„Die Auszeichnung mit dem Preis „Bestes Produkt LogiMAT 2026“ bestätigt unsere führende Rolle bei der Entwicklung und dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Logistik“, sagt Peter Bollinger, CEO der EPG. „Logistiksoftware muss heute so gestaltet sein, dass Mitarbeitende schneller handlungsfähig werden und nicht auf tiefes Systemwissen angewiesen sind. Mithilfe von AURA rückt das logistische Verständnis in den Mittelpunkt, so dass sich Mitarbeitende nicht mehr auf die Bedienung einzelner Anwendungen spezialisieren müssen. Genau diese Fähigkeit macht AURA einzigartig auf dem Logistikmarkt.“
AURA Observer: KI-gestützte Analyse visueller Daten
Lagerstandorte werden größer, komplexer und zunehmend dezentral organisiert, während qualifiziertes Aufsichts- und Steuerungspersonal begrenzt verfügbar ist. Parallel steigen die Anforderungen an Arbeitssicherheit, Transparenz und Reaktionsgeschwindigkeit. Trotz eines hohen Digitalisierungsgrades bleiben zentrale Aspekte des operativen Geschehens bislang weitgehend unbeobachtet, da das tatsächliche Verhalten von Menschen und Objekten im Lager nicht systematisch erfasst wird. Der AURA Observer wurde entwickelt, um genau diese Lücke zu schließen. Das System nutzt erstmals Videodaten als vollwertige operative Datenquelle ohne zusätzliche Programmierungen, erkennt prozessrelevante Situationen in Echtzeit und überführt sie in strukturierte Ereignisse, die – entweder „Out of the Box“ oder integriert in die eigene IT-Infrastruktur - als Status im WMS, WCS oder im Leitstand direkt verwertbar sind. Mithilfe von Intelligent Video Analytics (IVA) werden typische Anwendungsfelder erkannt und verarbeitet, wie beispielsweise das Erkennen von Störungen im Materialfluss, Palettenstandzeiten, ungewöhnlichen Bewegungsmustern, abweichenden Prozessabläufen oder sicherheitsrelevanten Situationen. Ein wesentlicher Innovationsfaktor ist die kameraübergreifende Analyse: Der AURA Observer erkennt Personen und Objekte zuverlässig über mehrere Kameraperspektiven hinweg und erzeugt daraus ein konsistentes Bewegungsmodell des gesamten Lagers. Diese technisch anspruchsvolle Fähigkeit bildet die Grundlage für objektive Aussagen zu Aufenthaltsdauern, Laufwegen, Überlagerungen und stark frequentierten Bereichen. Auf dieser Basis entstehen Heatmaps, die räumliche und organisatorische Engpässe erstmals datenbasiert sichtbar machen.
Semantische Erkennung ermöglicht unmittelbares Eingreifen
Den entscheidenden Mehrwert liefert die semantische Ereigniserkennung. Mithilfe KI-gestützter Vision-Language-Modelle interpretiert der AURA Observer, was im Lager tatsächlich geschieht. Sicherheitsrelevante Situationen wie Stürze, Hindernisse, blockierte Notausgänge oder Verstöße gegen Arbeitsschutzregeln werden automatisch erkannt. Die Ereignisse werden dabei so dargestellt, dass sie im Tagesgeschäft priorisiert werden, nachvollziehbar sind und in konkrete Handlungsempfehlungen überführt werden können. Der AURA Observer arbeitet dabei stets datenschutzkonform. Alle Daten werden anonymisiert und nicht gespeichert. Als visuelle Intelligenz macht IVA das reale Supply-Chain-Geschehen in strukturierter Form für die operative Steuerung verfügbar.
NVIDIA als Technologiepartner im Bereich KI
Für die KI-gestützte Analyse visueller Daten arbeitet die EPG mit dem Technologieriesen NVIDIA zusammen. Der AURA Observer und die IVA-Funktionalitäten basieren auf der NVIDIA Metropolis Plattform, die speziell für die Verarbeitung und Analyse von Videodaten in industriellen Umgebungen entwickelt wurde. Durch den Einsatz der NVIDIA-Technologie können KI-Modelle für Objekterkennung, Bewegungsanalyse und Ereignisklassifikation performant und in Echtzeit ausgeführt werden. Die Verarbeitung der Daten erfolgt dabei wahlweise „Out of the Box“ ohne Integration oder in hybriden Architekturen, so dass sich IVA flexibel in bestehende IT- und OT-Strukturen integrieren lässt.