EuroCIS 2007 zeigt Zukunftstechnologie

(PresseBox) ( Düsseldorf, )
Bei der EuroCIS, der führenden europäischen Messe für Kommunikations-, Informations- und Sicherheitstechnik im Handel, werden in Düsseldorf vom 27. Februar bis 1. März 2007 die Technologien und Handelsformen von morgen präsentiert. Eine wichtige Rolle sowohl im Angebot der Aussteller als auch im begleitenden Kongressprogramm spielt dabei das Thema RFID.

Schon die weltweite Verfügbarkeit und der nahezu kostenlose Austausch von Informationen durch das Internet hat neue Geschäftsmodelle hervorgebracht. Neben der Unternehmenskommunikation per E-Mail gehört der elektronische Handel heutzutage zu den wichtigsten Formen dieser als E-Commerce bezeichneten Geschäftsmodelle. Mit dem EPCglobal-Netzwerk (EPC = Elektronischer Produkt-Code) wächst nun die Welt der Daten mit der Welt der Dinge zusammen, denn darüber lassen sich Informationen zu beliebigen Objekten speichern und weltweit verfügbar machen. Während das heutige Internet lediglich Daten bereithält, sind im Internet der Dinge die Daten mit Objekten der realen Welt verknüpft. Dafür müssen die Objekte einen RFID-Transponder tragen, dessen Elektronischer Produkt-Code die Objekte weltweit identifizierbar macht. Über das Internet können Informationen zu jedem Objekt gespeichert und über den EPC als Zugriffsschlüssel wieder ausgelesen werden. Damit bekommt jeder Gegenstand künftig gewissermaßen seine eigene Webseite.

EPCglobalNetzwerk führt zu neuen Handelsformen

Es ist gut vorstellbar, dass sich auch diese Innovation auf die Art und Weise auswirken wird, wie in Zukunft Geschäfte ablaufen. Ähnlich wie das Internet die Vorraussetzung für E-Commerce bildete, wird auch das "Internet der Dinge" zu neuen Geschäftsmodellen, dem EPC-Commerce, führen. Durch die Verknüpfung von Daten und Dingen über die RFID-Technologie, das EPCglobal-Netzwerk und das herkömmliche Internet lassen sich Lagerbestände ortsunabhängig in kurzen Zeitabständen überwachen und Waren entlang der Wertschöpfungskette lückenlos verfolgen. Damit ist zum Beispiel eine elegante Form des Plagiatschutzes möglich, da sich schnell herausfinden lässt, an welcher Stelle der Lieferkette eine Fälschung eingeschleust wurde.

Aber auch Bestandslücken werden dem Personal automatisch gemeldet, da die Waren über RFID-Transponder und die Regale über entsprechende Lesegeräte verfügen. Die folgende Szene in einem Weingeschäft könnte so schon bald zum Geschäftsalltag gehören: Per automatisch erstellter Kurzmitteilung erfährt der Filialleiter, dass vom 2003er Jahrgang des Rotweins Châteauneuf du Pape nur noch zwei Flaschen im Regal stehen. Sofort informiert er sich über den Status der Nachbestellung. Die Online-Überprüfung ergibt, dass der be-stellte Wein zur Zeit beim Weingroßhändler in Südfrankreich kommissioniert wird, aber voraussichtlich erst in drei Tagen im Weingeschäft eintrifft. Um diese Zeit zu überbrücken, bestellt der Filialleiter eine kleine Menge bei einem lokalen Händler, der diesen Wein ebenfalls vorrätig hat.

Das geschilderte Szenario ist keineswegs Science Fiction. Die benötigte Technologie liegt heutzutage bereits vor und auch die Standards für einen einheitlichen und somit ökonomischen Einsatz sind in Arbeit oder bereits fertiggestellt. So kommen der EPC und das EPCglobal-Netzwerk bereits auf dem Weg von der Produktion zum Endverbraucher zum Einsatz. Als erstes stellt der auf dem Transponder gespeicherte EPC sicher, dass die Weinkartons und gegebenenfalls die Palette als Ladungsträger eindeutig identifiziert werden. Gleich-zeitig fungiert der EPC auch als Zugriffschlüssel auf weitere Informationen im Internet der Dinge, wofür er nicht nur ausgelesen, sondern auch unternehmensintern verarbeitet wird.

All das muss reibungslos funktionieren, d.h. die an der Datenverarbeitung beteiligten Hard- und Softwarekomponenten müssen miteinander harmonieren. Dies setzt einheitliche Standards voraus, welche die unternehmensinterne Datenverarbeitung auf einfache Weise ermöglichen. Außerdem müssen die Informationen auch unternehmensübergreifend gefunden und abgefragt werden können. Dafür müssen einerseits Verweise auf Datenquellen zentral vorliegen und andererseits die Schnittstellen für den Zugriff standardisiert sein. Die Umsetzung dieser Anforderungen in technische Spezifikationen erfolgt in EPCglobal-Arbeitsgruppen. Dort werden die Schnittstellen zwischen den Komponenten standardisiert und ein Mindestfunktionsumfang definiert. Sobald also EPCglobal-konforme Schnittstellen genutzt werden, funktioniert die Kommunikation problemlos. Die beteiligten Bausteine, wie Lesegerät oder RFID-Middleware, "wissen" genau, welche Struktur ein- und ausgehende Nachrichten besitzen und wie deren Inhalte zu interpretieren sind. Begleitet wird die Standardisierungsarbeit von der GS1 Germany, einem Tochterunternehmen des EHI Retail Institutes und Repräsentatin der EPCglobal in Deutschland.

EuroCIS-Aussteller zeigen vielseitige Einsatzmöglichkeiten von RFID

Die notwendige Hard- und Software gibt es bei der EuroCIS 2007 in Düsseldorf ebenso wie Informationen zum Status quo der Weiterentwicklung und Vereinheitlichung der RFID Technologie und des EPCglobal-Netzwerks. Zahlreiche Firmen werden auf ihren Messeständen die neuesten RFID-Lösungen für Handel und Industrie präsentieren. Marktführer wie Checkpoint Systems und ADT Sensormatic werden zeigen, welche enormen Potenziale der Einsatz von RFID entlang der gesamten Lieferkette bietet. Die Hersteller von mobilen Datener-fassungsgeräten wie Symbol, Höft und Wessel oder Intermec präsentieren dem Besucher ein breites Spektrum der neuesten Generationen von RFID Readern, Printern und Antennen. Gespannt darf man auch auf die Lösungen zur Integration von RFID am Checkout sein. Alle großen Kassenanbieter wie Wincor Nixdorf, IBM und NCR werden ebenfalls ihre Kompetenz bei dieser zukunftsweisenden Technologie demonstrieren. Auch kleinere Hersteller wie z.B. die AWEK AG, die die neueste Version eines Self-Checkouts mit integrierter biometrischer Zahlungsfunktion sowie RFID Reader zeigen, sorgen für Innovation bei der EuroCIS.

Sowohl auf dem EuroCIS Exhibitor Forum als auch bei der Konferenz "retail technology days europe" (rtd europe), die vom Kölner EHI Retail Institute zur Messe veranstaltet werden, spielt das Thema RFID eine wichtige Rolle. So wird auf den rtd europe Stephane Pique, European Director of EPC/RFID von GS1 Europe über die Potenziale globaler RFID Standards für die Branche berichten. Zudem wird auf dieser Konferenz eine Fallstudie zur Nutzung von RFID in der Supply Chain aus dem Hause Toshiba präsentiert werden.
Die EuroCIS 2007 ist für Fachbesucher von Dienstag, 27.02.2007, bis Donners-tag, 1.03.2007, täglich ab 10.00 Uhr geöffnet. Dienstag und Donnerstag schließt die Messe um 18 Uhr, am Mittwoch ist "Tag für den Mittelstand" und die Messe ist bis 20 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 20,- Euro, das Zwei-Tages-Ticket 35,- Euro. Studenten und Auszubildende zahlen 10,- Euro. Bei Online-Vorbestellung und Registrierung unter www.eurocis.com reduziert sich der Preis des Tagestickets auf 15,- Euro sowie des Zwei-Tages-Tickets auf 27,- Euro, plus jeweils Versandgebühr. Alle Eintrittskarten beinhalten die kostenlo-se Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Personennahver-kehrs (VRR). Weitere Informationen rund um die EuroCIS erhalten Sie im In-ternet unter www.eurocis.com.
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