Wer hierzulande eine Hose oder ein anderes Kleidungsstück kauft, erwirbt meist einen Weltreisenden. Der Anbau der Rohstoffe, die Verarbeitung zu Stoffen, das Färben und das Nähen geschehen nicht selten in verschiedenen asiatischen Ländern. „Während das fertige Kleidungsstück in Deutschland verkauft wird, bleiben die ökologischen und sozialen Probleme in Asien“, so Laura Groche, Referentin der VERBRAUCHER INITIATIVE. Dass diese Missstände nicht zwangsläufig sind, beweisen einige Hersteller schon länger. Sie setzen zum Beispiel auf Baumwolle aus ökologischer Landwirtschaft, vereinbaren mit ihren Arbeitern faire Arbeits- und Handelsbedingungen, verzichten auf bedenkliche Chemikalien in der Weiterverarbeitung der Rohstoffe oder kombinieren all diese Ansprüche miteinander.
Ob und wie lange Kleidungsstücke gute Dienste tun, entscheidet sich auch mit der Pflege. „Wer sich mit Waschmitteln, Temperaturen und den Eigenschaften der Gewebe auskennt, kann sich die Freude an seinen Lieblingskleidungsstücken lange erhalten“, so Laura Groche. So bilden etwa Feinwaschmittel besonders viel Schaum, der für die sensiblen Wäschestücke wie eine Federung gegen schnelle Waschbewegungen wirkt. Das haben sie mit Wollwaschmitteln gemeinsam, die jedoch keine eiweißspaltenden Enzyme enthalten und so die Wollfasern intakt halten.
Das Themenheft Textilien informiert über Rohstoffe, Herstellungsverfahren und Qualitätsmerkmale von Textilien. Tipps zu richtigen Pflege und ein Blick auf den Weg der Altkleider runden das Angebot ab. Die 16-seitige Broschüre kann für 3,55 Euro (inkl. Versand) bei der VERBRAUCHER INITIATIVE, Elsenstraße 106, 12435 Berlin oder unter www.verbraucher.org bestellt und heruntergeladen werden.
Hinweis für Redaktionen – bitte nicht abdrucken: Ein kostenloser Radio-O-Ton zum Thema einschließlich Vorschlägen für die An- und Abmoderation kann unter www.oeko-fair.de in der Rubrik Service/Materialien heruntergeladen werden.