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Wissenschaftler liefern fundiertes Bild der Deutschen

Ministerin gratuliert Sozio-oekonomischem Panel zum 25-jährigen Bestehen

(PresseBox) (Berlin, )
Stimmt es eigentlich, dass Fußball die Menschen glücklicher macht? Und ist es wahr, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Deutschland immer größer wird? Es sind Fragen wie diese, die Forscherinnen und Forscher des Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) beantworten - und auf diese Weise ein wissenschaftlich fundiertes und vielschichtiges Bild über die Deutschen liefern. "Das SOEP ist unser wichtigstes international sichtbares Instrument für zentrale gesellschaftliche Fragen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Mittwoch anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Panels. Seit einem Vierteljahrhundert befragt die SOEP-Gruppe - unterstützt durch ein Umfrageinstitut - einmal im Jahr dieselben mittlerweile mehr als 20.000 Frauen und Männer in 12.000 Haushalten.

Das Themenspektrum ist breit: Es geht um Fragen wie Wertewandel, Zukunftserwartungen, Gerechtigkeit, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse sowie Lebenszufriedenheit, Vertrauen und Risikobereitschaft der Bürger. Das SOEP ist damit die größte und die am längsten laufende interdisziplinäre Längsschnittuntersuchung der Wissenschaft bei privaten Haushalten in Deutschland. Der besondere Nutzen der Arbeit der Wissenschaftler: Es entstehen nicht nur Momentaufnahmen. Weil sie dieselben Menschen in ihren Längsschnittstudien über längere Zeiträume regelmäßig befragen, können die Forscherinnen und Forscher die Lebensbedingungen, Persönlichkeitsmerkmale und Wertvorstellungen der Menschen in Deutschland wie in einem Dokumentarfilm beschreiben.

Für Themen wie Familienleben, Nachbarschaft, das Miteinander von Jung und Alt, das Zusammenleben von Migranten und Deutschen, die alternde Bevölkerung, das Erforschen von Bildungsverläufen, Arbeitsverhältnissen und ganzen Biographien ist das SOEP die wichtigste wissenschaftliche Datenquelle. Die Exzellenz des Sozio-oekonomischen Panels wird maßgeblich durch seine wissenschaftliche Unabhängigkeit bestimmt. "Diese Unabhängigkeit gewährleistet die für Längsschnittanalysen erforderliche Beharrlichkeit, die grundlegenden Fragen immer wieder neu zu stellen. Und sie erlaubt dem SOEP systematische Weiterentwicklungen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben", sagte Ministerin Schavan.

Das SOEP ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft (WGL), die als eine Abteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) organisiert ist. Das Panel wird zu zwei Dritteln vom Bund und zu einem Drittel von den Bundesländern finanziert - in 2008 sind das insgesamt 4,079 Millionen Euro. Zum Geburtstag des SOEP ist eine Broschüre erschienen, die anhand von 25 markanten Ergebnissen die Arbeit des Panels verdeutlicht.
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