Mit Lösungen wie SwitchLay Interactive der Adalagic GmbH soll genau dieser Bereich effizienter gestaltet werden. Das Plug-in für Eplan Pro Panel unterstützt Anwender dabei, Betriebsmittelplatzierungen, Kabelkanäle und Halteschienen schneller und konsistenter anzupassen und bestehende Workflows intelligent zu ergänzen.
Im Vorfeld der Eplan Next26 spricht Andreas Gundacker, Geschäftsführer der CAE Expert Group, über den aktuellen Stand des digitalen Schaltschrankaufbaus, die Rolle intelligenter Automatisierung und die Herausforderungen moderner Engineering-Prozesse.
Wofür steht die CAE Expert Group?
Andreas Gundacker, Geschäftsführer der CAE Expert Group: Die CAE Expert Group steht für nachhaltige Innovation im ECAD-Engineering. Unser Fokus liegt auf praxisgerechten Lösungen zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung entlang des gesamten Engineering-Prozesses. Als herstellerunabhängiger Partner begleiten wir Unternehmen bei der Standardisierung, Digitalisierung und Automatisierung ihrer ECAD- und Schaltschrankbauprozesse – immer mit starkem Praxisbezug und technischer Tiefe.
Welche zentralen Herausforderungen prägen aktuell den Arbeitsalltag Ihrer Kunden?
Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Aufgabe, ihre Engineering- und Fertigungsprozesse zukunftssicher aufzustellen. Themen wie durchgängige Digitalisierung, steigender Wettbewerbsdruck, Fachkräftemangel und der Wunsch nach höherer Prozessstabilität spielen dabei eine zentrale Rolle. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Datenqualität, Änderungsmanagement und eine konsistente Informationsbereitstellung über den gesamten Projekt- und Fertigungsprozess hinweg.
Wie bewerten Sie den aktuellen Stand im digitalen Schaltschrankaufbau?
Der digitale Schaltschrankbau entwickelt sich derzeit stark weiter. Nach Jahrzehnten papierbasierter Prozesse rücken digitale Workflows, automatisierte Fertigungsprozesse und datengetriebene Systeme zunehmend in den Mittelpunkt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Software selbst, sondern vor allem ein konsistenter und durchgängiger Datenfluss vom Engineering bis in die Fertigung. Moderne Plattformen und Assistenzsysteme ermöglichen heute bereits eine deutlich effizientere und qualitativ hochwertigere Umsetzung im Schaltschrankbau.
Sie bieten mit dem G8-Generator eine Lösung zur Automatisierung im Engineering an. Was war der Auslöser, sich intensiv mit Generatoren zu beschäftigen?
Das Thema Schaltplankonfiguration begleitet uns seit mehr als 25 Jahren. Für uns war früh klar, dass sich enormes Potenzial in der Reduktion manueller Engineering-Tätigkeiten befindet. Gerade wiederkehrende Strukturen und standardisierte Funktionen eignen sich hervorragend für automatisierte Generierungsprozesse. Ziel war dabei nie „Automatisierung um jeden Preis“, sondern die intelligente Unterstützung des Engineers durch standardisierte und nachvollziehbare Prozesse. Ein sauber aufgebauter Konfigurationsansatz steigert Qualität, reduziert Fehlerquellen und erhöht gleichzeitig die Effizienz im Projektgeschäft.
Was passiert typischerweise nach der Generierung – wie häufig müssen Layouts noch angepasst werden?
Im mitteleuropäischen Sondermaschinen- und Sonderanlagenbau bleibt die manuelle Nachbearbeitung auch künftig ein wesentlicher Bestandteil des Engineering-Prozesses. Der Anteil kundenspezifischer Anforderungen ist oftmals sehr hoch, weshalb eine vollständig automatische Generierung in vielen Fällen weder realistisch noch sinnvoll ist. Entscheidend ist daher ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Standardisierung, Automatisierung und technischer Flexibilität. Ziel moderner Generatoren ist es, möglichst viele repetitive Aufgaben effizient abzubilden und gleichzeitig genügend Freiraum für projektspezifische Anpassungen zu schaffen.
Wenn Sie auf den heutigen Engineering-Prozess schauen: Wo wird bereits effizient gearbeitet – und wo gibt es noch klare Schwachstellen?
Das hängt stark vom jeweiligen Anwendungsfall und der Prozesslandschaft des Unternehmens ab. Pauschale Aussagen sind hier meist wenig zielführend. Grundsätzlich zeigt sich jedoch, dass Unternehmen mit einem hohen Standardisierungsgrad und klar definierten Datenstrukturen deutliche Effizienzvorteile erzielen. Große Herausforderungen bestehen häufig noch bei durchgängigen Datenflüssen, Medienbrüchen und redundanter Datenpflege zwischen verschiedenen Systemen und Abteilungen. Genau dort entstehen oftmals unnötige Aufwände und Fehlerpotenziale.
Welchen Einfluss kann eine Lösung wie SwitchLay Interactive auf Effizienz und Qualität haben?
SwitchLay Interactive unterstützt vor allem dort, wo bisher viele manuelle Schritte notwendig waren. Die Lösung reduziert Bearbeitungszeiten im Aufbauplan deutlich und erleichtert gleichzeitig die Erstellung und Anpassung von Layouts im laufenden Projektprozess. Besonders im Änderungsmanagement zeigt sich der Vorteil datengetriebener und interaktiver Prozesse: Anpassungen können schneller, nachvollziehbarer und mit höherer Konsistenz umgesetzt werden. Dadurch wird SwitchLay Interactive zu einem wichtigen Baustein für einen flexiblen und effizienten Engineering-Workflow.
Eplan Next26: Live erleben
Die Eplan Next26 ist ein neues internationales Eventformat von Eplan für die Engineering- und Automatisierungsbranche. Die Veranstaltung findet am 20. und 21. Mai 2026 im Cavalluna Park in München statt und richtet sich an Anwender, Entscheider, Maschinenbauer, Komponentenhersteller und Experten aus Industrie und Engineering.