„Wir gehen mit diesem Entwurf zuversichtlich in die weiteren, nun erforderlichen Gespräche mit den Finanzierungspartnern“, sagte Britta Hübner. Ziel sei es, bis zum Ende der vereinbarten, inzwischen erwartungsgemäß verlängerten Stillhaltevereinbarung Ende Juli eine tragfähige Sanierungsfinanzierung zu erarbeiten. „Vor allem diesem Ziel gilt unsere Arbeit in den nächsten Wochen.“
Für Geschäftsführer Dr. Karsten Schlageter fügt sich das positive Signal aus dem Sanierungsgutachten ein in die jüngsten operativen Erfolge. Zum einen hat ABO Energy, wie heute von der Bundesnetzagentur bekanntgegeben, einen Tarif für den Solarpark Birkholz in Brandenburg mit 7,8 Megawatt peak erhalten. Zudem hat sich das Unternehmen bei der Mai-Ausschreibung für Windkraft in Deutschland wieder mit einer nennenswerten Anzahl an Windkraftprojekten um Tarife beworben. Dank der Unterstützung von Finanzierungs- und Geschäftspartnern war es dem Wiesbadener Projektentwickler nunmehr wieder möglich, mit mehr als 150 Megawatt Leistung ins Rennen gehen. „Das ist ein sehr gutes Zeichen und zeigt, dass wir im laufenden Sanierungsprozess an Handlungsfähigkeit gewonnen haben.“
Auch beim Verkauf von Projekten vermeldet ABO Energy weitere Erfolge. So hat das Unternehmen einen Windpark in Rheinland-Pfalz unlängst an einen etablierten, unabhängigen Energieerzeuger veräußert. Der Windpark besteht aus vier Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 16,8 Megawatt und liegt in den benachbarten Gemeinden Himmighofen und Kasdorf in Rheinland-Pfalz. Der Bau hat Ende 2025 begonnen, die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2026 geplant. Eine in der Gemeinde Welterod (ebenfalls Rheinland-Pfalz) gelegene Windkraftanlage (Nordex N149, 4,5 Megawatt) hat ABO Energy ebenfalls verkauft. Diese Anlage geht planmäßig im Herbst 2026 in Betrieb.