Die Veranstaltung richtet sich an Planer, Architekten, Sicherheitsverantwortliche sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen, die sich über die aktuellen Anforderungen und praxisorientierte Lösungen informieren möchten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Brandschutz, physische Sicherheit, Zutrittsmanagement und Videosicherheit zu einem ganzheitlichen NIS2-konformen Schutzkonzept für KRITIS-relevante Gebäude und Anlagen verbinden lassen.
Den Auftakt bildet der Vortrag von Dirk Möbius von der Sälzer GmbH, in dem die neuesten Entwicklungen rund um das KRITIS-Dachgesetz und die daraus resultierenden Resilienzpflichten für Betreiber kritischer Anlagen im Fokus stehen. In diesem Kontext stellt er außerdem Systemlösungen für hochsichere Eingangsbereiche vor, die kombinierten Schutz gegen Einbruch, Beschuss und Sprengwirkung bieten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf modernen Zutrittslösungen gemäß ISO 27001. Hier wird Ingo Hohendorff von der ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH aufzeigen, wie sich mechanische und elektronische Schließsysteme effizient kombinieren und schlüssel- und transponderbasierte Zutrittssysteme zentral verwalten lassen. Ergänzend beleuchtet Jochen Sauer von der Axis Communications GmbH aktuelle Entwicklungen in der Videosicherheit 4.0 – von betrieblichen Anforderungen nach EN 62676-4 bis hin zu Aspekten der Netzwerksicherheit.
Im zweiten Teil der Veranstaltung gilt anschließend baulichen Schutzsystemen und Brandschutzlösungen besonderes Augenmerk. Unter anderem spricht Thomas May von der Schüco International KG über Feuerschutzabschlüsse nach DIN 4102-5, Aspekte der Gebrauchstauglichkeit von Türen sowie Lösungen zur Einbruchhemmung nach EN 1627ff. Darüber hinaus hebt Thomas Meissner von Vetrotech in seinem Vortrag die Rolle von Brandschutz- und Sicherheitsglas als zentraler Bestandteil eines erfolgversprechenden KRITIS-Schutzkonzepts hervor – insbesondere im Hinblick auf Verfügbarkeitssicherung und Schutz vor Sabotage oder Angriffen.
Ludger Thiele von der West AG wiederum widmet sich dem Schutz durch Türen aus Holzwerkstoffen, die Anforderungen an Feuer-, Rauch-, Schall- und Einbruchschutz ebenso erfüllen müssen wie Aspekte der Barrierefreiheit und Gestaltung.
Die Teilnahme am Online-Fachseminar ist kostenfrei und wird bei den zuständigen Architektenkammern als Fortbildungsmaßnahme angemeldet. Teilnehmer erhalten nach Abschluss eine entsprechende Bestätigung zur Vorlage bei ihrer Kammer.
Interessierte können sich ab sofort hier anmelden:
https://www.wirliebenbau.de/planer-symposium-brandschutz-im-system-unter-beachtung-der-kritis-27001/