PPWR kurz erklärt: Was ist das, ab wann gilt es – und wen betrifft es?
Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) ist die neue EU-Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfällen. Als Verordnung gilt sie unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten und löst die bisherigen Vorgaben der Verpackungsrichtlinie schrittweise ab bzw. verdrängt diese. Inhaltlich betrachtet sie den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen – von Gestaltung und Herstellung über Inverkehrbringen und Nutzung bis hin zu Rücknahme, Abfallbewirtschaftung und Vermeidung.
Für die Zeitplanung relevant: In Kraft seit 11. Februar 2025, allgemein anwendbar ab 12. August 2026.
Der Anwendungsbereich ist sehr weit gefasst: Er umfasst alle Verpackungen und alle Verpackungsabfälle auf dem europäischen Markt – unabhängig vom Material und über verschiedene Bereiche hinweg (u. a. Handel, Haushalte, Industrie).
Warum das für Unternehmen wichtig ist: Die PPWR soll Verpackungsmengen und Abfälle verringern, den Verbrauch von Primärrohstoffen senken und die Kreislaufwirtschaft stärken. Dazu zählen Ziele wie besseres Recycling-Design und mehr Einsatz von Rezyklaten (z. B. bei Kunststoffen).
Was passiert bei Verstößen? Wer Anforderungen nicht erfüllt, riskiert je nach Prüf- und Vollzugspraxis operative und wirtschaftliche Konsequenzen: von Audit-Feststellungen und Nacharbeit über Einschränkungen bei Belieferung oder Vermarktung bis hin zu empfindlichen Sanktionen. Kurz gesagt: Compliance wird zum Faktor für stabile Lieferketten.
COSYS Behältermanagement: Mehrwegprozesse datenbasiert – als Basis für PPWR-Readiness
PPWR-Konformität hängt nicht nur am „richtigen Verpackungsdesign“, sondern in der Praxis vor allem an sauberen Prozessen und verlässlichen Daten: Welche Mehrwegbehälter sind unterwegs? Wo befinden sie sich gerade? Wie häufig werden sie genutzt? Wo entstehen Verluste oder Brüche im Kreislauf? Genau an dieser Stelle setzt das COSYS Behältermanagement an.
Behältermanagement bedeutet dabei: Abläufe rund um Mehrwegträger (z. B. Paletten, Kisten, Gitterboxen) organisieren, überwachen und optimieren – inklusive Bestandstransparenz, Bewegungsnachverfolgung sowie geregelter Rückführung und Wiederverwendung.
COSYS ermöglicht die Erfassung von Bewegungen direkt im Prozess per Barcode-Scan (z. B. über MDE-Gerät oder Smartphone). Die Informationen laufen zentral im COSYS WebDesk zusammen und werden dort nachvollziehbar dargestellt.
Konkreter Nutzen in Richtung PPWR (ab 12. August 2026):
- Dokumentation & Nachweisführung im Mehrwegkreislauf: Auslieferungen, Rücknahmen und Umlagerungen werden inklusive Zuordnung zum Empfänger festgehalten. Optional können ergänzende Belege wie Fotos oder Unterschriften mitgespeichert werden – hilfreich für interne Prüfungen, Partnerabstimmungen und Audits.
- Schwund reduzieren, Nachkäufe vermeiden: Durch konsequente Bewegungserfassung sinkt die Verlustquote. Weniger Ersatzbeschaffung bedeutet weniger Ressourcenverbrauch und weniger Overhead im Behälter- und Verpackungssystem.
- Konten, Historien und Differenzen transparent: Im WebDesk lassen sich Lademittelkonten prüfen, Bewegungen chronologisch nachvollziehen und Abweichungen schneller identifizieren. Auswertungen können z. B. fehlende Rückläufe, Umlaufhäufigkeiten oder Beschädigungen sichtbar machen.
- Automatisierung & Systemanbindung: Funktionen wie automatische Sicherungen, Benachrichtigungen, Import/Export sowie Schnittstellen (z. B. Richtung ERP) sorgen dafür, dass Behälterdaten nicht isoliert bleiben, sondern in bestehende Abläufe integriert werden können.
- Betriebsmodell passend zur IT-Strategie: Je nach Vorgaben ist der Betrieb lokal (On-Premise) oder in der Cloud möglich – passend zu internen Compliance- und IT-Richtlinien.
COSYS Business Intelligence: Prozessdaten in Steuerung, Frühwarnung und Reporting verwandeln
Mit der PPWR steigen die Pflichten – gleichzeitig wächst der Mehrwert guter Daten. COSYS Business Intelligence & KI zielt darauf ab, operative Informationen (Scans, Buchungen, Bewegungen) in Dashboards, Reports und Analysen zu überführen: mit automatisierten Auswertungen, Drilldowns bis auf Einzelvorgänge und kennzahlenbasierten Warnmechanismen.
Für Mehrweg- und Behälterprozesse bedeutet das:
- Wichtige Kennzahlen sofort verfügbar: Umlaufzeiten, Bestände, Rücklaufquoten oder Verlust-Schwerpunkte werden messbar. Statt Bauchgefühl erhalten Sie belastbare Steuerungsgrößen – inklusive nachvollziehbarer Wirkung von Gegenmaßnahmen.
- Frühwarnung statt Engpass-Feuerwehr: Bei Grenzwertüberschreitungen (z. B. kritische Bestände, auffällig viele offene Rückläufe) können automatisierte Hinweise ausgelöst werden, bevor es zu Engpässen kommt.
- Trends erkennen, Bedarfe besser planen: KI-gestützte Prognosen und Forecasts können dabei helfen, saisonale Effekte früh zu sehen und Behälterbedarfe stabiler zu planen.
- Externe Daten einbeziehen: Wenn zusätzliche Quellen (z. B. Auftrags-, Standort- oder Wetterdaten) integriert werden, lassen sich Mehrweg- und Transportströme besser einordnen und gezielter optimieren.
Die PPWR ist bereits in Kraft – und ab dem 12. August 2026 EU-weit verbindlich anwendbar. Für Unternehmen bedeutet das vor allem: Transparenz, Nachweisfähigkeit und belastbare Daten in Verpackungs- und Mehrwegprozessen.
Mit dem COSYS Behältermanagement (Scan-Erfassung im Prozess, WebDesk-Übersicht, Historien, Reports, Integrationen) lässt sich der Mehrwegkreislauf stabiler steuern, Verluste reduzieren und sauber dokumentieren. Ergänzend macht COSYS Business Intelligence aus diesen Daten echte Führungsinstrumente – mit Dashboards, Drilldowns, Alerts und Prognosen.
Hinweis: Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Er zeigt praxisorientiert, wie digitale Prozesse die organisatorische Umsetzung der PPWR unterstützen können.