ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner sagte am Sonntag in Stuttgart: "Ein Wechsel der Verkehrswegefinanzierung von allgemeinen Steuern hin zu speziellen Nutzergebühren ist für uns nur unter der Bedingung vorstellbar, dass die Autofahrer nicht zusätzlich belastet werden. Allerdings rufen sämtliche bisher vorgelegten Mautmodelle genau in diesem Punkt große Zweifel hervor. Deshalb fürchten wir, dass es am Ende doch die Autofahrer sein werden, die mehr zahlen ohne mehr zu kriegen. Wir mißtrauen Politkern, die ihre wahren Absichten in klebrige Zuckerwatte packen und mit Einführung der Pkw-Maut eine Senkung der Mineralöl- und Ökosteuer gleichzeitig mit dem Wegfall der Kfz-Steuer versprechen."
Weiter sagte der ACE-Sprecher: "Keinen Zweifel gibt es aus unserer Sicht im Hinblick auf den finanz- und verkehrspolitischen Handlungsbedarf. Bleibt es bei der chronischen Unterfinanzierung, ist der wachsende Verfall der Verkehrswege nicht mehr abzuwenden. Der Ausbau und die Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur hält schon lange nicht mehr mit dem rasanten Verkehrswachstum Schritt".