Gegenüber dem Vorquartal nahmen die Auftragseingänge in der Industrie preis- und saisonbereinigt kräftig um 8,9 % zu. Im Zweimonatsvergleich (August/September gegenüber Juni/Juli) stieg das Ordervolumen um 4,0 % an. Die deutlich stärkeren Impulse kamen im Zweimonatsvergleich aus dem Ausland (+5,6 %). Die Inlandsnachfrage nahm mit +2,4 % aber ebenfalls zu. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen wurde die Belebung der Bestelltätigkeit mit Orderzuwächsen von 5,4 % bzw. 4,0 % weiterhin von den Vorleistungsund Investitionsgüterherstellern getragen. Die Hersteller von Konsumgütern verzeichneten dagegen einen leichten Rückgang der Aufträge um 0,7 %.
Ihren Vorjahresstand unterschritten die Auftragseingänge in der Industrie im gesamten dritten Quartal kalendermonatlich um 17,7 % und im Zweimonatsvergleich (August/September) um 16,3 %. Die Inlandsbestellungen lagen um 15,1 %, die Auslandsbestellungen um 17,4 % unter dem Vorjahresniveau.
Die Auftragseingänge in der Industrie setzen ihren Erholungsprozess im dritten Quartal gestützt auf eine rege Nachfrage aus dem In- und Ausland fort. Das Tempo des Aufholprozesses ließ im Verlauf zuletzt etwas nach. Insbesondere machte sich bei der Inlandsnachfrage das Auslaufen der PKW-Umweltprämie im September bemerkbar. Die Auslandsnachfrage blieb demgegenüber bis zuletzt lebhaft. Hiervon konnte vor allem der Maschinenbau profitieren. Die Erholung der Industrieproduktion dürfte sich damit im vierten Quartal fortsetzen.
[1] - Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] - Verfahren Census X-12-ARIMA.