fossilen Brennstoffe wie Öl und Erdgas mehr eingesetzt werden. Bremen will bereits 2038 klimaneutral sein. Ende Februar hat die Bundesregierung jedoch neue Gesetze zur künftigen Wärmeversorgung angekündigt, die auch in Zukunft Gas- und Öl-Heizungen erlauben. Durch diese neuen Vorgaben drohen Kostenfallen: Wer heute in eine Gasheizung investiert, könnte morgen ohne Gasnetz dastehen. Und wer am Netz bleibt, zahlt immer mehr, je mehr Haushalte abspringen. In der Informations- und Diskussionsveranstaltung zeigen die Veranstalter:innen auf, welche Auswirkungen die neuen Regelungen für die Wärmewende haben. Außerdem erläutern sie, wie das Heizen mit Erdgas für Verbraucher und Verbraucherinnen zu einer Kostenfalle wird. Betroffen sind sowohl Eigenheimbesitzer:innen, Wohnungsgesellschaften sowie Privatvermieter:innen und insbesondere Mietende, die von den Entscheidungen ihrer Vermieter:innen abhängig sind.
Fachvorträge von Experten der HSB und vom Fraunhofer IFAM
In zwei einleitenden Vorträgen werden diese Aspekte aufgegriffen: Prof. Dr. Winfried Osthorst von der Hochschule Bremen stellt dar, wie die neuen Regelungen den klimaneutralen Umbau der Wärmeversorgung abbremsen. Dr. Martin Palovic vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM stellt eine aktuelle Studie vor, die die drohenden Kostensteigerungen durch die Netzentgelte erläutert.
In der anschließenden Diskussion werden Fragen und Stellungnahmen aus dem Publikum besprochen.
Weitere Informationen:
Haus der Wissenschaft
Hochschule Bremen