SMT Analytics führt Produktionsdaten aus mehreren Linien zusammen und setzt diese in Relation zu theoretisch optimalen Werten. Ziel ist es, Engpässe, unausgewogene Linienkonfigurationen und verborgenes Optimierungspotenzial zuverlässig zu identifizieren – auch bei komplexen Fertigungsstrukturen.
Erweiterte Analysefunktionen zur Linienoptimierung
Die neue Line Balance Analysis vergleicht die tatsächlichen Zykluszeiten eines Produkts an jeder Station mit den Referenzwerten aus der Programmiersoftware WORKS Programming. Abweichungen und limitierende Prozessschritte werden dadurch unmittelbar sichtbar. Anwender erkennen auf einen Blick, welche Stationen den Durchsatz begrenzen und wie sich unterschiedliche Programme auf die Linienbalance auswirken.
Die erweiterte Theoretical Cycle Time Comparison zeigt zusätzlich, an welchen Stellen Programmparameter wie Wartezeiten oder Beschleunigungswerte vom theoretischen Optimum abweichen. Da solche Einstellungen häufig auf tausende Bestückzyklen wirken, eröffnet sich hier ein erhebliches Effizienzpotenzial.
Auch die Reject Analysis wurde ausgebaut: Neben Ausschussraten können Auswertungen nun kostenbasiert erfolgen. In Verbindung mit der Anbindung an das Factory Equipment Center stehen zudem wartungsrelevante Informationen wie Wartungsstatus, Zykluszähler und verbleibende Intervalle direkt im Analysekontext zur Verfügung.
KI-gestütztes Reporting für fundierte Entscheidungen
Einen weiteren Entwicklungsschritt stellt das KI-gestützte Reporting dar. Ein integrierter Assistent analysiert die Daten automatisiert und liefert klar strukturierte, priorisierte Handlungsempfehlungen zur Steigerung von Performance, Bauelementeffizienz und Anlagenverfügbarkeit. Anwender müssen komplexe Dashboards nicht mehr selbst interpretieren, sondern können gezielt und zeitnah Maßnahmen ableiten.
Darüber hinaus wird SMT Analytics künftig auch die Einbindung von Maschinen anderer Hersteller unterstützen, sofern diese das IPC-2591-CFX-Protokoll nutzen. Damit wird eine durchgängige Analyse und Optimierung auf Linienebene ermöglicht.
„Mit SMT Analytics übertragen wir unser langjähriges Prozesswissen systematisch in die Fertigung unserer Kunden“, sagt Jim Leather, Director of IoT Solutions bei ASMPT. „Unser Ziel ist es, datenbasierte Entscheidungen zu vereinfachen und den Weg zur intelligenten SMT-Fertigung konsequent zu unterstützen.“