Früher als die meisten hat sich das HDT (Haus der Technik) der neuen Energieträger und Antriebskonzepte gleich aus mehreren Blickwinkeln angenommen. Zusätzlich zu stark nachgefragten Seminaren und Tagungen rund um Elektroantrieb, Batterietechnik und Verkehrswende beschäftigt sich Deutschlands ältestes technisches Weiterbildungsinstitut intensiv mit den veränderten Bedingungen für Feuerwehren und Rettungskräfte. Batteriebrände bei E-Autos stehen hier ebenso im Mittelpunkt wie beispielsweise Stichflammen aus Gasdruckbehältern bei Gas- und Wasserstofffahrzeugen.
Forum für neue, praxistaugliche Konzepte beim Umgang mit Hochenergie-Batterien
„Mit unserer Tagung ‚Brände von Hochenergie-Batterien vorbeugen, erkennen, kontrollieren, löschen und entsorgen‘ schaffen wir ein Forum, auf dem aktuelle Erkenntnisse aus der Sicherheitsforschung zum Umgang mit neuen Energieträgern aus Sicht des Brandschutzes vorgestellt werden“, erläutert der verantwortliche HDT-Fachbereichsleiter Dipl.-Ing. Kai Brommann. „Passend zu unserem Motto ‚Aus der Praxis und für die Praxis‘ beruhen die Inhalte auf den Learnings aus realen Einsätzen und spiegeln zudem Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen verschiedener Verbände wider“, so Brommann weiter.
Ein Hauptaugenmerk liegt bei geschlossenen (urbanen) Räumen, die einen direkten oder indirekten Bezug zum Verkehrssektor besitzen, also etwa Straßentunnel, Tiefgaragen, Busdepots oder Parkhäuser – mit und ohne Ladeinfrastruktur. Vermittelt wird einerseits ein Überblick zu relevanten Normen und Regelwerken sowie zu aktuellen Entwicklungen und Konzepten bei der Gefahrenabwehr.
Den vollständigen Produktlebenszyklus im Blick
Überdies erfahren Teilnehmende alles Wissenswerte zur Entstehung, Ausbreitung und Eindämmung eines gefährlichen Thermal Runaway (Thermisches Durchgehen) bei Lithium-Ionen-Batterien.
„Nach Besuch der Tagung verfügt man über ein Verständnis der möglichen Gefahren neuer Energieträger in jeder einzelnen Phase des Produktlebenszyklusses – von der Beschaffung bis hin zur Entsorgung – und kann dieses Wissen im Rahmen von Brandschutzkonzepten in die gesamte Planung einfließen lassen“, erklärt der stellvertretende HDT-Fachbereichsleiter Dipl.-Ing. Frank Adamczyk.
Die HDT-Tagung erfüllt die Voraussetzungen der Fortbildung für Brandschutzbeauftragte nach DGUV Information 205-003, vfdb 12-09/01 bzw. VdS 3111 mit 16 Unterrichtseinheiten.
Nächster Termin ist der 25. - 26. März 2026 im Essener Haus der Technik. Genaue Programmdetails finden sich auf der HDT-Website:
https://www.hdt.de/hochenergie-batterien
HDT-Gesamtprogramm Brandschutz:
https://www.hdt.de/brandschutz