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„RezyPart“: Optimierter Einsatz von Rezyklaten im Fahrzeugbau dank Künstlicher Intelligenz

Gemeinschaftsprojekt ebnet Weg für nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie

(PresseBox) (Würzburg, )
Ein gemeinsames Forschungsprojekt fränkischer Unternehmen soll den Einsatz wiederverwerteter Kunststoffe, sogenannter Rezyklate, im Fahrzeugbau sicherer und effizienter machen. Dazu bündeln der Automobilzulieferer Brose, das Kunststoff-Zentrum SKZ Würzburg, der Softwareentwickler LabV Intelligent Solutions GmbH und die Kunststoffaufbereitungs- und Handels-GmbH R.PLAST ihre Expertise. Das Projekt „RezyPart“, gestartet im August 2025, setzt dabei auch auf Künstliche Intelligenz (KI).



Rezyklate gelten als wichtiger Baustein für mehr Nachhaltigkeit in der Industrie. Ihr Einsatz kann den CO₂-Fußabdruck deutlich senken und die Kreislaufwirtschaft stärken. In der Praxis weisen Rezyklate jedoch oft inhomogene Materialqualitäten auf und enthalten Fremdpartikel, etwa Metallreste, Staub, Fett oder verschiedene Kunststoffarten. Diese können mechanische Eigenschaften, wie die Zugfestigkeit, negativ beeinflussen und den sicheren Einsatz in technischen Bauteilen erschweren.

Hier setzt „RezyPart“ an: Im Fokus des von Brose koordinierten Projekts steht die Entwicklung einer KI-gestützten Software, die die Auswirkungen solcher Verunreinigungen auf Bauteile präzise vorhersagen kann. Dadurch wird es möglich, Rückschlüsse auf die Eignung bestimmter Rezyklate zu ziehen. Angesichts wachsender gesetzlicher Anforderungen ist dies ein echter Meilenstein, um einen möglichst hohen Anteil recycelter Kunststoffe im Fahrzeugbau einzusetzen.

Grundlage für echte Kreislaufwirtschaft
„Als starker Partner der Automobilindustrie ist es unsere Verantwortung, Rezyklate so einzusetzen, dass keine Kompromisse bei der Sicherheit entstehen. Gleichzeitig wollen wir als Familienunternehmen einen aktiven Beitrag zu Nachhaltigkeit leisten“, betont Peter Weidinger, Leiter Werkstofftechnik bei Brose. „Mit RezyPart entwickeln wir auf Basis unserer Datenplattform eine KI-Lösung, um die Qualität von Rezyklaten künftig präzise bewerten und verlässliche Aussagen zu Bauteileigenschaften treffen zu können“, ergänzt Dr. Stefan Thomas, Geschäftsführer bei LabV Intelligent Solutions.

Auch das SKZ Würzburg bewertet die Verknüpfung von Kompetenzen als einen wichtigen Schritt für die Branche: „Mit ‚RezyPart‘ ebnen wir den Weg zur Erfüllung gesetzlicher und kundenspezifischer Anforderungen und sehen darin den Auftakt einer umfassenden Rezyklat-Initiative“, sagt SKZ-Projektleiter Tobias Göbel. „Wir schaffen die Grundlage dafür, Rezyklate gezielt und in hoher Qualität in anspruchsvolle Bauteile zu integrieren. So fördern wir eine echte Kreislaufwirtschaft im Fahrzeugsektor.“

Unterstützung durch den Freistaat Bayern
Das Projekt „RezyPart“ läuft vom 1. August 2025 bis 31. Juli 2028 und wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Die öffentliche Unterstützung reduziert wirtschaftliches Risiko und schafft Raum für technologische Innovation.




Über LabV Intelligent Solutions GmbH

LabV Intelligent Solutions GmbH, ein Tochterunternehmen der NETZSCH-Gruppe mit Sitz in München, widmet sich der Digitalisierung in der Forschung und Entwicklung. Mit der Mission, die Entwicklung effizienter und nachhaltiger Materialien voranzutreiben, unterstützt das Unternehmen mit der Material-Intelligence-Plattform LabV® Ingenieure in der F&E dabei, den gesamten Produktzyklus von der Idee bis zur Produktion effizient zu gestalten.  Die Plattform beseitigt eine ineffiziente Datenverarbeitung und -verwaltung und liefert gezielte Erkenntnisse aus relevanten Daten, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen. Zu den Kunden von LabV zählen namhafte Firmen unter anderem aus der Polymerverarbeitung, dem Maschinenbau und der Farb- und Lackbranche.

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SKZ - Das Kunststoff-Zentrum

Das SKZ ist ein Klimaschutzunternehmen und Mitglied der Zuse-Gemeinschaft. Diese ist ein Verbund unabhängiger, industrienaher Forschungseinrichtungen, die das Ziel verfolgen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, insbesondere des Mittelstandes, durch Innovation und Vernetzung zu verbessern.

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