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Handwerkskammern starten „Next Generation Handwerk“

Betriebsnachfolge statt Betriebssterben

(PresseBox) (Stuttgart, )
Rund 50.000 Betriebe in Baden-Württemberg stehen in den nächsten zehn Jahren zur Übergabe an – neues Landesprojekt bringt Übergebende und Nachfolgeinteressierte zusammen und macht fit für die Selbstständigkeit.

In Baden-Württemberg steht das Handwerk vor einer gewaltigen Aufgabe: In den kommenden zehn Jahren müssen rund 50.000 Betriebe eine Nachfolge finden – sonst droht vielen das Aus. Damit aus drohenden Schließungen neue Chancen entstehen, starten die acht baden-württembergischen Handwerkskammern das Landesprojekt „Next Generation Handwerk“. Ziel ist es, mit einer Kommunikationskampagne mehr Menschen für die Übernahme eines bestehenden Betriebs zu gewinnen und sie dann praktisch zu unterstützen: mit kostenfreier Beratung, einer neuen Matching-Plattform und der „Generation-H-Academy“ als Qualifizierungsangebot für angehende Betriebsinhaberinnen und -inhaber. Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen der Kampagne „Nachfolge BW“ gefördert.

„Muss ein Betrieb schließen, wird eine großartige Chance vertan, denn die Übernahme einer am Markt etablierten Firma bringt vor allem in der Startphase zahlreiche Vorteile“, erklärt Gabriele Hanisch, Geschäftsführerin Unternehmensservice bei der Handwerkskammer Region Stuttgart und Projektleitung „Next Generation Handwerk“.

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen mehr Menschen für die Selbstständigkeit begeistern und für die Betriebsnachfolge im Handwerk gewinnen und ihnen zugleich das Handwerkszeug geben, eine Übernahme professionell, sicher und erfolgreich umzusetzen“, betont Peter Friedrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart. „Deswegen sprechen wir gezielt über Social Media Quereinsteiger oder Beschäftigte in der Industrie an, die sich nach neuen sinnvollen Aufgaben umsehen.“ Denn jede gelungene Nachfolge sichere Betriebe, Arbeitsplätze, Ausbildung und regionale Wertschöpfung – und biete große persönliche Karrierechancen für Übernehmende.

Übernahme als Starthilfe

Dass eine Nachfolge den Start erleichtern kann, wissen Dennis Benesch und Sergej Hilgenberg aus eigener Erfahrung. Sie haben den Betrieb Dürr GmbH Elektroanlagen in Weil der Stadt übernommen – und würden es wieder tun. „Du startest nicht bei null. Du hast bestehende Kunden, laufende Anfragen und funktionierende Strukturen“, sagt Benesch. Gleichzeitig habe er im Prozess gelernt, dass Nachfolge kein Soloprojekt sein muss: „Niemand muss alles allein lösen. Beratung einzufordern ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität.“ Die Handwerkskammer unterstützte unter anderem bei der Strukturierung des Vorhabens und bei betriebswirtschaftlichen Fragen – von der Finanzierung bis zum späteren Check-up.

Was „Next Generation Handwerk“ bietet

Egal ob junge Meisterinnen und Meister, Talente aus dem Quereinstieg oder Frauen: Mit dem Projekt „Next Generation Handwerk“ wollen die Handwerkskammern Nachfolgeinteressierte dort erreichen, wo Entscheidungen heute fallen: online. Seit März 2026 läuft eine landesweite Kommunikationskampagne mit Fokus auf Online-Marketing und Social Media, um mehr Menschen für den Schritt in die Selbstständigkeit über eine Betriebsübernahme zu begeistern.

Ein weiterer zentraler Baustein ist der direkte Zugang zu passenden Betrieben: Im Sommer 2026 soll eine Matching-Plattform speziell für das Handwerk in Baden-Württemberg online gehen, um Übergebende und Übernehmende schneller zusammenzubringen. Begleitet wird der Nachfolgeprozess durch die kostenfreie, neutrale und individuelle Beratung der Handwerkskammern, unter anderem durch geförderte Moderatoren für Betriebsnachfolge sowie betriebswirtschaftliche Beraterinnen und Berater.

Parallel setzt das Projekt auf Qualifizierung: Die neue „Generation-H-Academy“ bietet ein modulares Programm an den Standorten Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Ulm. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Inhalte, Austausch und Vernetzung – damit aus einem Plan eine tragfähige Übernahme wird. „Die Academy schließt genau die Wissenslücken, an denen Nachfolgen in der Praxis oft scheitern und macht fit für den Schritt in die Verantwortung“, so Gabriele Hanisch.

Das nächste Modul „Handwerksbetrieb kaufen & Übernahme umsetzen“ findet am 24. und 25. April 2026 in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart statt. Thematisiert werden unter anderem Übergabevarianten, Zeitplanung und zentrale Schritte bis zur Vertragsgestaltung.

Weitere Informationen unter:
https://www.nachfolge-im-handwerk.de/
https://www.hwk-stuttgart.de/next-generation-handwerk

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