Der Weg zum Erfolg führt über Trends
Positive Geschichten basieren zunächst auf dem Aufspüren erfolgversprechender Trends. Dabei gilt es, fein säuberlich zwischen temporären Hypes und langanhaltenden strukturellen Trends zu unterscheiden.
Letztere wirken langfristig und unabhängig von Konjunkturzyklen. Sie weisen beständige Wachstumseigenschaften auf. Um auf die langfristigen Gewinner zu setzen und gleichzeitig die Verlierer zu meiden, ist es wichtig, die Branche und die Technologien in der Tiefe zu verstehen. Außerdem muss man äußerst selektiv vorgehen. Insofern basieren die MIG Fonds Erfolgsgeschichten zentral darauf, tektonische Verschiebungen in der Rolle als Frühphasenfinanzierer rechtzeitig zu antizipieren. So gelangen wir zu denjenigen Unternehmen, die sich heute richtig aufstellen – den Gewinnern von morgen. Sie revolutionieren Vorhandenes und sichern idealerweise künftigen Wohlstand.
Die MIG Fonds haben sich auf folgende zukunftsorientierte Megatrends fokussiert:
Automatisierung & Robotik
Ist eine Welt ohne Automatisierung überhaupt (noch) denkbar? Mehr als die Hälfte der geleisteten Arbeitsstunden sind technisch gesehen bereits automatisierbar, hat eine Studie des McKinsey Global Institute (MGI) in den USA ergeben. Dies muss jedoch nicht zu einem massiven Wegfall von Arbeitsplätzen führen, sondern vielmehr zu einer Neudefinition von Fähigkeiten und Prozessen. Mensch und Maschine – zwei Seiten einer Medaille. Durch zunehmend automatisierte Prozesse und dem Einsatz von Robotik könnte wirtschaftlicher Wert erschaffen werden – vorausgesetzt, Unternehmen passen ihre Prozesse entsprechend an. Beispiele hierfür sind der Einsatz von Robotern in der Pharmaindustrie und dem Gesundheitswesen. In der Summe kann die Automatisierung mit Robotik die Produktivität unabhängig von deren Art und Größe erheblich steigern. Die Unternehmen können sich weiterentwickeln.
Digitale Innovation für eine vernetzte Welt
Die digitale Transformation schreitet voran und bietet Chancen, indem sie neue Geschäftsmodelle durch den Einsatz moderner Technologien hervorbringt. Die Einsatzmöglichkeiten umfassen fast jede Industrie. Hier gilt es, entweder Technologieplayer mit zu entwickeln oder im Wettlauf um digitale Kompetenz ins Hintertreffen zu geraten. Insbesondere die Technologieindustrie fungiert als Enabler für die Digitalisierung anderer Branchen und als entscheidender Treiber der fortwährenden Digitalisierung von Prozessen und Geschäftsmodellen. Studien beziffern ein deutliches Wachstum des Marktes für Technologien zur digitalen Transformation in den kommenden Jahren.
Biotechnologie & Medizintechnik
Es klingt banal und ist doch so zentral. Aspekte der Gesundheit und der medizinischen Forschung werden die kommenden Jahrzehnte prägen. Der technologische Fortschritt ermöglicht Therapien, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Die Biotechnologie steht im Zentrum dieser Entwicklung. Dabei ist sie nicht isoliert zu betrachten. Digitalisierung und Künstlichen Intelligenz eröffnen parallel Möglichkeiten, einen entscheidenden Beitrag bei der Suche nach Lösungen für Herausforderungen zu leisten, die uns alle betreffen.
Zwischenfazit: MIG Fonds kreisen um das Aufspüren struktureller Trends, deren Bedeutung künftig noch augenscheinlicher werden. Hier haben wir die Möglichkeiten, uns im Netzwerk mit namhaften Partnern frühzeitig einzubringen und für nachhaltigen Impact zu sorgen. So kann wirtschaftlicher Erfolg mit Weitblick gelingen.
MIG Fonds Erfolgsgeschichten – Beispiele für (technologiegetriebenes) Wachstum in unserem Beteiligungsuniversum
Unser Portfolio umfasst viele Beteiligungen in den zentralen Zukunftssektoren. Das eröffnet Möglichkeiten und diversifiziert. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht alle aussichtsreichende Start-ups den erhofften Erfolg bringen. Unsere (ehemaligen) Portfoliounternehmen BioNTech, Ganymed Pharmaceuticals, Siltectra, IQM Quantum Computers und Immatics sind Beispiele für erfolgreiche Deep-Tech- und Biotechnologie-Start-ups.
Was verbindet sie? Sie zeigen typische Entwicklungsmuster (technologieorientierter) Unternehmen: wissenschaftliche Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen, frühe Finanzierung durch Venture Capital sowie Skalierung über Börsengänge und/oder strategische Unternehmensübernahmen. Diese Unternehmen sind Sinnbild für den Transfer wissenschaftlicher Innovationen in zukunftsfähige Technologien und ihre Integration in globale Märkte.
BioNTech
Das 2008 gegründete Biotechnologieunternehmen BioNTech entwickelt mRNA-basierte Therapeutika und personalisierte Immuntherapien gegen Krebs und Infektionskrankheiten. Internationale Bekanntheit erlangte das Unternehmen durch die Entwicklung eines mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffs in Kooperation mit Pfizer. Der Börsengang an der Nasdaq im Herbst 2019 ermöglichte eine erhebliche Ausweitung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Eine HMW Erfolgsgeschichte, da die investierten MIG Fonds durch ihr frühes Investment Ausschüttungen an ihre Anleger realisierten, die sich auf insgesamt über 750 Mio. Euro summierten.
Ganymed Pharmaceuticals
Ganymed Pharmaceuticals wurde um die Jahrtausendwende gegründet und hatte sich auf die Identifizierung monoklonaler Antikörpertherapien zur gezielten Behandlung von Tumorerkrankungen spezialisiert. Die Entwicklung des Unternehmens wurde über mehrere Finanzierungsrunden mit Venture Capital unterstützt. 2016 übernahm der japanische Pharmakonzern Astellas Pharma das Unternehmen für 422 Mio. Euro zuzüglich möglicher Meilensteinzahlungen. Die Transaktion gilt als bedeutender strategischer Exit im deutschen Biotechnologiesektor.
Siltectra
Das Dresdner Deep-Tech-Unternehmen Siltectra entwickelte eine Technologie zum sogenannten „Kaltspalten“ von Silizium-Wafern. Diese Methode ermöglicht eine effizientere Nutzung von Halbleitermaterial und erhöht die Ausbeute in der Chip- und Solarzellenproduktion. Nach der technologischen Entwicklung bis zur industriellen Reife wurde Siltectra 2018 vom Halbleiterkonzern Infineon Technologies übernommen, der die Technologie in seine Fertigungsprozesse integrierte. Mit dem Verkauf dieses MIG-Portfoliounternehmens an Infineon wurden mehr als 120 Millionen Euro erlöst. Die investierten MIG Fonds haben demnach das investierte Kapital in der Summe mehr als versiebenfacht.
IQM Quantum Computers
Das finnisch-deutsche Start-up IQM Quantum Computers, gegründet im Jahr 2018, entwickelt supraleitende Quantencomputer und liefert komplette Hardwarelösungen für Forschungseinrichtungen und Hochleistungsrechenzentren. Mehrere internationale Finanzierungsrunden unterstützen die technologische Skalierung. Seit 2019 ist das Unternehmen Teil unseres Portfolios. Als nächster Wachstumsschritt will das Unternehmen, dessen Umsatz im vergangenen Jahr bei mindestens 35 Mio. Euro lag, bereits im Sommer via SPAC (Börsenmantel) an der Technologiebörse Nasdaq notiert sein. Die angestrebte Bewertung liegt bei 1,8 Mrd. Dollar.
Immatics
Das Tübinger Biotechnologieunternehmen Immatics ist auf die Forschung von T-Zell-basierten Immuntherapien zur Behandlung von Krebs spezialisiert. Grundlage der Technologie ist die Identifikation tumorspezifischer Antigene sowie die Entwicklung entsprechender T-Zell-Rezeptoren zur gezielten Erkennung und Zerstörung von Krebszellen. Im Jahr 2020 ging Immatics über eine Fusion mit einer SPAC-Gesellschaft an die Nasdaq. Das Unternehmen kooperiert mit internationalen Pharmaunternehmen. Seit 2010 ist Immatics Teil unseres Portfolios. Das vergangenen Geschäftsjahr 2025 war für das Unternehmen herausfordernd, verglichen mit einem Nettogewinn von ca. 15 Mio. Euro im Vorjahr. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell (März 2026) bei ca. 1,3 Mrd. USD.
Einordnung in das Venture-Capital-Ökosystem
Die genannten Unternehmen verdeutlichen zentrale Merkmale durch Venture Capital-Finanzierung. Mit zunehmender technologischer Reife erfolgt die Skalierung über internationale Partnerschaften, Börsengänge oder strategische Übernahmen durch Industrieunternehmen.
Diese Entwicklung zeigt die wachsende Bedeutung von Deep-Tech- und Biotechnologieunternehmen für die wirtschaftliche Verwertung wissenschaftlicher Innovationen in globalen Technologie- und Gesundheitsmärkten.
Was Investoren aus den MIG Fonds Erfolgsgeschichten lernen können
Lässt sich Erfolg verallgemeinern? Gibt es ein Erfolgsrezept, nach dem wir bei den MIG Fonds verfahren? So einfach ist die Welt nicht. Die Beispiele aus dem Beteiligungsportfolio legen dar, dass viele Faktoren zusammenkommen (müssen), die das Wachstum ermöglichen und Grundlage zukunftsfähigen Fortschritts sind.
Chancen:
• Langfristiges Wachstum
• Steigende Unternehmenswerte
• Aufbau von Wettbewerbsvorteilen
Risiken:
• Lange Investitionszeiträume
• Marktrisiken durch technologische oder wirtschaftliche Veränderungen
• Unternehmensspezifische Risiken
Was möchten Anleger? Im Idealfall ein gelungenes, positives Investment! Insofern kommt dem Renditeaspekt eine zentrale Bedeutung zu. Erfolgreiche Exits wie BioNTech oder Ganymed führten zu hohen Ausschüttungen – nicht in jedem Fonds gleichermaßen, aber in der Summe als Beleg dafür, dass sich Wagniskapital auch für Privatanleger lohnen kann. Neben dem monetären Aspekt ist die ideelle Komponente nicht zu vernachlässigen. Menschen handeln und haben Erwartungen, wie die Zukunft auch für die nächsten Generationen lebenswert sein soll. Genau diesen Ansatz berücksichtigt der Impact-Gedanke eines Investments. Es geht um eine positive Veränderung in der Art, wie wir im komplexen Ökosystem leben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass Anleger nicht nur über die reine wissensbasierte Vermittlung erreicht werden können, sondern den praktischen Nutzen einer Innovation sehen, erleben und erfahren. Das schafft Nähe.
Den Faktoren Vertrauen und Reputation kommen in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle zu. Bekanntlich ist der Ruf das größte Pfund von Unternehmen. Diese können ihren Ruf stärken und ihren Wert positiv beeinflussen, indem sie die Erwartungen und Ansprüche ihrer Zielgruppe (potenziell neuer Investoren aber auch den bestehenden Anlegerkreis) verstehen, den Sinn ihres Unternehmens klar umreißen und mit der Zielgruppe in Kontakt treten, um Standpunkte zu relevanten Themen klar und eindeutig zu kommunizieren. Hier tragen die MIG Fonds Erfolgsgeschichten dazu bei, Vertrauen aufzubauen, zu stärken und das bei allen Stakeholdern.
Fazit
Es ist schwierig, die Eingangsfrage nach der Planbarkeit vom Faktor Erfolg eindeutig zu beantworten. Viele Puzzleteile ergeben das Gesamtbild und manchmal liegt der Erfolg außerhalb der eigenen Einflusssphäre. Dennoch: Die MIG Fonds Erfolgsgeschichten eint das frühzeitige und tiefe Verständnis von Disruption in zentralen Sektoren. Hier lässt sich ansetzen und weitere Start-ups ausfindig machen und mitfinanzieren, die potenzielle Gewinner von morgen sein können. Neben dem fundierten Know-how, einem engmaschigen Draht zu den Entscheidungsträgern, dem Kontakt zu namhaften Co-Investoren ist es für den Erfolg mitentscheidend, klar und transparent zu kommunizieren. Anleger wissen, das jede Medaille zwei Seiten hat.
FAQ – was sind MIG Fonds Erfolgsgeschichten?
MIG Fonds Erfolgsgeschichten zeigen Beteiligungen im Portfolio, die langfristig Wachstum, Bewertung und strategische Fortschritte erzielen.
Welche Kennzahlen werden für die Bewertung genutzt?
Umsatzwachstum, Unternehmensbewertungen und Marktanteile zählen zu den wichtigsten Indikatoren.
Wie lange dauert es, bis sich eine Erfolgsgeschichte zeigt?
Beteiligungen entwickeln sich oft über mehrere Jahre, bevor Fortschritte als Erfolg messbar sind.
Können alle Beteiligungen zu Erfolgsgeschichten werden?
Nicht jede Beteiligung wird erfolgreich. Diversifikation ist entscheidend, um Risiken zu minimieren.