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WeMetBio 2: Wasserstoff- / Methanpilotprojekt für die Energiewende

(PresseBox) (Dresden/Nordhackstedt, )
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt „WeMetBio 2“ ist offiziell gestartet. Im Pilotprojekt soll nicht genutzte Energie aus Wind- oder Solaranlagen zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden. Anschließend wird dieser im GICON®-Rieselbettreaktor mit CO2 in erdgasähnliches Methan umgewandelt. Neben der GICON®-Gruppe sind am Projekt die Nissen Biogas GmbH, die Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und die Hochschule Flensburg beteiligt.

WeMetBio 2 steht für „Bedarfsgerechte Speicherung fluktuierender erneuerbarer (Wind-)Energie durch Integration der biologischen Methanisierung im Rieselbettverfahren“. Es ist ein Pilotprojekt für die Demonstration einer neuartigen Technologie zur Kopplung von Strom-, Wärme- und Gasnetzen. Dazu wird am Standort der Biogasanlage Nordhackstedt bei Flensburg eine Demonstrationsanlage gebaut. Die dort eingesetzte Technologie kann ein bedeutender Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland werden. Die in diesem Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse sollen als Blaupause für zukünftige Anwendungen dienen.

Hohe Methanerzeugung dank GICON®-Rieselbettverfahren

Im Rahmen des Projekts kommt das innovative und patentierte GICON®-Rieselbettverfahren zum Einsatz, das in Zusammenarbeit mit der BTU Cottbus-Senftenberg entwickelt wurde. Dabei wird regenerativ erzeugte elektrische Energie, welche aus Kapazitätsgründen nicht vom Stromnetz aufgenommen werden kann, zur elektrolytischen Erzeugung von Wasserstoff genutzt. Dieser wird im Rieselbettreaktor mit CO2 zu Methan umgewandelt. Für den Betrieb der Methanisierungsanlage wird ein Teilstrom des in der Biogasanlage erzeugten Rohbiogases als CO2-Quelle verwertet. CO2 wird auf diesem Weg gebunden und im Kreislauf geführt. Mit dem erzeugten Biomethan werden fossile Energieträger ersetzt und somit ein Beitrag zur Treibhausgasminderung geleistet. Ein besonderes Merkmal des Verfahrens ist die Erzeugung von Methan mit einer hohen Reinheit von über 95 Prozent, sodass für die weitere Verwertung nur ein geringer Nachreinigungsaufwand erforderlich ist. Somit könnte es als CNG (Compressed Natural Gas) oder LNG (Liquefied Natural Gas) in das Erdgasnetz eingespeist werden. Der Prozess lässt sich sehr flexibel betreiben und damit auf die fluktuierende Erzeugung der erneuerbaren Energien anpassen.

Demonstrationsanlage soll zwölf Monate lang arbeiten

Im Rahmen des Projektes soll eine Demonstrationsanlage errichtet und für zwölf Monate unter realen Praxisbedingungen betrieben werden. Das produzierte „grüne“ Methan ist chemisch vergleichbar zu Erdgas und kann im bereits gut ausgebauten Gasnetz gespeichert und verteilt werden. Das ist insbesondere zur Überbrückung der sogenannten Dunkelflaute oder insbesondere für die Wintermonate von großem Interesse, da auf die langfristig gespeicherte Wind- und Sonnenenergie zurückgegriffen werden kann. Alternativ ist zudem auch denkbar, dass Traktoren mit BioCNG betankt werden.

In vorangegangenen Untersuchungen im GICON®-Großtechnikum in Cottbus wurden wesentliche Kennzahlen zur Prozesscharakterisierung und Leistungsfähigkeit ermittelt. Sie stellen die Basis für die Anlagenplanung und Umsetzung der Maßstabsvergrößerung in Nordhackstedt dar. Weiterhin wurde im Vorgängerprojekt WeMetBio1 mit einer Machbarkeitsstudie bereits die Integration der Technologie als Add-on für Biogasanlagen verifiziert und perspektivisch eine positive Wirtschaftlichkeit ausgewiesen.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert. Während der dreijährigen Projektlaufzeit wird es regelmäßige Updates zum Fortschritt geben. Geplant sind zudem Workshops und Veranstaltungen vor Ort, um die Technologie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und mögliche Nachfolgeprojekte zu initiieren.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf: www.gicon.de/methanisierung

Über GICON®

Die GICON®-Gruppe ist ein führendes Ingenieurbüro aus Dresden mit Fokus auf nachhaltige Technologien und Dienstleistungen. Unter dem Motto „Engineering the Future“  unterstützt GICON® mit einem breiten Portfolio von Umwelt-, Energie- und Ingenieurdienstleistungen seine Kunden bei der Umsetzung zukunftsweisender Projekte.

Über die BTU Cottbus-Senftenberg

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg ist eine forschungsorientierte Hochschule mit Schwerpunkt auf Ingenieur-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften. Sie ist maßgeblich an der Entwicklung von Innovationen in den Bereichen Energie und Nachhaltigkeit beteiligt.

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