Der Weg dorthin führt über die Integration der nötigen Elektronik direkt in den Mehrkomponentenaufnehmer (MKA). Während in klassischen Messanordnungen die Messverstärker im Schaltschrank installiert sind, mehrere Meter entfernt vom Kraftaufnehmer, sieht GTM große Vorteile darin, den Verstärker nah am Sensor oder gleich im Sensorgehäuse unterzubringen. Damit lassen sich teure Spezialkabel einsparen, was sich vor allem mit Blick auf MKA mit bis zu sechs Anschlüssen rechnet, die ansonsten jeweils einzeln verkabelt werden müssen. Auch Genauigkeitsverluste durch lange Signalwege fallen weg, was im Umkehrschluss zu potenziell deutlich präziseren Ergebnissen führt.
MKA-Messtechnik für Hightech-Branchen und Forschung
Für viele Anwendungen sind einachsige Kraftsensoren ausreichend, doch in komplexeren Prüfständen, z.B. im Bereich Automotive für Reifen- und Fahrwerkstests, empfehlen sich MKA. Sie erfassen Kräfte und Momente in allen drei Raumachsen, bis zu sechs Komponenten gleichzeitig. Das Ergebnis ist ein vollständiges, physikalisch sauberes Bild des Systems, in dem sie integriert sind.
Auch in der Robotik spielt MKA-Messtechnik eine immer größere Rolle, wenn es etwa darum geht, Roboter mit einem „Tastgefühl“ auszustatten, damit sie die auftretenden Kräfte besser interpretieren können. Weitere Anwendungsgebiete für MKA-Messtechnik finden sich in der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik und in Wissenschaft und Forschung, wie bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) oder in Fraunhofer-Instituten, wo Grundlagen für künftige Normen geschaffen werden.
Plug & Measure – einfaches Handling komplexer Messtechnik
Für die Integration von MKA etwa in einen Prüfstand ist bislang Expertenwissen gefragt, sei es für die korrekte Verkabelung, das manuelle Einpflegen einer Kompensationsmatrix oder der Konfiguration des Verstärkers. Mit „Plug & Measure“, wie GTM seinen Weg zur intelligenten MKA-Messtechnik nennt, erhalten Kunden eine hochpräzise MKA-Messlösung, die komplett kalibriert, kompensiert und damit in kürzester Zeit betriebsbereit ist. Weitere aktuelle Entwicklungen wie der digitale Kalibrierschein (DCC) weisen in die gleiche Richtung: Komplexe Messtechnik in der Summe anwenderfreundlicher zu machen und damit einen neuen Standard in der Messtechnik zu markieren. Smarte Kraftmesssensoren, wie sie GTM entwickelt, haben damit das Potenzial, viele Industriebranchen und auch die Wissenschaft nachhaltig zu verbessern und ein Stück präziser zu machen.