Maßgebend ist nun die Umsetzung dieser Anforderungen in den EU-Ländern. Eine Allianz aus Verbänden, darunter INAK, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, Plastics Europe Deutschland, European Bioplastics, Polykum, C.A.R.M.E.N. und das nova-Institut, setzt sich dafür ein, dass die Anforderungen an kompostierbare Verpackungen auch in Deutschland zielgerichtet und praxistauglich umgesetzt wer-den. Dazu gehört es nach Ansicht der Verbände, auch sehr leichte Kunststofftragetaschen, die als Obst- und Gemüsebeutel eingesetzt und häufig zur Sammlung von Bioabfällen verwendet werden, verpflichtend aus zertifiziert industriell kompostierbarem Material herzustellen. In anderen EU-Ländern wie Italien, Österreich oder Spanien ist dies bereits seit vielen Jahren erfolgreiche Praxis. Dort tragen kompostierbare Beutel entscheidend dazu bei, den Fremdstoffanteil im Bioabfall zu senken und die Getrennterfassung organischer Abfälle zu stärken.
Jetzt braucht es klare politische Weichenstellungen:
• Verbindliche Vorgaben für sehr leichte Kunststofftragetaschen, analog zu zertifiziert industriell kompostierbaren Bioabfall-Sammelbeuteln (gem. Bioabfallverordnung).
• Klare Kennzeichnung und Zertifizierung kompostierbarer Verpackungen, um eine ordnungs- und sachgemäße Entsorgung über den Bioabfall zu ermöglichen.
• Zweckgebundene Gebührenregelung, die sicherstellt, dass die Abgaben für kompostierbare Verpackungen direkt den Sammelbetrieben und Betreibern der Anlagen für organisches Recycling zugutekommen.
Die PPWR stellt hohe Anforderungen und die nationale Umsetzung eröffnet die Chance, endlich klare und verlässliche Regeln für bio-basierte und kompostierbare Verpackungen zu schaffen. Das gibt Orientierung für Verbraucherinnen und Verbraucher, Planungssicherheit für Unternehmen und lenkt Investitionen gezielt in Innovationen, welche die biologische Kreislaufwirtschaft weiter voranbringen und die Umwelt schützen.
Mehr Informationen: www.inak.bio