„2025 war kein leichtes Jahr“, machte Schlegel in seiner Rede deutlich. Es war geprägt von wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischen Spannungen und einer weiterhin verhaltenen Konjunktur. Das Unternehmen musste in einzelnen Bereichen mit Kurzarbeit auf die Lage reagieren, auch wenn der Umsatz sich 2025 wieder positiv entwickelt hat. Im Branchenvergleich habe sich Schlegel besser behauptet als viele andere Anbieter der elektrischen Automation. Erste Signale zu Beginn des neuen Jahres stimmen zudem vorsichtig optimistisch.
Der Geschäftsführer ging in seiner Rede auch auf die Anfänge der Firma ein, die 1945 von seinem Großvater gegründet wurde. „Wie ist es ihm vor 80 Jahren nach dem verlorenen Weltkrieg wohl gegangen? Er hatte trotzdem den Mut, seine kleine Firma zu gründen“, sagte Schlegel. Unsere Situation sei im Vergleich dazu deutlich besser, daher wünschte sich Schlegel 2026 etwas mehr Zuversicht, mehr Realitätssinn und etwas mehr Gelassenheit.
Breite Aufstellung
Für die Zukunft sieht sich Schlegel gerüstet. Eine der zentralen Stärken bleibt die hohe Fertigungstiefe: Von Entwicklung und Werkzeugbau über Spritzguss und Montage bis hin zum Vertrieb findet ein Großteil der Wertschöpfung am Standort statt. Ergänzt wird dies durch ein breites Produktportfolio sowie kundenspezifische Lösungen. Die breite Aufstellung über unterschiedliche Branchen und die internationale Ausrichtung wirken dabei stabilisierend – vergleichbar mit einem gut diversifizierten Portfolio, so Schlegel.
Ein weiteres klares Profilmerkmal ist der Designanspruch des Unternehmens. Bei Schlegel gehören Funktionalität und Gestaltung seit jeher zusammen. Dieser Anspruch wird regelmäßig durch renommierte Auszeichnungen bestätigt. Auch 2025 hat der Elektrotechnik-Spezialist für seinen innovativen Displaytaster Flexitast zwei renommierte Designawards erhalten: den Red Dot Award und den Focus Open in Gold.
Digitaler und effizienter
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, arbeitet Schlegel an neuen Innovationen, an digitalen Lösungen und an effizienteren Prozessen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Automatisierung, die gezielt dort eingesetzt wird, wo sie wirtschaftlich sinnvoll ist. Zudem sorgen neue Planungsinstrumente für mehr Transparenz und effizientere Abläufe in der Produktion. Das neue Ideenmanagement ergänzt diesen Ansatz: Mitarbeitende bringen Vorschläge ein, um Prozesse zu verbessern oder die Zusammenarbeit im Alltag zu erleichtern.
Der wichtigste Erfolgsfaktor bleibt für die Geschäftsführung jedoch die Belegschaft. Engagement, Erfahrung und Verantwortungsbewusstsein seien das Fundament des Unternehmens. Er hob die Kultur des guten Miteinanders hervor, die bei Schlegel bewusst gepflegt wird. Ziel sei es, auch weiterhin ein verlässlicher und attraktiver Arbeitgeber in der Region zu sein.
Mit Realismus, Zuversicht und dem Willen, gemeinsam anzupacken, startet das Unternehmen ins neue Jahr. „Nicht alles wird einfach“, so Schlegel, „aber wir sind gut aufgestellt – und wir gestalten die Zukunft gemeinsam.“